Sport
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Super League, 6. Runde

Basel – Lugano 2:1 (1:0)

Luzern – YB 2:2 (1:2)

Thun – Sion 0:1 (0:1)

Basels Spieler freuen sich mit Kemal Ademi, Mitte, ueber sein 2:0 im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Basel 1893 und dem FC Lugano im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Sonntag, 1. September 2019. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Traf doppelt: Kemal Ademi (Mitte) lässt sich feiern. Bild: KEYSTONE

Der FC Basel ist neuer Leader, weil YB in Luzern Punkte liegen lässt



Luzern – YB

Die Young Boys bleiben auch im sechsten Saisonspiel ungeschlagen. Beim zuletzt kriselnden FC Luzern kam der Meister aber nicht über ein Unentschieden hinaus. Nach drei Pleiten in Folge punkteten die Innerschweizer wieder einmal.

Die Luzerner mit Lucas Alves, links, feiern das Tor zum 2:2 beim Super League Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Luzern und dem BSC Young Boys vom Sonntag, 1. September 2019 in Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

FCL-Torschütze Lucas knöpft sich nach seinem Treffer zum 2:2 das Cornerfähnli vor. Bild: KEYSTONE

Ibrahima Ndaye hatte den FCL in Führung gebracht, doch noch vor der Pause wendete Jean-Pierre Nsame mittels Penalty und Roger Assalé die Partie. Lucas mit seinem Treffer zum 2:2 sorgte dafür, dass YB die Tabellenführung abgeben musste.

«Es wäre nicht korrekt gewesen, wenn wir für diese Leistung nicht mit einem Punkt belohnt worden wären.»

Thomas Häberli, Luzern-Trainer

Fünf Tage nach dem Scheitern in den Champions-League-Playoffs begann der Meister schwach, steigerte sich aber nach dem Rückstand sichtlich, um mit der Führung im Rücken in den Verwaltungsmodus zu geraten. Ein letztes Aufbäumen in der Schlussphase kam zu spät. Nach dem Platzverweis gegen Christian Schwegler (92.) wäre der Siegestreffer für die Berner aber beinahe doch noch gefallen: Der Freistoss von Gianluca Gaudino wurde aber abgelenkt und flog um Zentimeter am Luzerner Tor vorbei.

«Wir sind in dieser Saison noch immer ungeschlagen. Das muss man auch mal erwähnen. Wir sind bereit für die nächsten Wochen.»

Fabian Lustenberger, YB-Abwehrchef

Basel – Lugano

Neuer Tabellenführer ist der FC Basel. Er schlug den FC Lugano mit 2:1, wobei Kemal Ademi mit seinen beiden Treffern der Matchwinner war. Der von Neuchâtel Xamax geholte Angreifer traf in der 27. und in der 48. Minute zum verdienten Sieg. Ademi hat in fünf Super-League-Einsätzen für seinen neuen Klub fünfmal getroffen und in den letzten 12 Meisterschaftspartien saisonübergreifend zehnmal.

Erst in der letzten Viertelstunde reduzierte Basel das Tempo und beschränkte sich darauf, das Erreichte zu verwalten. Dass es sich überhaupt noch Sorgen um die drei Punkte machen musste, lag an der mangelhaften Effizienz oder um es positiv auszudrücken: an den vielen guten Paraden von Luganos Goalie Noam Baumann. Der 23-Jährige ermöglichte seinen Vorderleuten einen Schlussspurt mit Perspektiven. Nicola Dalmonte erzielte in der 87. Minute das 1:2 und kurz darauf musste Jonas Omlin gegen Marco Aratore mit dem Fuss parieren.

