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Slapstick, Supertore, VAR-Witz – das Fussball-Weekend in 13 Episoden



Wer sich zu früh auszieht, den bestraft das Leben

Kuriose Szenen beim 2:1-Sieg des FC Sevilla gegen Granada. Nach 93 Minuten pfeift Schiedsrichter Ricardo De Burgos Bengoetxea ab, die Spieler machen sich auf in Richtung Kabine. Da bemerken die Unparteiischen, dass ja vier Nachspielminuten vorgesehen waren und nicht drei. Also heisst es: Alle zurück aufs Feld. Doch es dauert einen Moment, bis die letzte Minute gespielt werden kann – einige Spieler haben sich bereits ihrer Arbeitskleidung entledigt und müssen sich nochmals anziehen.

Das Meisterrennen in Spanien bleibt hochspannend. Nebst Sevilla gewann auch der FC Barcelona, während Atlético Madrid verlor und Real Madrid bloss ein 0:0 erreichte. Die vier Spitzenteams sind innerhalb von drei Punkten klassiert:

Auch aller schlechten Dinge sind drei

Werder Bremen unterliegt Union Berlin 1:3 und kämpft damit weiter gegen den Abstieg aus der Bundesliga. Am meisten schmerzt die Niederlage vielleicht Marco Friedl. Innerhalb von sechs Sekunden tut ihm Robert Andrich gleich drei Mal weh:

Sachen gibt's, die gibt's gar nicht

Dieser Szene aus dem Serie-A-Spiel zwischen Genoa und Spezia fehlt nur noch die Benny-Hill-Musik, um sie perfekt zu machen:

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Video: streamable

Bei Ajax kann nichts mehr schief gehen

Ajax Amsterdam hat den 35. Meistertitel unter Dach und Fach gebracht. Nach dem 2:0-Sieg gegen AZ beträgt der Vorsprung auf Verfolger PSV Eindhoven vier Runden vor Schluss zwölf Punkte. Weil Ajax zudem die um 33 Treffer bessere Tordifferenz aufweist, liess sich Doppeltorschütze Davy Klaassen zur wenig gewagten Ankündigung hinreissen:

«Wenn wir das noch hergeben, trete ich sofort zurück.»

VI.nl

Den 28-jährigen Klaassen werden wir mit Sicherheit auch in der nächsten Saison sehen.

VAR das der Witz des Jahres? Leider nein

West Hams Fabian Balbuena sieht bei der 0:1-Niederlage gegen Chelsea Rot, weil er den Ball wegschlägt und danach unglücklich Gegenspieler Ben Chilwell trifft:

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Video: streamable

Du bist Schiri. Dein Entscheid?

Das einzige Tor erzielte Timo Werner. Der oft kritisierte Deutsche – 6 Tore in 31 Liga-Spielen – wurde so zum Matchwinner, entsprechend gut aufgelegt war er nach dem Spiel. Zur Tatsache, dass er eine zweite, riesengrosse Chance ausliess, witzelte Werner:

«Ich sollte die zweite Chance nutzen. Aber ich denke, ich muss langsam zurückkommen: Wenn ich nun gleich zwei Treffer erzielt hätte, wäre das vielleicht fast zu viel gewesen …»

sky

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Werner trifft … Video: streamable

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…und Werner trifft nicht. Video: streamable

Solskjaer ist kein Hellseher (oder ein sehr schlechter)

Als Super-Joker hat Ole Gunnar Solskjaer seinen festen Platz in der Fussballgeschichte. Als Prognostiker solltest du ihm hingegen nicht vertrauen. Vor dem Spiel gegen Leeds United kündigte der Trainer von Manchester United an:

«Es wird kein 0:0 geben, das ich kann ich garantieren, es gibt kein 0:0. Es ist ein Spiel zwischen zwei Teams, die angreifen wollen und immer so rasch wie möglich in den Angriff übergehen.»

Sonnenklar, dass die Premier-League-Partie nach dieser Ansage torlos endete.

Hach, damals mit Arsène

Von Ole Gunnar zu den «Gunners». Arsenal kann nach dem 0:1 gegen Everton in dieser Saison noch maximal 61 Punkte holen. In 22 Saisons unter Arsène Wenger, der gegen Ende hin immer weniger geliebt wurde, holte Arsenal nie weniger als 63 Zähler.

Ein Hattrick mit 75

Die rumänische Trainerlegende Mircea Lucescu hat ein weiteres Team zum Meistertitel geführt. Der 75-Jährige schaffte es dieses Mal mit Dynamo Kiew. Zuvor wurde er bereits mit Schachtar Donezk acht Mal ukrainischer Meister. Und er wurde auch in zwei anderen Ländern mit jeweils zwei Teams Meister: In der Heimat mit Dinamo Bukarest und Rapid Bukarest sowie in der Türkei mit Galatasaray und Besiktas. In drei Ländern mit je zwei Teams Meister zu werden – ein ganz besonderer Hattrick.

