Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

WM-Vergabe: DFB vertuschte offenbar Hinweise auf Korruption



Der Deutsche Fussball-Bund DFB hat in der Affäre um die Vergabe der Weltmeisterschaft 2006 nach Informationen der Süddeutschen Zeitung sowie der TV-Sender NDR und WDR jahrelang Dokumente und Hinweise vertuscht, die auf Korruption oder zumindest dubiose Geschäfte hindeuten. Das hätten Recherchen ergeben, schrieb die Süddeutsche Zeitung am Mittwochabend.

German soccer fans cheer as Germany scores the first goal during the World Cup soccer match Germany against Ecuador as they watch the game on a giant TV screen at the public viewing area in Berlin, Tuesday, June 20, 2006. The other teams in Group A are Costa Rica and Poland.  (AP Photo/Franka Bruns) ** zu unserem Paket 'DEU FUSSBALL WM RUECKBLICK' **

Fans bei der WM 2006 in Berlin.
Bild: AP

Die Medien stützen sich auf die Ermittlungen der Kanzlei «Freshfields». Stefan Hans, der frühere Vize-Generalsekretär im DFB, soll gegenüber den Ermittlern von einer relevanten Verschleierung gesprochen haben. Freshfields untersucht die Affäre im Auftrag des DFB. Dem Vize-Generalsekretär wurde im Zug des Skandals vom Verband gekündigt.

Als konkretes Beispiel für mögliche Bestechungsversuche nannte Stefan Hans, der langjährige Vertraute des zurückgetretenen DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach, die ominöse Afrika-Hilfe für sieben Millionen Euro, die der Weltverband FIFA nach der WM-Vergabe vom deutschen Organisationskomitee gefordert hatte. Danach sollten mit dem Geld in Afrika Bolzplätze gebaut werden.

Die Plätze hätten den Aussagen von Hans zufolge aber «wohl nicht sieben Millionen Euro gekostet». Freshfields geht nun der Spur nach, «ob diese Millionen-Hilfe ein Ausgleich dafür sein sollten, dass Südafrika die Abstimmung in der FIFA über die WM 2006 gegen Deutschland verloren hatte».

(sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Unvergessen

Bei der Tragödie im Heysel-Stadion werden 39 Fussballfans zu Tode getrampelt

29. Mai 1985: Als alles vorbei ist, werden 39 Todesopfer gezählt. 454 Menschen sind teils schwer verletzt. Die Massenpanik im Brüsseler Heysel-Stadion erschüttert die Fussballwelt in ihren Grundfesten.

Es ist ein herrlich milder und sonniger Frühsommertag in der belgischen Hauptstadt Brüssel. Beste äussere Bedingungen für ein grosses Spiel zwischen Liverpool und Juventus Turin im Europacup der Landesmeister. Alles deutet auf einen Final in ruhigen, geordneten Bahnen hin.

Niemand kann die Eskalation der Gewalt erahnen, die am Abend auf den Stehplatzrängen der altehrwürdigen Heysel-Arena zu einer der schlimmsten Katastrophen in der Geschichte des Sportes führen sollte.

Was geschah damals? Wie …

Artikel lesen
Link zum Artikel