Luganos Torhueter Noam Baumann wehrt einen Ball ab im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Basel 1893 und dem FC Lugano im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Sonntag, 1. September 2019. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

An ihm lag's nicht: Lugano-Goalie Baumann zeigte einige gelungene Paraden. Bild: KEYSTONE

Dank dem Sieg reist Basel in der nächsten Runde – nach der Länderspielpause – am 22. September als Leader zum Spitzenspiel zu Meister YB. «Das fühlt sich super an. Der FCB hat den Anspruch, von da oben zu grüssen», meinte Silvan Widmer im «Teleclub».

«Diese Partie ist noch sehr weit weg. Ich schaue nicht auf die Tabelle, sondern auf die Entwicklung. Und diese stimmt.»

Gerardo Seoane, YB-Trainer zum Spitzenspiel gegen Basel

Thun – Sion

Der FC Sion etabliert sich in der Super League allmählich als dritte Kraft hinter Basel und YB. Das 1:0 in Thun ist der vierte Sieg der Walliser in Folge in der Meisterschaft. Ein solche Serie glückte den Sittenern im Herbst 2017. Damals hiess der Trainer noch Peter Zeidler.

Thuns Basil Stillhart, links, im Duell mit Sions Anto Grgic im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Thun und dem FC Sion, am Sonntag, 1. September 2019, in der Stockhorn Arena in Thun. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Hoch das Bein! Stillhart (links) im Duell mit Grgic. Bild: KEYSTONE

Die Thuner Defensive musste den frühen und letztlich entscheidenden Rückstand auf ihre Kappe nehmen. Pajtim Kasami schlug auf gut Glück von der Höhe des eigenen Strafraums einen langen Ball, den Ermir Lenjani hinter der Thuner Abwehr mühelos aufnehmen konnte. Der polyvalente, diesmal wieder in einer offensiven Position eingesetzte Albaner bezwang Thuns Goalie Andreas Hirzel mit einem Heber. Hirzel ersetzte Guillaume Faivre, der sich in den letzten Spielen verschiedene Fehler geleistet hatte.

Die Sittener taten nach der Führung wenig für das Spiel, während die Thuner in der ersten Hälfte hätten ausgleichen oder gar in Führung gehen müssen: Simone Rapp traf mit einem Kopfball die Latte, und wenig später verfehlte Basil Stillhart aus etwa zehn Metern das leere Tor. In der zweiten Halbzeit fanden sich die Berner Oberländer gegen den jetzt deutlich defensiver spielenden Gegner weniger Gut zurecht. (ram/sda)

Die Tabelle

Bild

tabelle: srf

Die Telegramme

Basel - Lugano 2:1 (1:0)
21'912 Zuschauer. - SR Fähndrich.
Tor: 27. Ademi (Bua) 1:0. 48. Ademi (Frei) 2:0. 86. Dalmonte (Holender) 2:1.
Basel: Omlin; Widmer, Cömert, Alderete, Petretta; Xhaka, Frei (82. Kuzmanovic); Stocker, Zuffi (75. Zhegrova), Bua (62. Okafor); Ademi.
Lugano: Baumann; Lavanchy (77. Dalmonte), Kecskes, Maric, Daprelà; Vecsei (77. Rodriguez), Sabbatini, Lovric (62. Bottani), Aratore; Carlinhos, Holender.
Bemerkungen: Basel ohne Van Wolfswinkel (verletzt). Lugano ohne Custodio (gesperrt), Covilo, Da Costa, Macek und Gerndt (alle verletzt). 60. Tor von Daprelà wegen Abseits aberkannt. Verwarnungen: 3. Maric. 18. Holender. 22. Bua. 33. Lavanchy (alle Foul). 82. Kuzmanovic (unerlaubtes Betreten des Spielfeldes). 86. Rodriguez (Foul).

