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Infantino kritisiert Löw und verteidigt seine Mammut-WM



FIFA President Gianni Infantino gestures after a meeting of the FIFA Council at the FIFA headquarters in Zurich, Switzerland October 14, 2016.  REUTERS/Arnd Wiegmann

Infantino will die WM reformieren. Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Nur drei Monate hat der FIFA-Rat Zeit, finale Vorschläge für das neue WM-Format zu unterbreiten. Dann will das Gremium über die umstrittene Aufstockung auf bis zu 48 Teams entscheiden.

FIFA-Präsident Infantino weist prominente Kritik an seinem Lieblingsprojekt zurück. Er verteidigt vehement seine umstrittene Mammut-WM und richtet dabei auch deutliche Worte unter anderem an Weltmeister-Trainer Joachim Löw, der Kritik am angedachten neuen Format geübt hatte.

«Für den Weltmeister ist es einfach, eine Meinung zu haben, wenn es um die WM geht. Was kann ich ihm sagen? Dass er offen sein muss für Erneuerung, für den Fussball, für die Fussball-Entwicklung. Dass nicht alle die Chance haben, sich wie Deutschland jedes Mal zu qualifizieren», sagte Infantino nach der Sitzung des FIFA-Rats in Zürich.

Kurz zuvor hatte der neue Rat des Fussball-Weltverbandes beschlossen, bei seiner nächsten Sitzung am 9. und 10. Januar einen Entscheid über die Teilnehmerzahl der WM 2026 zu fällen.

Dabei geht es praktisch nur mehr um eine Erhöhung; 32 Teilnehmer wird es nach den Turnieren 2018 und 2022 offenbar nicht mehr geben. 40 oder 48 Mannschaften sind die verbliebenen Optionen. Alles andere wäre eine schmachvolle Pleite für Infantino.

Football Soccer - Germany v Czech Republic - 2018 World Cup Qualifying European Zone - Group C - Hamburg arena, Hamburg, Germany - 8/10/16 Germany's coach Joachim Loew before the match REUTERS/Wolfgang Rattay

Jogi Löws Kritik findet bei der FIFA kein Gehör. Bild: WOLFGANG RATTAY/REUTERS

Über das konkrete Format mit einer grösseren Gruppenphase oder vorgelagerten Playoffs soll aber erst nach dem Grundsatzentscheid über die Teilnehmerzahl befunden werden. Dann drohen der FIFA grosse Verteilungskämpfe um die Startplätze zwischen den sechs Konföderationen. Europa stellt bislang mit 13 Teams mehr als einen Drittel aller WM-Teilnehmer.

Einen wegweisenden Entscheid für die WM 2026 traf der Rat schon. Um die Ausrichtung können sich keine Länder aus Europa oder Asien bewerben, weil dort die Turniere 2018 (Russland) und 2022 (Katar) stattfinden.

Der Beschluss kommt einer Steilvorlage für die USA gleich, die nun nach der gescheiterten Bewerbung um die WM 2022 alleine oder im Verbund mit Kanada und Mexiko als grosse Favoriten gelten. Gemeinsame Kandidaturen mehrerer Länder sind möglich, sogar ein Dreinationenturnier wird nicht ausgeschlossen. Den Entscheid über den WM-Gastgeber trifft letztlich der FIFA-Kongress.

(sda)

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