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epa04531491 Bayern Munich's Spanish head coach Pep Guardiola gestures during the German Bundesliga soccer match between FC Bayern Munich and SC Freiburg in Munich, Germany, 16 December 2014.  EPA/TOBIAS HASE (ATTENTION: Due to the accreditation guidelines, the DFL only permits the publication and utilisation of up to 15 pictures per match on the internet and in online media during the match.)

Daumen hoch, alles im Griff: Pep Guardiola coachte gestern die Bayern zum 50. Mal.  Bild: EPA/DPA

Übermächtige Bayern

50 Spiele unter Guardiola: Coacht der Katalane das beste Bundesliga-Team der Geschichte?

Seit 50 Bundsliga-Partien ist Pep Guardiola nun Coach des FC Bayern München. Die Zusammenarbeit des Spaniers und des deutschen Rekordmeisters ist ein voller Erfolg. Gab es überhaupt schon einmal eine solch starke Bundesliga-Mannschaft?



Beim gestrigen 2:0-Sieg über den SC Freiburg stand Pep Guardiola zum 50. Mal in der Bundesliga an der Seitenlinie der Bayern. Die Bilanz des Katalanen ist phänomenal: Seit er bei den Münchnern das Zepter übernommen hat, haben sie in der Bundesliga lediglich zwei Mal verloren. Demgegenüber stehen 42 Siege und sechs Unentschieden. In seinen ersten 50 Bundesliga-Partien hat Pep Guardiola somit einen sagenhaften Schnitt von 2,64 Punkte pro Spiel erzielt. 

Doch nicht nur die Punkte-Ausbeute ist hervorragend, auch die Art und Weise, wie sich die Münchner diese aneignen, ist einzigartig. Seit Guardiolas Amtsantritt haben die Jungs aus Süddeutschland 133 Tore erzielt und lediglich 26 Gegentreffer erhalten. Das ist an sich schon bemerkenswert, in den 16 Spielen der diesjährigen Saison haben die Bayern in Sachen defensiver Stabilität aber nochmals einen Zacken zugelegt. Manuel Neuer und seine Vorderleute haben heuer erst drei Gegentreffer zugelassen. Seit beinahe 600 Minuten hat der Kandidat für den Ballon d'Or nicht mehr hinter sich greifen müssen. 

MUNICH, GERMANY - DECEMBER 06:  Manuel Neuer of Muenchen celebrates the victory after the Bundesliga match between FC Bayern Muenchen and Bayer 04 Leverkusen at Allianz Arena on December 6, 2014 in Munich, Germany.  (Photo by Lennart Preiss/Bongarts/Getty Images)

Manuel Neuer musste in der laufenden Bundesliga-Saison erst drei Gegentreffer hinnehmen.   Bild: Bongarts

Der letzte Bundesliga-Gegentreffer datiert vom 1. November: Marco Reus traf damals am 10. Spieltag in der Allianz Arena zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung für die Dortmunder. Am Ende gewann der FCB trotzdem. Die letzte Meisterschafts-Pleite handelte sich die Guardiola-Truppe ebenfalls gegen den Erzrivalen ein. Am 12. April verlor man gegen die Borussen «dahoam» mit 0:3. 

Doch die Bayern standen damals schon lange als Meister fest. Auch bei der zweiten Bundesliga-Niederlage der Ära-Guardiola – 0:1 gegen Augsburg in der Woche davor – ging es für die Bayern um «Nichts» mehr. Will heissen: bei wirklichen Ernstkämpfen hat der Spanier in der Bundesliga noch nie verloren. 

Rekord um Rekord

Auch Rekorde wurden diesen Herbst wieder reihenweise geknackt. Folgende fünf Bestmarken sind dabei besonders erwähnenswert:

1. Nur drei Gegentreffer in 16 Spielen. Die bisherige Bestmarke stammte von Stuttgart aus dem Jahr 2004. 

2. Guardialos Mannschaft hat sowohl diese Saison als auch in der letzten Spielzeit alle neun Heimspiele der Hinrunde gewonnnen.

3. Am 15. Spieltag wurde Bayern zum vierten Mal hintereinander Herbstmeister. Auch das gab es in 51 Jahren Bundesliga noch nie.

4. Beim 6:0-Sieg gegen Bremen am 8. Spieltag liess der FCB keinen einzigen Torschuss des Gegners zu. 

5. Neuzuzug Xabi Alonso hatte gegen Köln 204 Ballkontakte. Seit der Einführung der Datenbank im Jahr 1999 hatte das noch kein anderer Spieler geschafft. 

epa04420462 Koeln's Adam Matuschyk (L) in action against Bayern Munich's Xabi Alonso (R) during the German Bundesliga soccer match between FC Koeln and FC Bayern Munich in Cologne, Germany, 27 September 2014.  EPA/MATTHIAS BALK (ATTENTION: The DFL limits the utilisation and publication of sequential pictures on the internet and other online media during the match (including half-time) on 15 pictures per game.)

Xabi Alonso steht sinnbildlich für das neue Spielverständnis der Bayern.  Bild: EPA/DPA

Die Gretchenfrage

Ist das aktuelle Bayern also die stärkste Bundesliga-Mannschaft, die es je gegeben hat? Die letzten beiden Meisterschaften wurden von den Bayern dominiert. Im Frühling 2013 wurde man mit 25 Punkten Vorsprung Meister und vergangenen März wurde die Bierdusche mit 19 Zählern Vorsprung genossen. 

