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epa04390282 Scotland's Ikechi Anya celebrates after scoring the 1-1 equalizer during the UEFA EURO 2016 qualifying soccer match between Germany and Scotland in Dortmund, Germany, 07 September 2014. Germany won 2-1.  EPA/KEVIN KUREK

Pure Freude: Anya jubelt über den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleichstreffer. Bild: EPA/DPA

Neuer bezwungen

Verloren, aber trotzdem auf Wolke sieben – der schottische Torschütze Anya kann sein Glück kaum fassen

Schottland verlor gestern gegen Deutschland in der EM-Qualifikation zwar mit 1:2. Aber Stürmer Ikechi Anya scheint der Niederlage aber keine Träne nachzuweinen.



Wir kennen sie nur allzu gut: die Plattitüden von Fussball-Profis im Interview nach dem Match. Egal ob sie soeben gewonnen, verloren, einen Hattrick geschossen, oder ein erfolgreiches Comeback gegeben haben: im Vordergrund steht immer die Leistung der Mannschaft. Wichtig ist nie, wie die eigene Performance war.

Hat der Fussballer soeben einen herrlichen Doppelpack erzielt, seine Mannschaft aber trotzdem mit 2:3 verloren, dann ist er natürlich «bitter enttäuscht» und kann sich über seine Treffer «gar nicht richtig freuen.» Wer's glaubt, wird selig!

Ikechi Anya hält von diesem fussballerischen Verhaltenskodex offensichtlich nicht allzu viel. Der schottische Flügelspieler erzielt im gestrigen EM-Qualispiel gegen Deutschland im proppenvollen Signal Iduna Park in der 66. Minute den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich und freut sich wie ein kleines Kind. Darf er; sein Antritt war schliesslich auch Extraklasse und auch am Abschluss gibt's nichts zu meckern.  

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Anyas Treffer in der 66. Minute. gif: footyroom.com

DORTMUND, GERMANY - SEPTEMBER 07:  Ikechi Anya of Scotland celebrates his team's first goal during the EURO 2016 Qualifier match between Germany and Scotland at Signal Iduna Park on September 7, 2014 in Dortmund, Germany.  (Photo by Simon Hofmann/Bongarts/Getty Images)

Nach dem Treffer gibt es bei Anya kein Halten mehr. Bild: Bongarts

DORTMUND, GERMANY - SEPTEMBER 07:  Ikechi Anya of Scotland celebrates his team's first goal during the EURO 2016 Qualifier match between Germany and Scotland at Signal Iduna Park on September 7, 2014 in Dortmund, Germany.  (Photo by Simon Hofmann/Bongarts/Getty Images)

Die Emotionen müssen raus. Bild: Bongarts

DORTMUND, GERMANY - SEPTEMBER 07:  Ikechi Anya of Scotland celebrates his team's first goal with his team mates Steven Naismith (C) and Steven Fletcher (R) during the EURO 2016 Qualifier match between Germany and Scotland at Signal Iduna Park on September 7, 2014 in Dortmund, Germany.  (Photo by Simon Hofmann/Bongarts/Getty Images)

Naysmith und Fletcher feiern mit dem Torschützen. Bild: Bongarts

Die Freude bleibt – trotz der Niederlage

Der grosse Jubel des 26-jährigen Watford-Spielers ist verständlich. Man schiesst ja auch nicht alle Tage ein Tor gegen den amtierenden Weltmeister. Und wenn da auch noch Stürmer-Schreck Manuel Neuer im Kasten steht, ist die Freude über das Erreichte natürlich umso grösser. 

So ekstatisch Anyas Treffer auch bejubelt wird, bringen tut er der schottischen Nationalmannschaft letzten Endes wenig. Thomas Müller kennt keine Gnade mit den (noch?) Briten und sorgt mit seinem zweiten Treffer des Abends dafür, dass die Schotten mit einer Niederlage im Gepäck zurück auf die Insel fliegen müssen.

Und wie steht es nach der Niederlage um die Psyche von Ikechi Anya? Ist er «bitter enttäuscht»? Kann er sich «gar nicht richtig freuen»? Denkste! Der Schotte zelebriert seinen Treffer gegen Neuer auch noch einen Tag später. Und zwar mit der selben Klasse wie er tags zuvor seine Kiste gemacht hat. Ist doch viel authentischer, sympathischer und ehrlicher so, nicht?

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