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AMSTERDAM, NETHERLANDS - OCTOBER 13:  Robin van Persie of the Netherlands (19) reacts during the UEFA EURO 2016 qualifying Group A match between the Netherlands and the Czech Republic at Amsterdam Arena on October 13, 2015 in Amsterdam, Netherlands.  (Photo by Dean Mouhtaropoulos/Getty Images)

Es ist nicht zu fassen: Holland verpasst die EM-Endrunde 2016.
Bild: Getty Images Europe

«Mein Herz weint, es war schrecklich» – so trauert und lacht die Fussballwelt mit den kläglich gescheiterten Holländern

Holland hätte gestern ein Wunder gebraucht, um sich nach einer verpatzten EM-Quali doch noch für die Endrunde zu qualifizieren. Doch die Elftal scheiterte kläglich und verlor zuhause gegen Tschechien mit 2:3. Frankreich 2016 wird ohne Oranje stattfinden. 



>>> Hier geht es zu den gestrigen Partien

Es ist Tatsache, die holländische Nationalmannschaft wird den nächsten Sommer vor dem TV statt in Frankreichs Fussballstadien verbringen. 

Halt, da stimmt doch etwas nicht! 

Richtig!

Nur gerade 13 Punkte aus 10 Spielen hat die Elftal erspielt. Das reicht nicht einmal für den dritten Platz und die Barrage. In Holland herrscht nach der gestrigen 2:3-Niederlage gegen Tschechien natürlich Katzenjammer. Die Schlagzeile der Zeitung De Telegraaf spricht für sich. 

«Dramatisch, desaströs, skandalös: Keine EM für Oranje.»

Die niederländischen Pendlerzeitung «metro» findet klare Worte

Doch nicht nur die Holländer selber trauern, der Rest der Fussballwelt zeigt erstaunlich viel Mitgefühl. Deutschland, das selber eine durchzogene Quali gezeigt hat, hält sich mit der Häme ziemlich zurück. Irgendwie verliert die EM 2016 durch das Scheitern der Niederlande schon etwas an Farbe.

Nun gut, vielleicht will ich die Häme einfach nicht erkennen, da ich selber Holländer bin. 

Und ja, es tut weh. Oder in den Worten von Robin van Persie:

«Mein Herz weint, es war schrecklich.»

Robin van Persie

Apropos Robin van Persie: Habt ihr sein Eigentor von gestern gesehen? So etwas gibt's doch nicht!

Vor einem Jahr sah das noch so aus: 

Animiertes GIF GIF abspielen

gif: srf/watson

Klar, dass der Stürmer, welcher gestern ganz nebenbei sein 50. Länderspieltor schoss, jetzt der Buhmann ist. Damit kann Robin van Persie allerdings leben: «Das bin ich mir gewohnt, ich musste während meiner ganzen Karriere Kritik einstecken.» Er wolle jetzt nach vorne blicken, denn es stünden viele vielversprechende, junge Spieler in den Startlöchern.

Der 32-Jährige selber will trotz der Enttäuschung weiterhin für die Elftal spielen. «Ich bin nicht einer, der in schwierigen Situationen wegläuft», so van Persie gegenüber der niederländischen Zeitung AD. «Doch wir müssen jetzt wahrscheinlich ein ganzes Jahr lang in einen sehr sauren Apfel beissen.» 

Schock für französische Camping-Blatz-Besitzer

Wenig zu lachen haben auch die französischen Camping-Platz-Besitzer. Ihr Budget für 2016 muss nach dem Wegbleiben der zahlreichen Holland-Fans neu geschrieben werden.

Freuen darf sich hingegen Holland-Tourismus. Massenweise Fussballmuffel aus ganz Europa dürften nächsten Juni ins Tulpenland strömen. 

Sogar der Materialwart war schlecht

Den Holländern bleibt nichts anderes übrig, als sich mit der Blamage abzufinden. Eine Qualifikation für die Endrunde hätten sie auch gar nicht verdient gehabt. Da stimmte einfach fast gar nichts zusammen. 

Jetzt müssen alle erst einmal über die Bücher. Auch der Materialwart, welcher gestern die Trikots des Island-Spiels recycelte. 

Nebst dem Materialwart steht auch Trainer Danny Blind, welcher das Oranje-Steuer erst vor vier Spielen übernommen hat, in der Kritik. An einen Rücktritt denkt er indes nicht. «Ich glaube nicht, dass ich rückblickend etwas anders gemacht hätte. Ich habe das Team zu einem schwierigen Zeitpunkt übernommen», so der «Bondscoach» nach der Partie.

Das ist eine Ausrede die teilweise ihre Berechtigung hat. Ich persönlich sehe es jedoch viel eher so wie der folgende Twitter-User: «Ja, hört mal zu, das war auch nicht ganz fair hey, wir waren mit dem besten Dritten von allen in der Gruppe!»

Diese Teams haben sich für die EM 2016 qualifiziert

1 / 26
Die 24 Teilnehmer der EM 2016
quelle: getty images europe / alex livesey
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