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Die Mannschaft beim Trainingsstart des FC Basel 1893 in Basel, am Dienstag, 18. Juni 2019. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bereits seit einer Woche wird beim FC Basel wieder trainiert. Bild: KEYSTONE

«Es kann schon mal knallen» – das sind die Pläne des neuen FCB-Sportchefs

FCB-Sportchef Ruedi Zbinden spricht erstmals in seiner Funktion als Nachfolger des zurückgetretenen Marco Streller – über sein Team und die Kaderplanung.

Céline Feller / ch media



Wunschlösung – als das wurde Ruedi Zbinden am Freitag in einem Communiqué des FC Basel betitelt, in welchem der Verein vermeldete: Der Rheinfelder ist der neue Sportchef und damit Nachfolger des zurückgetretenen Marco Streller.

Genau eine Woche, nachdem Streller nach Irrungen und Wirrungen rund um den Trainerposten seinen Hut nahm, konnte der FCB diese Lösung präsentieren. Eine interne, ist Zbinden doch der Mann, der nach Gusti Nussbaumer am zweitlängsten im Klub dabei ist und verantwortlich zeichnet für den Aufbau der Scouting-Abteilung.

Im Jahr 2002 hat er diese ins Leben gerufen und in dieser Zeit grosse Namen nach Basel geholt. So entdeckte Zbinden unter anderem Matías Delgado in Argentinien – aber auch einen gewissen Marco Streller auf dem Rankhof. Jenen Mann also, den er nun offiziell in dessen Funktion beerbt.

Zur Person: Ruedi Zbinden

Die Karriere des 60-jährigen Ruedi Zbinden beim FCB begann 1982 als Spieler. Der damals 23-jährige Stürmer wechselte von Nordstern zu Rotblau, wo er dreieinhalb Jahre in der ersten Mannschaft spielte. Nach Stationen bei Grenchen, Wettingen und Bellinzona kehrte er 1989 zurück und spielte weitere vier Jahre für den FCB.

Von 1996 bis 1999 war Zbinden im FCB-Nachwuchs Trainer. Ab 1999 assistierte er zwei Jahre FCB-Chefcoach Christian Gross. Danach begann er den Scouting-Bereich des FCB auf- und auszubauen.​

Seit der Bekanntgabe der Neubesetzung der Sportchef-Stelle war von Zbinden offiziell noch kaum etwas zu hören. Dies hat sich heute Morgen geändert, als sich Zbinden erstmals als Sportchef des FC Basel den Medien stellte. In einer kleinen Gesprächsrunde gab Zbinden Auskunft über ...

... seine Ernennung zum Sportchef:

«Dass ich Sportchef beim FC Basel werde, wurde letzten Donnerstag entschieden. Am Freitag wurde es ja dann kommuniziert und gleichentags habe ich mich der Mannschaft vorgestellt. Vorausgegangen waren dem Entscheid, diesen Job anzunehmen, ein, zwei gute Gespräche mit Präsident Bernhard Burgener. Er ist von sich aus auf mich zugekommen und konnte mich davon überzeugen, dass ich diesen Job mache. Nach 17 Jahren im Scouting, in denen ich weiter weg war von der Mannschaft, musste ich mir Gedanken machen, ob ich das will. Ich hatte diese Position schon unter Gigi Oeri und Christian Gross inne und wusste daher, was ungefähr auf mich zukommen würde.»

Chefscout Ruedi Zbinden foehnt sich die Haare, nachdem ihn die Mannschaft in den Whirlpool geworfen hatte, in der Kabine des FC Basel nach dem gewonnen Meistertitel, im St. Jakob Park in Basel, am Samstag, 10. Mai 2008. (KEYSTONE/ Georgios Kefalas)

Der damalige FCB-Chefscout Ruedi Zbinden föhnt sich nach dem Titelgewinn 2008 und einem unfreiwilligen Bad im Whirlpool die Haare. Bild: KEYSTONE

... sein Team:

«Ich habe gesagt, dass ich ein bis zwei gute Mitarbeiter haben muss. Ich wollte ein kleines, gutes Team, das harmoniert. Dabei sind dort jetzt Philipp Kaufmann, der bereits unter Marco Streller zum Team der sportlichen Führung gehörte und den ich in diesem Zusammenhang immer wieder getroffen und mit ihm gearbeitet habe. Ihn wollte ich unbedingt in meinem Team. Er übernimmt die Funktion des Sportkoordinators und wird mich unterstützen.

Der Zweite in meinem Team ist Marcel Herzog. Ihn kenne ich sehr gut, weshalb auch ein gewisses Vertrauen besteht. Er ist als Talentmanager bei uns angestellt und wird diese Position auch weiterhin ausüben. Er ist für uns daher eine Brücke in den Juniorenbereich. Nicht mehr mit dabei sein wird Remo Gaugler. Ihm habe ich vor eineinhalb Jahren das Scouting im Jugendbereich übergeben. So wie es aussieht, wird er das weiterhin machen und vielleicht auch sonst noch einen Posten im Juniorenbereich übernehmen. Kaderplaner wird er aber nicht mehr sein.»

