Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Grasshopper Marco Djuricin blickt enttaeuscht im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem Grasshopper Club Zuerich und dem Neuchatel Xamax FCS im Letzigrund, am Sonntag, 17. Februar 2019 in Zuerich.  (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Leider kein Osternest gefunden: GC-Spieler Djuricin. Bild: KEYSTONE

«Jetzt müssen wir die Eier in die Hand nehmen» (dies ist kein Oster-Artikel)

Für die Grasshoppers wird der Rückstand zum rettenden 9. Platz grösser. Kein Grund für die Zürcher, sich jetzt schon mit dem Abstieg abzufinden.



Zürich, 16.45 Uhr: Kurz vor der Pause erheben sich die GC-Fans im Letzigrund und jubeln. Es ist vor ihnen auf dem Rasen zwar nichts Aufregendes geschehen, doch in Neuenburg hat der FC Thun soeben gegen Xamax das 1:0 erzielt. Und weil in Zürich GC ebenfalls führt, beträgt der Rückstand der Grasshoppers in der Live-Tabelle auf Xamax nur noch einen Punkt.

abspielen

Die Highlights von GC – Lugano. Video: YouTube/SRF Sport

Zürich, 17.50 Uhr: Das Bild hat sich ins Gegenteil verkehrt. GC liegt am Boden, in Neuenburg jubelt Raphael Nuzzolo. Eben hat Schiedsrichter Stephan Klossner in Zürich abgepfiffen – 1:1 zwischen GC und Lugano. Und in Neuenburg hat Nuzzolo Xamax mittels Freistoss spät noch zum Sieg geschossen. Nun liegen die Zürcher sechs Punkte hinter den Neuenburgern.

abspielen

Die Highlights von Xamax – Thun. Video: YouTube/SRF Sport

Zürich, 18.00 Uhr: GC-Torschütze Marco Djuricin hat sich vom Rasen aufgerappelt und sagt, was beim Rekordmeister nun wirklich alle denken müssen:

«Jetzt wird es richtig eng.»

Doch der Stürmer, der erstmals seit Mitte Februar wieder in der Startformation gestanden und erstmals seit September 2018 ein Tor erzielt hat, bleibt positiv. «Aufgeben ist keine Option», so der Österreicher. Und ein simples Rezept, wie diese Saison doch noch zu einem guten Zürcher Ende kommen könnte, liefert er auch gleich nach:

«Jetzt müssen wir die Eier in die Hand nehmen.»

Im Spiel zuvor hatten die Grasshoppers tatsächlich ein Lebenszeichen gesendet. Sie spielten aggressiv und mit Emotionen. So ganz anders als in den letzten Spielen unter dem Anfang März entlassenen Thorsten Fink. Und auch ganz anders als in der Partie vor zwei Wochen in Sion, als sie chancenlos 0:2 zurücklagen, ehe die eigenen Fans mit Petardenwürfen den Spielabbruch provozierten.

Grasshopper Trainer Tomislav Stipic beim Fussballspiel der Super League zwische dem Grasshopper Club Zuerich und dem FC Lugano, am Sonntag, 31. Maerz 2019, im Stadion Letzigrund in Zuerich. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Stipic holt seinen ersten Punkt als GC-Trainer. Bild: KEYSTONE

«Wir wollten Siegeswillen zeigen und aktiv auftreten. Das ist uns in der ersten Halbzeit ganz gut gelungen.»

So die Analyse von Trainer Tomislav Stipic. Ausserdem hätten sie «gegen einen starken Gegner gut verteidigt», so der Deutsche.

Sie wollen sich bei GC nicht unterkriegen lassen, nicht wegen der sechs Punkte Rückstand auf Xamax, und nicht nachdem sie gegen Lugano die beste Leistung in der Rückrunde gezeigt hatten. Schon in der nächsten Woche stehen zwei Runden auf dem Programm. GC spielt in St.Gallen, gegen den Gegner, den man als letzten hat schlagen können, und gegen den FCZ, im Derby, in dem bekanntlich so viel möglich sein soll. Trainer Stipic:

«Zum Glück gibt es jetzt eine englische Woche. Da haben wir keine Zeit, um zu viel nachzudenken.»

