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Der Basler Michael Lang jubelt ueber sein 2:1 im Viertelfinal des Schweizer Cups zwischen dem FC Basel 1893 und dem FC Zuerich im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Donnerstag, 2. Maerz 2017. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Michael Lang und der FC Basel hatten diese Saison viel zu jubeln. Auch nach dem Meistertitel? Bild: KEYSTONE

Saison der Superlative – diese Rekorde kann der FC Basel noch knacken

Der FCB hat den zweiten Stern. Was die Basler da noch antreibt? Vielleicht die diversen Rekorde, die der Liga-Dominator diese Saison noch knacken kann.

SÉBASTIAN LAVOYER / Aargauer Zeitung



Kennen Sie das Gefühl, das sich einstellt, nach dem Erreichen eines grossen Zieles? Nach der Lehrabschlussprüfung, im Ziel nach dem ersten Marathon oder im Geburtssaal, kurz nachdem das erste Kind das Licht der Welt erblickte. Zuerst ist da Euphorie, eine riesige Genugtuung. Alles ist gut, alles ist schön.

Dann aber kommt die Leere. Manche fallen gar in eine Depression. Besonders gefährdet sind jene, die sich keine neuen Ziele gesteckt haben. Wenn da nichts ist, wonach man sich strecken, wofür man sich verreissen oder worauf man hinarbeiten könnte.

Les joueurs balois avec Michael Lang, centre, fetent la victoire lors de la rencontre de football de Super League entre le FC Sion et le FC Basel ce dimanche 12 mars 2017 au stade de Tourbillon a Sion. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Hand in Hand zum Meistertitel. Und dann? Bild: KEYSTONE

Neue Ziele braucht der FCB

Das ist die grosse Herausforderung, mit der sich der Trainer konfrontiert sieht. In erster Linie appelliert er dabei an den Berufsethos, den Willen der Spieler, immer und immer wieder gewinnen zu wollen, Leistung zu zeigen, sich aufzudrängen. Auch im Hinblick auf die neue Saison, das neue Konzept, den neuen Trainer. 

ZUR BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHAELTNISSES VON URS FISCHER BEIM FC BASEL ERHALTEN SIE FOLGENDE ARCHIVBILDER, AM MONTAG, 10. APRIL 2017 ---- Urs Fischer, Trainer des FC Basel, spricht an einer Medienkonferenz im St. Jakob-Park in Basel, am Freitag, 24. Februar 2017. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Verlässt Urs Fischer den FC Basel mit einer Reihe von Rekorden? Bild: KEYSTONE

Doch auch Fischer weiss, wie zentral Ziele sind. Wenn die Meisterschaft im Sack ist, steckt man sich neue Ziele. Möglichst viele Punkte holen, möglichst viele Tore schiessen, einen möglichst grossen Vorsprung auf den Zweiten rausspielen. Kurz: Rekorde brechen. Und es gibt viele Rekorde, die der FC Basel diese Saison im Visier hat:

Die Rekordserie:

Der FCB weitet seine Rekordserie auf acht Titel in Serie aus – der Rekord ist in der Tasche.

Der Punkterekord:

2003/04 sprach man von einem Rekord für die Ewigkeit, als Christian Gross mit seinem Team 85 Punkte holte. Jetzt wackelt dieser Rekord gewaltig. Noch neun Punkte fehlen, dann ist er geknackt. Und das bei sechs verbleibenden Spielen und einem bisherigen Schnitt von 2,55 Punkten pro Spiel.

FC Basel Trainer Christian Gross, Vizepraesidentin Gigi Oeri und Praesident Werner Edelmann, von links, posieren mit dem Meisterpokal am Samstag, 22. Mai 2004, nach der Pokaluebergabe im St. Jakobspark in Basel. (KEYSTONE/Markus Stuecklin)

Präsident Edelmann, Vizepräsidentin Oeri und der damalige Meistertrainer Christian Gross mit dem Meisterpokal 2004.  Bild: KEYSTONE

Der Torrekord:

Unter Thorsten Fink erzielte der FC Basel 2009/2010 90 Tore. Derzeit steht der FCB mit 77 zu Buche. Bleibt er seinem Schnitt von 2,58 Toren pro Spiel treu, sind's im Juni 93 Tore.

Der Defensiv-Rekord:

Nie kassierte der FC Basel weniger Gegentore als unter Heiko Vogel und Murat Yakin in der Saison 2012/13. Nur gerade 31 Tore liessen die Basler damals zu. Derzeit steht der FCB bei 24 Gegentreffern, und verteidigt er weiter so gut wie bis anhin, steht er am Schluss bei 29 oder weniger Gegentoren.

Der Basler Torhueter Tomas Vaclik, rechts, versucht einen Ball abzuwehren im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Basel 1893 und dem FC Vaduz im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Samstag, 22. April 2017. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Wenn Tomas Vaclik nicht danebengreift, winkt dem FC Basel auch der Gegentor-Rekord. Bild: KEYSTONE

Der Torverhältnis-Rekord:

Christian Gross hält auch diesen Rekord. 2003/04 schloss der FCB die Saison mit einem Plus von 54 Toren ab. Derzeit liegt das Plus bei 52 Toren.

Der Rekordvorsprung:

«Jeder Rekord ist interessant. Nicht für mich, nein, für das ganze Team.»

Urs Fischer

Heiko Vogel lag mit seinem Team am Ende der Saison 2011/12 20 Punkte vor YB. Heute liegt der FCB bereits 21 Verust-Punkte vor den Bernern.

Der Trainer des FC Basel Heiko Vogel feiert den Meistertitel mit den Fans traditionellerweise auf dem Balkon des Casinos auf dem Barfuesserplatz in Basel am Sonntag, 29. April 2012. Der FC Basel gewann vorzeitig mit einem Titel-Hattrick seinen 15. Meisterschaftstitel der Clubgeschichte. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Heiko Vogel feierte 2012 den Meistertitel mit 20 Punkten Vorsprung.  Bild: KEYSTONE

Bisher sprach Urs Fischer nur ungern über solche Statistiken. Jetzt sagt er: «Jeder Rekord ist interessant. Nicht für mich, nein, für das ganze Team. Von den Spielern über die Physios bis hin zu den Waschfrauen. Es wäre eine Anerkennung für die Leistung von uns allen, dem ganzen Unternehmen.» Das Hauptziel, der Meistertitel, ist seit heute Abend in trockenen Tüchern sein.

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