Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

French Open, Viertelfinals

Männer:

S. Wawrinka – R. Federer 6:4 6:3 7:6

J. W. Tsonga – K. Nishikori 6:1 6:4 5:7 3:6 6:3

Frauen:

A. Ivanovic – J. Switolina 6:3 6:2

L. Safarowa – G. Muguruza 7:6 6:3

Federer vs. Wawrinka beim French Open

Wawrinka nach seinem beeindruckenden Sieg gegen Federer: «Es ist selten, dass bei mir körperlich und mental alles so zusammenpasst»

Stan Wawrinka hat das Schweizer Duell im Viertelfinal des French Opens klar und deutlich für sich entschieden. Der Waadtländer schlägt den Baselbieter dank einer unwiderstehlichen Leistung 6:4, 6:3, 7:6 (7:4) und trifft im Halbfinal auf Jo-Wilfried Tsonga.



>>> Hier gibt es den Liveticker der Partie zum Nachlesen

Nur 2:09 Stunden braucht Stan Wawrinka, um Roger Federer im Viertelfinal der French Open förmlich zu deklassieren. Der Romand zeigt ein perfektes Match und stellt sich danach überglücklich dem Platzinterview: «Roger ist für mich der beste Spieler aller Zeiten und ein guter Freund», sagt Wawrinka. «Es ist immer sehr schwierig, gegen ihn zu spielen. Aber ich habe heute meinen besten Grand-Slam-Match auf Sand gespielt. Es ist selten, dass bei mir körperlich und mental alles so zusammenpasst.»

Wawrinkas Erklärung für den Sieg? Bitteschön: «Seit ich das Australian Open gewonnen habe, weiss ich, dass ich auch die besten schlagen kann. So bin ich auch auf den Platz gekommen. Ich habe von Beginn an aggressiv gespielt und ihm keine Zeit gelassen. Das hat sich ausbezahlt. Ich bin wirklich sehr glücklich.»

Bild

Die Statistiken zum Spiel. bild: Screenshot Srf

Wawrinka steht beim elften Versuch erstmals in Paris im Halbfinal. Der Weltranglisten-Neunte ist im Schweizer Duell  bei schwierigen Verhältnissen mit viel Wind der klar stärkere Spieler und kommt verdient zum dritten Erfolg gegen Federer, dem ersten bei einem Grand-Slam-Turnier. 16 Mal hat er gegen den scheinbar übermächtigen Landsmann verloren, viermal bei einem Major. Von einem «Federer-Komplex» ist aber nichts zu sehen.

Wawrinka gibt von Beginn an den Ton an. Schon im ersten Game der Partie erspielt er sich dank vier Winnern zwei Breakchancen, die er nicht nutzt. Federer hat kaum mal ein ruhiges Aufschlagsspiel. Wawrinka drückt wenn möglich gnadenlos aufs Tempo und schlägt zudem sehr stark auf. Im ersten Satz bieten sich Federer vier Möglichkeiten den zum 1:3 eingehandelten Breakrückstand wettzumachen. Viermal wehrt Wawrinka die Versuche von Federer souverän und zum Teil brillant ab.

Animiertes GIF GIF abspielen

Der verwandelte Matchball. gif: Srf

Federer zeigt in seinem 44. Grand-Slam-Viertelfinal sicherlich nicht seine beste Leistung. Doch ihm bleibt angesichts der Überlegenheit von Wawrinka nichts anderes übrig, als Neues zu versuchen. Doch auf alles weiss der Australian-Open-Champion von 2014 eine Antwort. 

Animiertes GIF GIF abspielen

Wawrinka ist von der Grundlinie der klar bessere Spieler. gif: Srf

Im bisherigen Verlauf des Turniers waren Netzangriffe für Federer ein gutes Mittel gewesen, nicht so gegen Wawrinka. Dieser erspielt sich das Break im zweiten Umgang zum 4:3 nach einem Netzangriff von Federer und bereitet etwas später den Satzgewinn mit zwei herrlichen Passierbällen vor.

Roger Federer of Switzerland argues with a referee during his men's quarter-final match against his compatriot Stan Wawrinka during the French Open tennis tournament at the Roland Garros stadium in Paris, France, June 2, 2015.                REUTERS/Vincent Kessler

Diskussionen ganz zum Schluss: Stuhl-Schiedsrichter Kader Nouni schenkt Stan Wawrinka im Tiebreak des dritten Satzes das entscheidende Minibreak. Sehr zum Ärger von Roger Federer. Bild: VINCENT KESSLER/REUTERS

Im dritten Umgang ist Wawrinka nicht mehr so präsent und überlegen. Im Tiebreak zeigt er von der Grundlinie aber wieder seine ganze Klasse. Der Waadtländer marschiert ohne sichtbare Nervenanspannung Richtung Sieg. Nach zwei Stunden und neun Minuten verwertet er den zweiten Matchball mit einem Volley.

Federer gibt sich kämpferisch

Federer gibt sich nach der Partie als fairer Verlierer: «Stan war bei den wichtigen Punkten unheimlich stark», erklärte der Baselbieter. «Er hat mir nur wenig Chancen zugestanden und wirklich unglaublich gut gespielt.» Die freien Tage geniesst Federer jetzt mit der Familie. «Ich werde eine gute Zeit haben.» Doch dann beginnt auch schon die Vorbereitung auf die Rasen-Saison. «Wimbledon ist mein grosses Ziel. Da will ich gewinnen.»

Bild

Federer an der Pressekonferenz. bild: Twitter

Im Halbfinal trifft Wawrinka am Freitag auf den Einheimischen Jo-Wilfried Tsonga (ATP 15), der den Japaner Kei Nishikori (ATP 5) 6:1, 6:4, 4:6, 3:6, 6:3 schlug. Zwischen Wawrinka und Tsonga steht es in den Direktbegegnungen 3:3 und der Romand gibt sich zuversichtlich. «Ich habe gegen ihn zuletzt ein unglaubliches Spiel gezeigt. Jetzt habe ich zwei freie Tage, werde trainieren und dann bereit sein, wenn es soweit ist.» (pre/si)

Reaktionen auf Wawrinkas Sieg

Die grössten Schweizer Tennis-Erfolge

Kennst du schon die watson-App?

Über 150'000 Menschen nutzen bereits watson für die Hosentasche. Unsere App hat den «Best of Swiss Apps»-Award gewonnen und wurde unter «Beste Apps 2014» gelistet. Willst auch du mit watson auf frische Weise informiert sein? Hol dir jetzt die kostenlose App für iPhone/iPad und Android.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Mit diesen 4 neuen Regeln will die ATP das Tennis revolutionieren

Heute beginnt in Mailand die erste Austragungen der «Next Gen Finals». Beim Masters der besten U21-Spieler werden neue Regeln getestet, die das Tennis spektakulärer und moderner machen sollen.

Das Rampenlicht auf der ATP-Tour gehört mehrheitlich den etablierten Spielern. Die Hälfte der Top 20 ist derzeit 30-jährig oder älter. Um den Jungen eine Plattform zu bieten, hat die ATP die Kampagne «Nextgen» lanciert, nach dem Vorbild der «New Balls», zu deren Aushängeschilder vor 16 Jahren spätere Grössen wie Roger Federer, Andy Roddick, Marat Safin, Gustavo Kuerten, Juan Carlos Ferrero oder Lleyton Hewitt gehörten.

Von den aktuellen Hoffnungsträgern ragt Alexander Zverev heraus, der in …

Artikel lesen
Link zum Artikel