... die Zusammenstellung des Kaders:

«Ich bin diesbezüglich im täglichen Austausch mit dem Trainer und dem Staff. Aktuell beobachten wir alle Spieler genau, beispielsweise Afimico Pululu. An ihm hat man gesehen, wie gut einem Spieler eine Ausleihe tun kann. Wir wollen das Kader am Ende nicht zu gross haben. Das Ziel ist es, 25 Spieler zu haben, also 22 Feldspieler plus drei Goalies. Wenn das Kader nicht zu gross ist, haben auch die Jungen eine Chance, mal zu spielen.»

... Zambrano und Serey Die:

«Carlos Zambrano weilt zurzeit an der Copa America und Geoffroy Serey Die am Afrika Cup. Carlos möchte gerne wieder zum FCB zurückkommen. Wir sind in Kontakt mit Dynamo Kiev, denen er noch immer gehört und schauen an, ob es passen könnte, dass er noch mal zu uns kommt. Wir wissen aber noch nicht, wie sich das entwickeln wird. Mit Serey Die stehen wir in Kontakt, es ist auch jemand in Ägypten vor Ort, der ihn immer wieder im Hotel besucht. Er will sich aber im Moment nur auf den Afrika Cup konzentrieren und nichts anderes wissen. Dass er nicht mehr auf der Homepage als Kaderspieler vertreten ist, heissts nichts.»

... die bisherigen Neuzugänge:

«Der Trainer hat gesagt, dass es den einen oder anderen grossen Spieler braucht in der Mannschaft. Darauf haben wir im Scouting geschaut und mit Omar Alderete und Kemal Ademi zwei gute Spieler gefunden. Dass Alderete mit seinen 23 Jahren verhältnismässig alt ist für einen Südamerikaner, der nach Europa kommt, ist wahr. Er ist vielleicht ein Spätzünder, aber wir hoffen, in ihm einen guten Innenverteidiger gefunden zu haben. Er kann mit Druck umgehen, das hat er in Südamerika gelernt, auch wenn er noch nicht so viel Erfahrung und noch nicht so viele Spiele gemacht hat.»

Basels Ricky van Wolfswinkel und Kemal Ademi, von links, beim Trainingsstart des FC Basel 1893 in Basel, am Dienstag, 18. Juni 2019. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Kemal Ademi noch hinter Ricky van Wolfswinkel – wird das auch zum Saisonstart so sein? Bild: KEYSTONE

... mögliche weitere Zuzüge:

«Das Kader ist jetzt schon recht gross. Wir sind aktuell im Austausch, konkret kann ich aber noch nichts sagen über mögliche Zugänge. Es kann aber sein, dass wir noch etwas machen.»

... seinen Chef:

«Über das Organigramm haben wir noch nicht gesprochen. Ich habe am Donnerstag zugesagt, bin jetzt hier mit der Mannschaft, viel Zeit war da nicht. Wir müssen das Eine oder Andere noch anschauen. Dazu zählt auch die Frage, wer der Chef ist.»

... seine Rolle gegen aussen:

«Mich wird man sicher weniger wahrnehmen, als das bei Marco Streller der Fall war. Er war als Spieler eine Ikone, das kann man nicht mit mir vergleichen. Ich werde sicher nicht so präsent sein wie er. An den Spielen werde ich anwesend sein, ebenso in den meisten Trainings. Aber wir müssen da auch noch etwas rein kommen und schauen, wie wir das machen. Ich werde aber auch immer noch dazu kommen, meine Reisen nach Südamerika zu unternehmen. Dies wird einfach alles gezielter sein. Ich bin jetzt wieder öfters im Joggeli, das ist auch schön. Schliesslich bin ich noch immer Fan von diesem Klub.»

... seine Beziehung zu Koller:

«Ich kenne Marcel schon lange und habe auch viele Male gegen ihn gespielt, als er noch bei GC war. Seit er vor einem Jahr zum FCB gekommen ist, haben wir den einen oder anderen Kaffee zusammen getrunken. Ich werde ihn jetzt unterstützen und versuchen, ihm zu helfen, damit wir wieder mehr Erfolg haben und an die guten Resultate von diesem Frühling anknüpfen können.»

... seine Besuche in der Kabine:

«In der Kabine ist der Trainer der Chef. Ich werde sicher auch ab und an da sein. Vielleicht wird es auch Momente geben, in denen es mich vor der Mannschaft braucht, oder auch mal den Präsidenten. Auch, dass ich eine Brandrede halte, kann vorkommen. Wenn es nicht läuft, wie wir es wollen, kann es schon mal knallen. Solche Dinge sind wichtig. Aber das spreche ich sicher alles mit Marcel ab.»

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