Bild

Dank einem 5:0-Sieg zum Titel: Mircea Lucescu. bild: twitter/emishor

Lucescu steht somit bei 13 Meistertiteln. Den Rekord hält der Schotte Bill Struth, der die Glasgow Rangers zwischen 1920 und 1953 zu 18 Meisterschaften führte. In der Neuzeit war sein Landsmann Sir Alex Ferguson mit 16 Meistertiteln (3x Aberdeen, 13x Manchester United) am erfolgreichsten.

Pep drückt auf die Tube

Zählt man nicht nur Meistertitel, sondern auch Europacup und diverse Cup-Wettbewerbe, kommen Ferguson (49 Trophäen) und Lucescu (33) auf noch mehr Titel. Doch einer ist ihnen auf den Fersen: Pep Guardiola. Der Katalane ist erst seit zwölf Jahren Trainer, aber gestern gewann er bereits die 30. Trophäe seiner erfolgreichen Laufbahn, dank dem Sieg von Manchester City im Ligacup über Tottenham:

Dass der 1:0-Finalsieg hochverdient war, belegt ein Blick auf die Statistik der Expected Goals: ManCity dominierte Tottenham vor 7773 Zuschauern im Wembley mit 3,5 zu 0,04.

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Noch etwas ungewohnt: Jubel vor Fans im Stadion. Video: streamable

Die Spurs bleiben Englands Antwort auf Vizekusen

Während ManCity diesen Wettbewerb nun zum vierten Mal in Folge gewinnen konnte, geht das Warten der «Spurs» weiter. In diesem Jahrtausend gewannen sie bloss den Ligacup 2008, obwohl sie in insgesamt sechs grossen Finals standen.

Wobei: Ganz titellos war Tottenham in den vergangenen Jahren nicht. Es gewann 2009 die Barclays Asia Trophy, 2010 den Eusebio Cup, 2015 den AIA Cup, 2017 den Jockey Club Kitchee Centre Challenge Cup, 2018 den International Champions Cup und 2019 den Audi Cup. Tottenham dürfte damit der ungekrönte König der Vorbereitung sein.

Barnsley from zero to hero?

Zwei Runden vor Schluss ist in der Championship eine weitere Entscheidung gefallen. Die vier Playoff-Teilnehmer neben den Fixaufsteigern Norwich City und Watford stehen fest: Sie heissen Brentford, Bournemouth, Swansea und Barnsley.

Der Aufschwung Barnsleys mit Cheftrainer Valérien Ismael ist besonders erstaunlich: Noch vor einem Jahr stieg der Klub nur deshalb nicht aus der Championship ab, weil Konkurrent Wigan Punkte abgezogen wurden. Barnsley – bei uns vor allem bekannt durch das Buch «Traumhüter» über Goalie Lars Leese – gehört dem amerikanisch-chinesischen Investor Chien Lee, welcher auch Teilhaber des FC Thun, von KV Oostende (Belgien), Esbjerg (Dänemark) und Nancy ist.

Falls du es noch nicht kennst: Das ist das wunderbare Wappen des FC Barnsley:

FC Barnsley

Bild: Wikipedia

Während der einstige Meistercup-Sieger Nottingham Forest (17.) eine weitere Championship-Saison zum Vergessen einzog, steht es um Sheffield Wednesday noch schlimmer. Die traditionsreichen «Owls» sind Vorletzter, der Abstand aufs rettende Ufer beträgt vier Punkte. Nach neun Jahren droht der erneute Abstieg in die Drittklassigkeit.

Aufgepasst auf diesen Burak Yilmaz!

Wenn die Schweiz an der EM im Sommer im letzten Gruppenspiel auf die Türkei trifft, sollte die Nati dem Gegner möglichst keine Freistossgelegenheiten geben. Denn die Türken besitzen nicht nur Milan-Star Hakan Calhanoglu, mit Burak Yilmaz haben sie noch einen weiteren begnadeten Techniker im Kader. Beim 3:2-Sieg von Lille in Lyon (nach 0:2-Rückstand) erzielte Yilmaz dieses herrliche Freistosstor:

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Der 35-jährige Stürmer Yilmaz ist mit zwölf Treffern ein Grund dafür, dass Lille vier Runden vor dem Ende Ligue-1-Leader ist:

Everybody gets a second chance

Ob Ezequiel Barco den Song von Mike & The Mechanics kennt? Den Fans von Atlanta United ist das eh egal. Der 22-jährige Argentinier scheitert mit einem Freistoss, doch den Rebound versenkt er magistral im Lattenkreuz. Raphael Wicky erleidet als Trainer von Chicago Fire eine 1:3-Niederlage.

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quelle: ap / uwe lein
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Kommentar

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