Ex-Sittener Cunha provoziert nach Schlusspfiff einen Japaner – das steckt dahinter
Brasilien hat sich in einem packenden Duell mit Japan das Ticket fürs WM-Sechzehntelfinale gesichert. Gabriel Martinelli schoss den Rekordweltmeister tief in der Nachspielzeit zum 2:1-Sieg. Nach dem Schlusspfiff bejubelten die Südamerikaner nicht nur ihren Triumph, sie schickten auch eine Botschaft in Richtung des Gegners.
Matheus Cunha, einst vom FC Sion in die Bundesliga gewechselt, zeigte mit seiner Hand erst eine Fünf, schob dann eine Geste nach, die signalisierte: Beruhige dich. Er selbst blieb aber keineswegs ruhig, rief etwas in Richtung japanischer Delegation und hielt alle fünf Finger in die Höhe.
O Matheus Cunha fazendo 5 com a mão 🖐🏽 e mandando o jogador do Japão baixar a bola e ter respeito foi ó 👌🏽#BRAxJAP pic.twitter.com/ydrLU9zwme
— Camarote da República (@camarotedacpi) June 29, 2026
Damit verwies Cunha auf die Anzahl an WM-Titeln, die Brasilien bisher ergattert hat. 1958, 1962, 1970, 1994 und 2002 gewannen die Südamerikaner den Titel, sind daher der Rekordweltmeister. Die Geste ging in Richtung des Japaners Kento Shiogai, der in der Bundesliga engagiert ist.
Der Profi des VfL Wolfsburg hatte im Vorlauf der Partie gesagt, dass Brasilien nicht mehr so stark wie einst sei. «Ich glaube, das ist ein Gegner, den wir schlagen können. Es ist nicht mehr das Brasilien von früher», meinte Shiogai. Die Einordnung des Japaners hatte unter anderem rassistische Kommentare von brasilianischen Fans nach sich gezogen.
Und auch Cunha wollte die Bemerkung offenbar nicht auf sich sitzen lassen. Auf die Geste angesprochen, sagte er: «Ich habe nichts gegen Japan, sie sind grossartig. Aber Kento Shiogai hat ein paar Dinge über Brasilien gesagt, die wir nicht akzeptieren können. Es geht um Respekt für uns und unser Trikot.»
Auf dem Platz hat den Asiaten nicht viel gefehlt. Beim Aufeinandertreffen mit der Seleçao waren sie in Führung gegangen, am Ende aber hielt die Serie der Brasilianer, die seit 1986 immer das WM-Achtelfinale erreicht haben. Dort wartet der Sieger aus dem Duell zwischen der Elfenbeinküste und Norwegen.