Holt sich die Mannschaft auch diese Saison den Titel – und danach sieht es momentan zweifelsohne aus – dann hätte man an der Säbenerstrasse erneut den Meisterschafts-Hattrick geschafft. Somit wäre auch dieser Rekord egalisiert, vier Meisterschaften in Folge konnte noch kein Team gewinnen. 

Diese Teams waren ebenfalls überragend

Doch waren die vier Teams, welche drei Jahre in Folge gewinnen konnten ebenfalls derart stark wie das Bayern von heute?

– Bayern zwischen 1972 und 1974: Die Münchner wurden unter Udo Lattek drei Mal hintereinander Deutscher Meister. Die Dominanz war jedoch nicht ganz so krass wie heute. 1972 und 1974 gewann Bayern die Meisterschaft nur mit drei respektive einem Punkt Vorsprung. 

Bild

1972 wird Bayern Meister mit drei Punkten Vorsprung auf Schalke. bild: bundesliga.de

– Mönchengladbach zwischen 1975 und 1977: Auch die Fohlen konnten drei Mal hintereinander Meister werden, doch die Meisterschaften waren sehr umkämpft. Zuletzt gewann man nur mit einem Punkt Vorsprung auf Schalke.

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Die Fohlenelf aus dem Jahr 1975: Mönchengladbach war Mitte der 70er-Jahre das Mass aller Dinge. bild: dw.de

Bayern zwischen 1985 und 1987:  Wiederum unter Udo Lattek gewann der FCB drei Mal in Folge die Deutsche Meisterschaft. 1986 war die Entscheidung jedoch hauchdünn. Bremen hatte gleich viele Punkte – Bayern wurde Meister aufgrund des Torverhältnisses. 

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Die Meistermannschaft aus dem Jahr 1987. bild:agon-shop.de

Bayern zwischen 1999 und 2001: Unter dem späteren Schweizer Nati-Coach Ottmar Hitzfeld holte sich München ebenfalls den Hattrick. Doch auch hier waren die Entscheidungen hauchdünn. Man denke zum Beispiel an den Last-Minute-Meistertitel im Jahr 2001. Schalke lässt grüssen.  

Ottmar Hitzfeld, then coach of Bayern Munich, shows the cup after winning the championship of Germany's first division soccer league in Hamburg, Germany, in this May 19, 2001 picture. Bayern Munich and coach Felix Magath are parting company immediately, Bild newspaper reported Wednesday, Jan. 31, 2007 in its online edition. Bild said Magath's predecessor Hitzfeld could return to the club until the end of the season. (AP Photo/Heribert Proepper)

Hitzfeld konnte die Meisterschale mit Bayern drei Mal in die Höhe stemmen, doch die Entscheidungen waren manchmal hauchdünn. Bild: AP

Umfrage

Ist das aktuelle Bayern das beste Bundesliga-Team aller Zeiten?

  • Abstimmen

49

  • Ja, so etwas gab es in der Bundesliga noch nie. 90%
  • Nein, Bayern zwischen 1972 und 1974 war erfolgreicher. 0%
  • Nein, die Fohlen zwischen 1975 und 1977 waren das stärkste BuLi-Team der Geschichte.0%
  • Nein, Bayern war Mitte der 80er-Jahre besser als heute.0%
  • Nein, Hitzfelds Team war das Mass aller Dinge.2%
  • Nein, eine andere Mannschaft war noch besser als die vorgeschlagenen Teams.4%

Unsere Meinung

Wird das aktuelle Bayern-Team seinen Triumphzug auch im Frühjahr fortsetzen, gibt es eigentlich keine Zweifel mehr: Eine derart überlegene Mannschaft gab es in der Geschichte der Bundesliga noch nie. Die Dominanz, mit welcher die Bayern unter Pep Guardiola – aber auch teilweise noch unter Jupp Heynckes – auftreten, hat die Bundesliga so noch nie erlebt.

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • jk8 17.12.2014 15:51
    Highlight Highlight Jupp Heynkes hat Pep noch nicht überholt!
  • elmono 17.12.2014 15:06
    Highlight Highlight Sowohl in Barcelona als auch jetzt bei den Bayern trainierte Guardiola nur die Welt-Elite des Fussballs. Sicherlich ein hervorragender Trainer, wie seine Bilanz mit einem schwächeren Team aussehen würde, wäre aber mal interessant. Ein Simeone und ein Mourinho schätz ich persönlich als bessere Trainer ein, weil sie es schaffen aus mittelmässigen Teams (Inter, Porto), das Beste rauszukitzeln.
    • gjonkastrioti 17.12.2014 15:25
      Highlight Highlight Simeone zweifelsohne genial. Bei Mourinho bin ich nicht gleicher Meinung, da auch er nur Spitzenmannschaften trainiert hat.
    • elmono 18.12.2014 13:56
      Highlight Highlight Naja, Mourinho hat die Champions League mit Porto gewonnen. Plus hat er mit einem guten Inter Guardiolas Über-Barcelona im Halbfinal 2010 mit einer taktischen Mauer-Meisterleistung ausgeschaltet und danach ebenfalls den Titel geholt. Meiner Meinung nach war das der Anfang vom Ende des Guardiola/Barcelona Ticki Tacka Fussballs, obwohl sie ein Jahr darauf nochmals die Champions League gewonnen haben.

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