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Swiss soccer players celebrates after scoring a goal with Swiss head coach Vladimir Petkovic, left, during a friendly soccer match between Austria and Switzerland at the Ernst-Happel Stadium, in Vienna, Austria, Tuesday, November 17, 2015. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Die Nati bejubelt einträchtig den Führungstreffer von Haris Seferovic.
Bild: KEYSTONE

SFV reagiert auf die «Balkan-Graben»-Diskussion: «Stocker ist sich keiner Schuld bewusst»

Gestern veröffentlichte der Fussball-Verband auf seiner Website ein Statement zum medialen Gemunkel über eine vermeintliche Spaltung zwischen den Spieler der Nati. Auch die Akteure selbst fanden nach dem 2:1-Sieg deutliche Worte.



Ein Sieg in Österreich war nicht unbedingt zu erwarten. Doch das 2:1 beim formstarken Nachbarn war hinterher nur eine Randnotiz. Die Schweizer sprachen vor allem über den angeblichen Balkan-Graben.

17.11.2015; Wien; Fussball Int. - Testspiel Oesterreich - Schweiz; Die Schweizer Spieler bejubeln ein Tor
(Alexander Forst/Expa/freshfocus)

Die Schweizer Nationalmannschaft demonstrierte gestern die Einigkeit im Team. 
Bild: Alexander Forst/freshfocus

Noch während der Partie in Wien veröffentlichte der Schweizer Fussball-Verband (SFV) auf seiner Website ein Statement, wonach die medialen Mutmassungen, in der Equipe spalte ein «Balkan-Graben» das Gefüge, jeglicher Grundlage entbehren würden. Die Vorwürfe würden auf anonymen Quellen basieren, so der SFV.

In einem Kommentar der «Aargauer Zeitung» sei Valentin Stocker «faktisch als Maulwurf und Verräter» dargestellt worden, stellte der Verband fest. «Stocker ist sich keiner Schuld bewusst», so der SFV, der sich in «aller Form von den diffamierenden Behauptungen» distanziert.

«Die Ur-Schweizer sollen nicht sagen: Wir gehen nicht mehr schauen, weil es einen Graben im Team gibt.»

Timm Klose über die angebliche Spaltung im Team

Klare Botschaft von Inler via Twitter. 

Verteidiger Timm Klose wählte seine Worte nach dem Testspiel nicht zufällig. Er sprach von einer «kämpferischen Schweiz», die diesen Sieg unbedingt gewollt habe. «Es lief nicht alles gut, aber wir haben in der zweiten Halbzeit gezeigt, dass jeder für den anderen kämpft. So gibt dieser Sieg ein Super-Gefühl.» Man sei als Mannschaft nochmals enger zusammengerückt und habe die richtige Reaktion gezeigt, so der Wolfsburg-Spieler.

Das Ziel sei es, die ganze Schweiz hinter sich haben, so Klose. «Die Ur-Schweizer sollen nicht sagen: Wir gehen nicht mehr schauen, weil es einen Graben im Team gibt.»

«Diejenigen, welche diesen Artikel geschrieben haben, können ihn an die Wand schmieren.»

Auch Seferovic fand klare Worte nach der Partie

Swiss head coach Vladimir Petkovic, right, celebrates the victory with Swiss forward Xherdan Shaqiri, left, during a friendly soccer match between Austria and Switzerland at the Ernst-Happel Stadium, in Vienna, Austria, Tuesday, November 17, 2015. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Petkovic interessiert nur die Mannschaft auf dem Platz. 
Bild: KEYSTONE

«Ich habe keine Zeitungen gelesen. Es interessiert mich nicht. Ich bin ruhig, nur die Mannschaft auf dem Platz interessiert mich.»

Petkovic wollte sich nicht detailliert zur Debatte äussern

Doppeltorschütze Haris Seferovic sprach im Interview mehr über die medial hochgeschaukelte «Balkan-Frage» als über seine beiden Treffer. «Diejenigen, welche diesen Artikel geschrieben haben, können ihn an die Wand oder hinter die Ohren oder weiss ich wohin schmieren.» Sie hätten bewiesen, dass sie eine intakte Mannschaft seien. «Egal wer spielte, auch die Einwechselspieler wie Lustenberger, Stocker oder Widmer, alle haben einen guten Job gemacht.»

Trainer Vladimir Petkovic mochte die mediale Kritik an der Nationalmannschaft nicht detailliert kommentieren. «Ich habe keine Zeitungen gelesen. Es interessiert mich nicht. Ich bin ruhig, nur die Mannschaft auf dem Platz interessiert mich», gab er sich betont zurückhaltend.

Auf dem Feld zelebrierte die Equipe ihren Führungstreffer demonstrativ im gesamten Kollektiv. Seferovic sprintete der Ersatzbank entgegen, und alle übrigen 21 Akteure umringten den Torschützen. Die Botschaft war klar, die multikulturellen Schweizer lebten das vor, was ihnen einige Beobachter absprechen: Einigkeit. (si/ndö)

Die Rekordspieler der Schweizer Nati

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • revilo 18.11.2015 10:29
    Highlight Highlight Eine solche Polemik, für mich unverständlich! Der Nachwuchs wird gefördert, gibt also auch sogenannten "Ur-Schweizern" die Chance, Profi Fussballer zu werden. Die Möglichkeit wäre da. Deshalb ist diese Diskussion für mich sinnlos und dumm.
    • AdiB 18.11.2015 12:29
      Highlight Highlight nur hat die u21 mannschaft 7 schwarze, 2 "ur-schweizer und 2 aus dem balkan in der stamm 11.
      falls ich mich nicht verzählt habe letztes mal.
    • revilo 18.11.2015 13:31
      Highlight Highlight Das ist richtig, aber es ist ja nicht so, dass die "Ur-Schweizer" nicht berücksichtigt würden. Eher ist es der Durchhaltewillen und die fehlende Bereitschaft auf den Sport zu setzten und einen Beruf zu erlernen. (Was keinesfalls negativ ist!)
    • rYtastiscH 18.11.2015 15:06
      Highlight Highlight Ur-Schweizer... die wenigsten geborenen Schweizer sind auch Ur-Schweizer.

      Geschichte ftw: https://de.wikipedia.org/wiki/Zentralschweiz

      Den zweiten Absatz lesen - danke.

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