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Präsident Joan Laporta verteidigt die Transferpolitik des FC Barcelona

FC Barcelona soccer team President Joan Laporta, left, introduces new striker Robert Lewandowski, Wednesday, July 20, 2022, in Fort Lauderdale, Fla. (AP Photo/Marta Lavandier)
Joan Laporta,Robert Lewa ...
Präsident Joan Laporta und Neuzugang Robert Lewandowski.Bild: keystone

Barça-Präsident verteidigt Transferpolitik: «Jeder soll sich um die eigenen Dinge kümmern»

Der FC Barcelona hat in diesem Jahr schon über 150 Millionen Franken für Transfers ausgegeben. Barça-Präsident Joan Laporta verteidigt seine Strategie und will weitere Spieler verpflichten.
29.07.2022, 14:57

Der Präsident des FC Barcelona, Joan Laporta, hat mit scharfen Worten kritische Kommentare von Bayern-Trainer Julian Nagelsmann zur Einkaufspolitik des finanziell angeschlagenen spanischen Fussballklubs gekontert. «Jeder soll sich um die eigenen Dinge kümmern», sagte Laporta am Donnerstagabend in New York.

Er meinte, die kritischen Anmerkungen hätten mit «Ahnungslosigkeit», wohl aber auch mit der Sorge vor der wiedererstarkten Konkurrenz zu tun. «Barça ist wieder da!», beteuerte Laporta vor Journalisten.

«Es ist irgendwie komisch»

Nagelsmann hatte vor einer guten Woche seine Verwunderung darüber geäussert, dass der mit 1,35 Milliarden Euro verschuldete Verein sich in diesem Sommer mit teuren Stars wie dem von den Bayern losgeeisten Weltfussballer Robert Lewandowski oder dem Brasilianer Raphinha von Leeds United verstärken konnte. «Es ist nicht nur Lewy, sie kaufen viele Spieler – ich weiss nicht, wie. Es ist der einzige Klub in der Welt, der kein Geld hat, aber jeden Spieler kauft, den er will. Es ist irgendwie komisch, irgendwie verrückt», sagte Nagelsmann.

Plötzlich auferstanden

Dazu erklärte Laporta nun, ohne Nagelsmann beim Namen zu nennen: «Es ist Ahnungslosigkeit, ein Mangel an Informationen zu unserem Klub.» Der Klubchef räumte ein: «Es ist wahr, dass wir praktisch unheilbar krank waren. Dank finanzieller Hebel haben wir aber das Krankenhaus verlassen. Diese Herren (die Kritiker) leben in der Vergangenheit.»

Nicht nur Nagelsmann, auch Madrider Medien – die dem Erzrivalen Real Madrid nahestehen – hatten sich kritisch geäussert. Laporta vermutet, dass die Konkurrenz Angst hat: «Sie tun das wohl, weil sie glauben, dass wir weiter auf dem Markt tätig sein werden und sie bereits überholt haben. Jeder soll sich um die eigenen Dinge kümmern.»

Einkaufstour geht weiter

Allein für Raphinha und Lewandowski gab der Klub über 100 Millionen Euro aus. Das ist durch eine nicht unumstrittene Veräusserung von Vereinsvermögen möglich. In den vergangenen Wochen verkauften die Katalanen insgesamt 25 Prozent der TV-Rechte für 25 Jahre an die Investmentfirma Sixth Street. Dafür sollen mehr als 500 Millionen Euro fliessen. Der FC Barcelona will auch eine Minderheitsbeteiligung an der Barca Licensing and Merchandising (BLM) abtreten.

epa10072581 Brazilian forward Raphinha during his presentation as new signing of FC Barcelona during an event held at Sant Joan Despi Sport City in Barcelona, Catalonia, Spain on 15 July 2022. EPA/Enr ...
Auch er ist neu dabei: Der Brasilianer Raphinha.Bild: keystone

Am Donnerstag gaben die Katalanen eine weitere millionenschwere Verpflichtung bekannt. Der französische Nationalspieler Jules Koundé kommt vom Ligarivalen Sevilla. Der 23-jährige Innenverteidiger befindet sich bereits in Barcelona und wird bald seine neuen Teamkollegen kennenlernen, die am Wochenende von ihrer USA-Tour zurückkehren. Nach den medizinischen Tests wird der Neuzugang offiziell vorgestellt. Koundé soll einen Fünfjahresvertrag unterschreiben. Die Ablöse soll sich auf 50 Millionen Euro (ca. 48.5 Mio. Franken) plus zehn weiteren Millionen an Bonuszahlungen belaufen. Er ist schon der fünfte Neuzugang bei den Spaniern.

Doch damit nicht genug: Denn Barça will die Defensive mit weiteren Verpflichtungen verstärken. Als Nächstes nimmt man zwei Aussenverteidiger des FC Chelsea ins Visier: César Azpilicueta und Marcos Alonso. (gav/dpa)

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8 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Cleese
29.07.2022 15:09registriert April 2021
Geil das sag ich nächstes mal auch, wenn die Steuerbehörde anruft
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Klimaanlagen und eine heikle Frage – was die Nati vor dem Achtelfinal beschäftigt
Draussen ist es 30 und drinnen 16 Grad. Deshalb geht der Schnupfen um im Schweizer Lager. Wie entschärft es die Lage? Auch gibt es sportliche Diskussionen: Soll Elvedi oder Schär neben Akanji verteidigen? Newcastle-Legende Shearer jedenfalls adelt in Katar Schär.

Yann Sommer war stark erkältet, Nico Elvedi und Ersatzgoalie Philipp Köhn waren es ebenfalls. Ja, die Klimaanlagen, sie sind für die Schweizer in Katar ein Problem. Eines, dem sie Gegensteuer gegeben haben und die Spieler nun Auflagen befolgen sollen. Vitamine müssen sie nun täglich schlucken, zudem hat die Badewanne oder ein Becken auf dem Nachttisch mit heissem Wasser gefüllt zu sein, wegen der Luftfeuchtigkeit.

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