Grasshopper Goalie Heinz Lindner kassiert das Tor zum 1:1 gegen Luganos Carlinhos Junior (11) beim Fussballspiel der Super League zwische dem Grasshopper Club Zuerich und dem FC Lugano, am Sonntag, 31. Maerz 2019, im Stadion Letzigrund in Zuerich. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Lindner hat beim Gegentor das Nachsehen, rettet GC in der Schlussphase aber das Unentschieden. Bild: KEYSTONE

Ob sie am Ende können, bleibt eine Frage. Dass sie wollen, ist ganz klar. Es ist das GC-Motto: «Aufgeben ist keine Option.» Oder wie Torhüter Heinz Lindner sagte:

«Wir werden bis zum Ende an uns glauben.»

Wer steigt ab?

Die nächsten Runden

27. Runde
Mittwoch, 3. April, 20 Uhr: Lugano - Xamax, St.Gallen - GC, Zürich - Basel.
Donnerstag, 4. April, 20 Uhr: Luzern - YB, Thun - Sion.

28. Runde
Samstag, 6. April, 19 Uhr: GC - Zürich, Xamax - St.Gallen.
Sonntag, 7. April, 16 Uhr: Basel - Lugano, Sion - Luzern, YB - Thun.

(ram/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

«Jesus ist aufgekreuzt» – Schüler über religiöse Feiertage

Mit diesen 5 Tricks gewinnst du jedes Eiertütschen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • cheko 01.04.2019 08:28
    Highlight Highlight Tja als FCZ Fan kann ich die Situation von GC gut nachvollziehen.. Bis zum Ende kämpfen.. Aber manchmal will es einfach nicht sein und der Abstieg wird immer konkreter. In der Chellangle Lague hat man als Absteiger jedoch die Möglichkeit einiges wieder gut zu machen und das Kader wieder neu zusammenzustellen - Die richtige Mischung aus Jung und Alt macht's!
  • felixJongleur 01.04.2019 07:11
    Highlight Highlight Das wird ein heisser Tanz am Mittwoch. Wieder einmal Aufbauhilfe Ost?
  • Eidg. dipl. Tütenbauer 31.03.2019 23:14
    Highlight Highlight Ich hoffe die Hühner wurden gewarnt!
  • Bulwark 31.03.2019 22:40
    Highlight Highlight Bei der Absteigerumfrage fehlt noch die Auswahlmöglichkeit, dass beide Teams runtet müssen. Mit der Barrage & dem allfälligen Gegner (Lausanne/Aarau) aufejden Fall eine plausible Möglichkeit.
    • Ralf Meile 31.03.2019 23:29
      Highlight Highlight Stimmt. Gemeint ist natürlich, wer DIREKT absteigt.
    • Tenno 01.04.2019 07:36
      Highlight Highlight Fehlt auch noch die Option, Bilanz hinterlegen um danach sagen zu können, man sei nicht abgestiegen sondern musste nur wegen der Bilanz runter 😘

Unvergessen

23 kg Sprengstoff machen das legendäre Wankdorfstadion dem Erdboden gleich

3. August 2001: Unkraut, Moder und eine gemeingefährliche Elektrizitätsanlage. 47 Jahre nach dem Wunder von Bern hat das alte Wankdorfstadion seinen Dienst getan und wird gesprengt.

Um Punkt 15 Uhr ist es um das Wankdorfstadion geschehen. Fünf lange und drei kurze Hornstösse dröhnen als letztes Warnsignal über das Areal – dann zündet Sprengmeister Marco Zimmermann die 23-Kilogramm-Ladung des Sprengstoffs Gelamon. Rund viertausend Augenzeugen sehen, wie die ausgeweidete Fussballruine mit einem dumpfen Knall in sich zusammensackt.

Doch das Wankdorf wäre nicht das Wankdorf, wenn es sich widerstandslos ergeben würde. Trotz der akribischen Planung will sich einer der vier …

Artikel lesen
Link zum Artikel