Sport
Fussball

Diego Benaglio ist zufrieden: «Ich habe im richtigen Moment richtig entschieden»

So werden wir Diego benaglio nie wieder sehen: Flugeinlage im Nati-Trikot gegen argentinien.
So werden wir Diego benaglio nie wieder sehen: Flugeinlage im Nati-Trikot gegen argentinien.Bild: EPA/EFE
Nach seinem Nati-Rücktritt

Diego Benaglio ist zufrieden: «Ich habe im richtigen Moment richtig entschieden»

Am Tag nach seinem Rückzug aus dem Nationalteam äussert sich Diego Benaglio zu seinem Entscheidungsprozess. Er habe sich schon vor der WM in Brasilien erstmals ernsthaft mit dem Ende seiner SFV-Karriere befasst.
21.08.2014, 20:0721.08.2014, 20:09
Mehr «Sport»

Vor Reise nach Südamerika machte sich der 61-fache Internationale Gedanken zur Zukunft: «Da spürte ich bereits, dass es in diese Richtung gehen könnte.» Während der Endrunde habe er diese Gedanken aber komplett ausgeblendet, so der 30-jährige Captain des VfL Wolfsburg.

In den Wochen nach dem Achtelfinal-Out gegen Argentinien (0:1) habe er sich Zeit genommen, um alle Überlegungen exakt abzuwägen: «Ich wollte mir absolut sicher sein und nicht in einer emotionalen Verfassung irgendetwas entscheiden, das ich dann später einmal bereuen könnte.»

Nach dem emotionalen WM-Ausscheiden gegen argentinien wollte sich Benaglio genügend Zeit für seine Entscheidung nehmen. 
Nach dem emotionalen WM-Ausscheiden gegen argentinien wollte sich Benaglio genügend Zeit für seine Entscheidung nehmen. Bild: Marcelo Frias/freshfocus

Mehr zum Thema

Ein Entscheid zugunsten der Familie

Die Dreifachbelastung im Klub, der in dieser Saison erstmals nach fünfjähriger Absenz wieder im Europacup vertreten sein wird, sei ein entscheidender Faktor gewesen. «Im Nationalteam wäre zeitlich eine vierte Aufgabe dazugekommen. Ich schaffe mir sicherlich einen gewissen Freiraum, der auch meinem engsten Umfeld zugute kommt.»

Mit Wolfsburg will Benaglio die Bundesliga und die Europa League aufmischen.
Mit Wolfsburg will Benaglio die Bundesliga und die Europa League aufmischen.Bild: Bongarts

Mit dem Entscheid habe er sich nach bald 16-jähriger Laufbahn beim SFV natürlich schwergetan. Da seien «unheimlich viele schöne Momente dabei gewesen, die ich nie mehr vergessen werde». Trotzdem kommt er zum Schluss: «Ich habe im richtigen Moment richtig entschieden.»

Am 8. September startet die Schweiz nun ohne ihre langjährige Nummer 1 gegen England zur EM-Ausscheidung. Auf der Goalie-Position sei die Auswahl sehr gut aufgestellt, ist Benaglio überzeugt. «Deswegen beschlich mich auch nie das Gefühl, die Mannschaft nun im Stich zu lassen.» (dux/si)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Der König gegen das grösste Berner Talent und Erinnerungen an 1989
Es ist eine der reizvollsten eidgenössischen Auftakt-Paarungen der Neuzeit: König Joel Wicki steigt am ESAF in Mollis gegen Michael Moser in die Hosen. Einen «Bösen», der noch nicht einmal ein Eidgenosse ist.
Ein Schwinger ist dann kein Eidgenosse, wenn er noch keinen eidgenössischen Kranz gewonnen hat. Die Eidgenossen bilden den Adel der Sägemehlkultur.
Zur Story