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Hobbits all 4

Die vier Basel-Helden der letzten Jahre: Huggel, Streller, Frei und Stocker (von links). Bild: keystone / watson

4 Spieler, 4 Jahre europäischer Zauberfussball – mit Strellers Dernière geht ein Helden-Epos zu Ende

Manchester United ausgeschaltet, Tottenham besiegt und dem FC Basel viel, viel Respekt verschafft. Das Quartett Huggel, Stocker, Frei und Streller sorgte im europäischen Geschäft für unzählige Basler Glanzmomente. Jetzt ist keiner mehr da.

corsin manser, porto



Die vier Gefährten – 2011/12

Benjamin Huggel, Marco Streller, Alex Frei und Valentin Stocker, von links nach rechts, auf dem Weg zum Training in Basel am Dienstag, 2. November 2010. Der FC Basel spielt am Mittwoch in der Champions League gegen die AS Roma. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Bild: KEYSTONE

Im Herbst 2011 machten sich vier Gefährten auf, um endlich mal aus dem eigenen Land auszubrechen und das grosse, weite Europa zu erkunden. Seit vielen Jahren sorgte man nämlich nur noch in den heimischen Gefilden für Musik.

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Angeführt von einem bärenstarken Alex «Frodo» Frei lehrte man den Grossen schnell das Fürchten. Beim Fussball-Giganten Manchester United erspielten sich die kleinen Schweizer doch glatt ein 3:3-Unentschieden. David gegen Goliath – Hobbit gegen Nazgûl.

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bild: keystone / watson

Doch ohne den treuen Begleiter Marco «Sam» Streller hätte Anführer Frei gegen die übermächtigen Gegner auch nichts ausrichten können. Streller spielte seinen Part perfekt und warf die Nazgûl aus England mit seinem Treffer im letzten Gruppenspiel völlig überraschend aus dem Turnier. 

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Genug hatten die tapferen Jungs aus der kleinen Schweiz nach diesem Triumph allerdings noch lange nicht. Valentin «Pippin» Stocker war die Statistenrolle satt und stach den Orks aus München im Achtelfinal kurz vor Schluss mitten ins Herz. 

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Die dunkle Bayern-Armee mobilisierte darauf alle Kräfte und verteilte den tapferen Jungs vom Rheinknie eine schallende Ohrfeige. Seit diesem Tag werden im Basler Wörterbuch «Mordor» und «Allianz-Arena» als Synonyme aufgeführt. 

Der kämpferische Beni «Merry» Huggel war am Schicksalsberg übrigens nicht mehr in Kampfmontur mit dabei. Er verabschiedete sich von der internationalen Bühne beim 1:0 im Hinspiel. Immer dann aufhören, wenn's am schönsten ist!

This is Basel! – 2012/13

Basel's Valentin Stocker, Alex Frei and Marco Streller, from left, cheer after scoring during the Super League soccer match between FC Basel 1893 and Grasshopper Club Zuerich at the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, on Sunday, November 18, 2012. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Da waren es also nur noch drei. Und der Kampf um Mitteleuropa verloren. Aber Basel verteidigen und die Ehre retten, das konnte man noch. 

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Und so zapfte König Alex «Leonidas» Frei in jenem Jahr seine letzten Reserven an und zog zum letzten Mal in eine Schlacht. An der White Hart Lane in London reichte seine Kraft dann nicht mehr. Er musste das Schlachtfeld frühzeitig verlassen und würde nie mehr zurückkehren. 

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Doch das war alles halb so wild, denn seine Kumpanen um Valentin «Artemis» Stocker rangen den Gegner auch ohne ihren König nieder. Auch wenn die Londoner noch so übermächtig schienen, im Elfmeterschiessen machte das kleine Basel, was es zu jener Zeit am besten konnte: Überraschen. 

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Im Halbfinal war dann aber leider Endstation. Für einen Sieg hätte Marco «Dilios» Streller wohl sogar ein Auge geopfert, doch es sollte nicht sein. Aber Ehre, Respekt und Ruhm hatte man sich definitiv verschafft: This is Basel!

Vier Füsse für ein Halleluja –2013/14

Basel's Marco Streller, right, celebrates with teammate Valentin Stocker after scoring the 2-0 during the UEFA Europa League round of 32 first leg soccer match between Switzerland's FC Basel and Ukraine's FC Dnipro Dnipropetrovsk at the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, Thursday, February 14, 2013. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bild: KEYSTONE

Vier Helden waren es einmal – jetzt nur noch zwei. Wie sollte das verbleibende Duo das hohe Niveau bloss halten können?

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Die Antwort lautete: Kämpfen, kämpfen und nochmals kämpfen. Wie zum Beispiel in Salzburg, als man mit einem Mann weniger das Spiel noch drehen konnte. Marco «Bud» Streller traf den wunden Punkt der naiven Österreicher damals haargenau. 

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Und Valentin «Terence» Stocker? Der kämpfte zwar auch viel, überzeugte aber auch durch seine listige Art. Wie zum Beispiel bei seinem überragenden Lob-Treffer im Viertelfinal-Hinspiel gegen Valencia. 

Danach betrat Stocker mit dem FC Basel nie mehr europäischen Boden, bei der 0:5-Klatsche im Rückspiel fehlte er verletzungsbedingt. Wäre er ebenfalls mit von der Partie gewesen, dann hätte es mit der erneuten Halbfinal-Qualifikation vielleicht geklappt. Denn immerhin war das Duo Streller/Stocker in jener Saison so etwas wie «Vier Füsse für ein Halleluja».

I am Legend – 2014/15

Basel's Marco Streller, right, celebrates his first goal, during an UEFA Champions League group B matchday 2 soccer match between Switzerland's FC Basel 1893 and Britain's Liverpool FC in the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, on Wednesday, October 1, 2014. (KEYSTONE/Patrick Straub)

Bild: KEYSTONE

Und auf einmal war Marco Streller ganz allein und musste die Basler Truppe trotzdem auf der Erfolgsspur halten. Und er tat dies mit Bravour. Streller schoss Liverpool ab und führte Basel als Captain in die K.o.-Phase der Champions League. Auch wenn sein letzter Kampf auf internationalem Boden gestern Abend ernüchternd ausfiel, weiss der letzte der vier Basel-Helden ganz genau: «I am Legend!»

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bild: keystone / watson

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    Alle Leser-Kommentare
  • Plebs 11.03.2015 21:44
    Highlight Highlight Gleichzeitig auch der meistgehasste Spieler der Schweiz
    • Plebs 12.03.2015 23:42
      Highlight Highlight Neid hat doch nicht immer was mit hass zu tun? -ich würde stocker auch nicht mögen wenn er erfolg hätte^^
    • Plebs 12.03.2015 23:43
      Highlight Highlight Jedoch stimmt deine aussage trotzdem:)
  • Sandromedar 11.03.2015 15:05
    Highlight Highlight haha die schallende ohrfeige der bayern... 7:0 könnte man ruhig ausschreiben
    • FredM 11.03.2015 23:12
      Highlight Highlight Oops they did it again

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