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SOCHI, RUSSIA - OCTOBER 12:  Sebastian Vettel of Germany and Infiniti Red Bull Racing prepares in the garage before the Russian Formula One Grand Prix at Sochi Autodrom on October 12, 2014 in Sochi, Russia.  (Photo by Mark Thompson/Getty Images)

Konsternierter Blick bei Sebastian Vettel. Der vierfache Weltmeister wird bei Red Bull nicht mehr glücklich. Bild: Getty Images Europe

Frustierter Sebastian Vettel

«Ich denke nicht, dass ich Samstag viel zu tun habe. Ich glaube, ich werde zuschauen beim Qualifying»

Zum Statisten degradiert muss Sebastian Vettel dieses Jahr bei Red Bull irgendwie noch zu Ende bringen. Beim nächsten Rennen wartet aber bereits der nächste Rückschlag für den Weltmeister. 

Die Abschiedstournee im Red Bull wird für Sebastian Vettel immer mehr zur quälenden Pflichtaufgabe. Für seinen nächsten Auftritt macht sich der entthronte viermalige Formel-1-Weltmeister bereits auf einen Start aus der Boxengasse gefasst. 

Noch viel schlimmer: Aus seiner Sicht macht es eigentlich nicht einmal mehr Sinn, bei der Qualifikation zum Grossen Preis Preis der USA überhaupt anzutreten. «Ich denke nicht, dass ich Samstag viel zu tun habe. Ich glaube, ich werde zuschauen beim Qualifying.» 

SOCHI, RUSSIA - OCTOBER 12:  Sebastian Vettel of Germany and Infiniti Red Bull Racing sits on the pit wall next to the grid before the Russian Formula One Grand Prix at Sochi Autodrom on October 12, 2014 in Sochi, Russia.  (Photo by Dan Istitene/Getty Images)

Wird Vettel beim Qualifying beim GP der USA nur Zuschauer? Bild: Getty Images Europe

Der Grund: Vettel wird «den Joker» ziehen, nur dass der in der Formel 1 nichts Gutes verheisst. Er braucht in seinem Red Bull einen neuen Motor, beziehungsweise bestimmte neue Elemente. Das Problem: Er kommt damit über die fünf erlaubten Motoren in einer Saison und wird per se in der Startaufstellung zum drittletzten Rennen in diesem Jahr zehn Plätze zurückversetzt werden.

Ernüchterung, Zynismus und Lustlosigkeit

Das Ergebnis: Frust pur. «Da die Regeln ganz besonders toll dieses Jahr sind, was das angeht, macht es keinen Sinn, am Samstag an der Qualifikation teilzunehmen, weil man dann nur noch unnötig Kilometer auf den Motor fährt.»

«Wir hatten nicht alle Teile.»

Sebastian Vettel

Es hätte mehr Sinn gemacht, die Strafe schon bei der Formel-1-Premiere in Russland auf sich zu nehmen, meinte Vettel - dort hatte er von Beginn an geklagt, dass der Wagen einfach zu langsam sei auf dem neuen Kurs. Nur war Red Bull dazu nicht in der Lage: «Wir hatten nicht alle Teile», erklärte Vettel, dessen Tonlage irgendwo zwischen Ernüchterung, Zynismus und Lustlosigkeit lag nach seinem achten Rang in Sotschi.

Red Bull Formula One driver Sebastian Vettel (L) of Germany talks with Ferrari Formula One driver Fernando Alonso of Spain during a news conference ahead of the Russian Grand Prix in the Sochi Autodrom circuit October 9, 2014. The Russian Grand Prix will take place on Sunday.  REUTERS/Laszlo Balogh (RUSSIA - Tags: SPORT MOTORSPORT F1)

Alonso erklärt Vettel, dass der Ferrari auch nicht schneller ist als der Red Bull des Weltmeisters.  Bild: LASZLO BALOGH/REUTERS

Mittlerweile ist der WM-Zweite von 2009 und Weltmeister der Jahre 2010, 2011, 2012 und 2013 sogar auf Rang fünf in der Gesamtwertung abgerutscht, auch noch überholt vom Finnen Valtteri Bottas im Williams. Auf WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton (Mercedes) hat der 27-jährige Deutsche ernüchternde 148 Punkte Rückstand.

Austin, Sao Paulo und Abu Dhabi - dann hat Vettel das schlechteste und bislang erfolgloseste Jahr seiner Formel-1-Laufbahn geschafft, ehe er - wenngleich immer noch unbestätigt - im Ferrari eine neue Ära einleiten will. (si/dpa/zap)



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    Alle Leser-Kommentare
  • saukaibli 13.10.2014 13:47
    Highlight Highlight Ich find's sympatisch, dass er sich wenigstens getraut direkt die Wahrheit zu sagen. In der Sache hat er ja recht und in seiner Situation wäre ich auch sarkastisch.
    Dass er reklamiert über das Auto, das nun mal überhaupt nicht zu seinem Fahrstil passt, finde ich nicht aussergewöhnlich. Andere machen aber genau das Gleiche, wenn sie sich getrauen. Und je nach Team - wie z.B. bei Ferrari - wird dann halt gleich mit Kündigung gedroht.
  • mrgoku 13.10.2014 12:37
    Highlight Highlight Taschentuch für Vettel. Der am meisten überbewerteter F1 Fahrer aller Zeiten! Ausser jammern und alle anderen kritisieren kann er nichts. Schuld ist er sowieso nie... und wegen den Regeln weinen? Die sind ja für alle gleich... lieber mal in den Spiegel schauen uns sich fragen wieso Ricciardo in jedes Rennen degradiert!
  • Zeit_Genosse 13.10.2014 11:53
    Highlight Highlight Bei der F1 zählt das Auto und Team. Der Fahrer ist austauschbar (geworden). Es gibt dank der Technik und der Entwicklungsfortschritte immer mehr Fahrer, die am Limit fahren können. So hatte der Vettel bei RedBull Glück so wie es jetzt Hamilton und Rossberg haben (alles Toppiloten). So sind die Vertragspiloten halt verwöhnt, wenn sie in einem Topauto sassen und die Bolide mal weniger her gibt. Dass bei einem Teamwechsel die Spannung beim Piloten nachlässt ist menschlich nur darüber reden macht es nicht sympathischer.
  • Sivu 13.10.2014 11:34
    Highlight Highlight Heul' weiter, du Jammerlappen - und viel Spass bei Ferrari...
  • EvilBetty 13.10.2014 10:12
    Highlight Highlight Das ist ja mal eine professionelle Einstellung!
  • amazonas queen 13.10.2014 09:55
    Highlight Highlight Beschwerden über die "tollen" Regeln sollte er sich verkneifen. Die sind für alle gleich.

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