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WM 2026: Mikel Oyarzabal zeigt spanische Probleme gegen Kap Verde auf

epa13039588 Mikel Oyarzabal of Spain reacts during the FIFA World Cup 2026 group stage match Spain vs Cabo Verde, in Atlanta, USA, 15 June 2026. EPA/RONALD WITTEK
Mikel Oyarzabal erlebte gegen Kap Verde ein schwieriges Spiel.Bild: keystone

Diese Statistik bringt den spanischen Knorz gegen Kap Verde perfekt auf den Punkt

Es ist die grösste Sensation der noch jungen Fussball-WM: Spanien spielt gegen Kap Verde zum Auftakt nur 0:0. Die Mühen der Furia Roja waren offensichtlich.
15.06.2026, 20:4815.06.2026, 21:58

Der Spitzname der spanischen Fussball-Nationalmannschaft lautet «Furia Roja» – die rote Furie. Der erste Auftritt der Spanier an dieser WM war aber alles andere als furios. Gegen den krassen Aussenseiter Kap Verde (Weltnummer 63) kommt der amtierende Europameister nicht über ein klägliches 0:0 hinaus. Der Plan von Nationaltrainer Luis de la Fuente, die beiden angeschlagenen Flügelstars Lamien Yamal und Nico Williams zu Beginn noch zu schonen, geht gründlich schief.

Dabei ist es nicht nur so, dass Spanien während 90 Minuten anrannte und einfach Abschlusspech zu verzeichnen hatte oder nur am gegnerischen Torhüter scheiterte. Gerade zum Ende der ersten Halbzeit waren Chancen da, aber insgesamt war das Spiel der Spanier viel zu harmlos. Als Fan der Schweizer Nationalmannschaft ist das fast etwas tröstend. Zwar erreichte die Nati gegen Katar ebenfalls nur ein ärgerliches Unentschieden, aber immerhin kreierte sie dabei viele Chancen und sündigte einfach im Abschluss.

Aber zurück zu Spanien: Nichts zeigt besser auf, welch ein Knorz der WM-Auftakt der Iberer gegen Kap Verde war, als eine verrückte Statistik. Der spanische Stürmer – in der WM-Qualifikation mit sechs Toren aus acht Spielen noch Topskorer seines Teams – berührte in den ersten 30 Minuten des Spiels nicht ein einziges Mal den Ball.

Das ist absolut historisch und so seit 1966, als Ballberührungen zum ersten Mal statistisch erfasst wurden, noch nie vorgekommen. Selbst alle Torhüter in der WM-Geschichte seit diesem Zeitpunkt haben in den ersten 30 Minuten immer mindestens einmal den Ball berührt.

Diese absurde Statistik zeigt Spaniens Probleme in diesem Spiel deutlich auf. Die Iberer schafften es einfach zu selten, ihre Offensivspieler gut in Szene zu setzen. Die Flügel waren bis zur Einwechslung von Yamal kaum ins Spiel eingebunden. Und gleichzeitig verteidigten die Spieler von Kap Verde aufopferungsvoll, aber auch quasi perfekt. Trotz 71 Prozent Ballbesitz der Spanier hat das afrikanische Team nur ein einziges Foul begangen – auch das Rekord in einem WM-Spiel.

Immerhin gibt es beim Blick ins Archiv auch noch eine Statistik, die Spanien Mut machen dürfte. Das letzte Mal, dass Spanien in einem WM-Auftaktspiel torlos blieb, war 2010 in Südafrika beim 0:1 gegen die Schweiz – wo Gelson Fernandes, der Nati-Spieler mit Wurzeln auf Kap Verde (!), das einzige Tor des Spiels schoss. Wie wir wissen, blieb Spanien nach der Auftaktblamage gegen die Nati ungeschlagen und wurde Weltmeister.

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