Luzern - Young Boys 2:2 (1:2)
10'911 Zuschauer. - SR Tschudi.
Tore: 22. Ndiaye (Margiotta) 1:0. 38. Nsame (Foulpenalty) 1:1. 43. Assalé (Nsame) 1:2. 60. Lucas (Corner Margiotta) 2:2.
Luzern: Müller; Schwegler, Knezevic, Lucas, Grether; Voca, Schulz; Kakabadse (59. Eleke; 94. Sidler), Ndiaye, Schürpf; Margiotta (67. Ndenge).
Young Boys: Von Ballmoos; Lotomba (71. Janko), Sörensen, Fabian Lustenberger, Garcia; Aebischer, Sierro; Assalé, Fassnacht (75. Gaudino), Ngamaleu (85. Mambimbi); Nsamé.
Bemerkungen: Luzern ohne Matos (nicht spielberechtigt), Young Boys ohne Camara, Lauper, Spielmann, Hoarau, Martins und Sulejmani (alle verletzt). 92. Gelb-Rote Karte gegen Schwegler wegen Fouls. Verwarnungen: 2. Ngamaleu (Foul). 18. Schwegler (Foul). 36. Knezevic (Foul). 41. Ndiaye (Foul). 57. Grether (Foul). 67. Sierro (Foul).

Thun - Sion 0:1 (0:1)
5003 Zuschauer. - SR Schnyder.
Tor: 17. Lenjani (Kasami) 0:1.
Thun: Hirzel; Glarner, Havenaar, Sutter, Kablan (57. Salanovic); Vasic (88. Munsy), Fatkic (68. Chihadeh), Stillhart, Hefti; Castroman, Rapp.
Sion: Fickentscher; Maçeiras, Kouassi, Ndoye, Facchinetti; Zock, Toma; Kasami, Grgic (77. Khasa), Lenjani (90. Fortune); Uldrikis (84. Song).
Bemerkungen: Thun ohne Hediger, Tosetti, Bigler, Karlen, Hunziker, Ziswiler, Rodrigues (alle verletzt), Wanner und Righetti (beide krank). Sion ohne Behrami, Andersson, Adão, Luan, Raphael (alle verletzt), Bamert, Baltazar und Morgado (alle nicht im Aufgebot). 37. Kopfball von Rapp an die Latte. Verwarnungen: 25. Fatkic (Foul), 37. Facchinetti (Foul), 40. Kablan (Foul), 54. Ndoye (Foul), 74. Kasami (Foul), 83. Havenaar (Foul), 87. Castroman (Foul). (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Yokai 01.09.2019 22:29
    Highlight Highlight Wird eine hoffentlich interessante Saison - wenn Sion mithält gibt es einen Dreikampf. Basel und YB wieder auf Augenhöhe! Bleibt Magnin noch lange Trainer, gibts nächstes Jahr Derbys in der Challenge League!
  • Brettspiel 01.09.2019 18:46
    Highlight Highlight Wann kriegt Assale endlich mal ne Karte für seine ewigen Schwalben? (Die Penalty Szene ist nicht gemeint.) Wenn schon VAR, dann dürfte man ihn von mir aus auch gerne dafür einsetzen.
  • flo5 01.09.2019 18:11
    Highlight Highlight Stoppt doch endlich die Spielzeit. Schürpf wird während 4 Minuten auf dem Platz behandelt, darf zudem direkt weiter spielen und bis Schwegler nach seinem peinlichen Geklatsche den Platz verlässt vergehen nochmals einige Minuten. Der überforderte Schiri pfeift nach 6 Minuten ab...
    • Oirdnas 01.09.2019 18:33
      Highlight Highlight Schürpf war kurz draussen ;) Aber ja, Tschudi war schlichtweg komplett überfordert. Die gelb-rote Karte ist ein riesen Witz, da 30 Sekunden zuvor Ndenge auf der Gegenseite klar gefoult wird - und er war eigentlich durch Richtung Tor.. Meisterbonus ahoi!
    • Willy Tanner 01.09.2019 20:36
      Highlight Highlight Wahrscheinlich hat der nichtmal absichtlich für yb gepfiffen, sondern war schlichtweg komplett überfordert!

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