Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Swiss head coach Vladimir Petkovic looks desapointed after the UEFA EURO 2016 qualifying soccer match Slovenia against Switzerland at the Ljudski vrt Stadium in Maribor, Slovenia, Thursday, October 9, 2014. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Die Anzeigertafel bereitet uns keine Freude: Die Schweiz unterliegt in Slowenien. Bild: KEYSTONE

Nach der Pleite in Slowenien

Petkovic: «Zum Glück habt ihr alle das Spiel gesehen»

Die Schweiz verliert trotz überlegenem Spiel in Slowenien und steht in der EM-Quali noch ohne Punkt da. Trainer Vladimir Petkovic sieht trotzdem keinen Grund zur Panik.

Der Fehlstart in die EM-Qualifikation ist perfekt: Einen Monat nach der Niederlage gegen England verlor die Schweiz auch in Slowenien. Die SFV-Auswahl war das bessere Team, unterlag aber nach einem zweifelhaften Penalty in der Schlussphase 0:1.

epa04438982 Slovenia's forward Milivoje Novakovic (L, hidden) scores the 1-0 lead from the penalty spot against Swiss goalkeeper Yann Sommer (back R) during the UEFA EURO 2016 qualifying soccer match between Slovenia and Switzerland in Maribor, Slovenia, 09 October 2014.  EPA/LAURENT GILLIERON

Novakovic versenkt den Penalty gegen Yann Sommer. Bild: EPA/KEYSTONE

Damit hat die Schweiz das Szenario, das sie so sehr vermeiden wollte und das unweigerlich die letzte EM-Ausscheidung vor vier Jahren in Erinnerung ruft. Auch damals stand die Schweiz nach zwei Partien ohne Punkt da – und verpasste letztlich die Endrunde.

Am nächsten Dienstag gastiert das Team von Vladimir Petkovic in San Marino. Das ist zwar das klassische Spiel von David gegen Goliath, aber im Moment eben auch das Spiel zwischen den beiden einzigen noch punktelosen Teams in der Gruppe E.

Was bringen Chancen, wenn das Tor auf der falschen Seite fällt?

Die Niederlage beim mutmasslich härtesten Konkurrenten um Platz 2 hinter Gruppenfavorit England hätten die Schweizer nie und nimmer kassieren dürfen. 

Mehr Spielanteile, mehr Torschüsse, mehr Chancen, mehr Corner, hatten sie, doch sie konnten das hohe Niveau der ersten 20 Minuten nicht halten und machten in der Abwehr in der 77. Minute den einen Fehler zu viel.

Slovenia's Kevin Kampl, left, fights for the ball with Switzerland's Johan Djourou, right, during the FIFA World Cup 2014 group E qualifying soccer match between Switzerland and Slovenia at the Stade de Suisse stadium in Bern, Switzerland, Tuesday, October 15, 2013. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Djourou kommt gegen Kevin Kampl einen Schritt zu spät. Bild: KEYSTONE

Acht Minuten nachdem Innenverteidiger Philippe Senderos wegen muskulären Problemen ausgewechselt und durch Steve von Bergen ersetzt worden war, wurde Johan Djourou von Kevin Kampl überlaufen. 

Der Genfer versperrte dem Slowenen darauf den Weg mit dem linken Arm. Der Pfiff des deutschen Schiedsrichters Stark war sehr streng, doch es war Djourous Fehler, dem Gegner die Möglichkeit zu geben, im Strafraum umzufallen.

Petkovic bleibt optimistisch

Vladimir Petkovic reagierte auf die zweite Niederlage in der EM-Ausscheidung alles andere als panisch. Der Schweizer Selektionär hält eine rasche Trendwende durchaus für möglich.

«Zum Glück habt ihr alle das Spiel gesehen.» Petkovic spielt mit seiner Aussage auf die Dominanz seiner Equipe an, die bis zum fatalen Foulpenalty in der 79. Minute praktisch keine gefährliche Aktion der Slowenen zugelassen hatte. 

Swiss head coach Vladimir Petkovic looks desapointed during the UEFA EURO 2016 qualifying soccer match Slovenia against Switzerland at the Ljudski vrt Stadium in Maribor, Slovenia, Thursday, October 9, 2014. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Ohne Tore gibt es keine Siege, das weiss auch Vladimir Petkovic. Bild: KEYSTONE

Der Schweizer Coach war aber ehrlich genug, um einzugestehen, «dass man kein Spiel gewinnen kann, wenn man kein Tor schiesst».

«Da müssen wir mehr Verantwortung übernehmen. Dann werden wir nicht nur gut spielen, dann gewinnen wir auch.» 

Vladimir Petkovic

Die Ausstrahlung seiner Mannschaft habe ihn zufrieden gestellt, so der Tessiner. Aber die teilweise mangelhafte Konzentration, das Problem beim letzten Pass, die Schwierigkeit, sich in der entscheidenden Zone Vorteile zu verschaffen, störte ihn: «Da müssen wir mehr Verantwortung übernehmen. Dann werden wir nicht nur gut spielen, dann gewinnen wir auch.» 

Der Dank an Handanovic

Der inzwischen erhebliche Fehlstart zur Kampagne löste bei Petkovic keinen Frustschub aus. Er blieb auch nach dem zweiten negativen Resultat in Folge ruhig.

Er hält die Konsequenzen nach wie vor für überschaubar. Seine Zuversicht erlitt offenbar auch in Maribor keinen Dämpfer: «Wir besitzen noch immer alle Möglichkeiten, wieder zurückzukommen in dieser Gruppe.»

Slovenia's goalkeeper Samir Handanovic, left, fights for the ball against Swiss forward Haris Seferovic, right, during the UEFA EURO 2016 qualifying soccer match Slovenia against Switzerland at the Ljudski vrt Stadium in Maribor, Slovenia, Thursday, October 9, 2014. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Samir Handanovic machte alle Schweizer Torchancen zunichte. Bild: KEYSTONE

Sein Amtskollege Srecko Katanec bedankte sich in seiner Analyse primär bei Inter-Keeper Handanovic: «Wenn man einen hochkarätigen Gegner wie die Schweiz besiegen will, benötigt man einen fantastischen Torhüter und etwas Glück.» Dank der Paraden des brillanten Serie-A-Goalie habe seine Mannschaft den «Kopf zwei-, dreimal aus der Schlinge ziehen können». (si/zap)



Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen

«Wir verspüren keinen negativen Druck» – YB muss in Valencia punkten

Mut und Solidarität verlangt Gerardo Seoane von seinen Spielern für den Match in Valencia. Sie sollen die Zweikämpfe suchen, sich unterstützen und, wenn sich die Möglichkeit bietet, ohne Umschweife nach vorne spielen.

Die Young Boys erwarten eine andere Partie als vor zwei Wochen daheim gegen Valencia. Die Verteidigung wird mehr gefordert sein, die Phasen mit Ballbesitz kürzer. Trotzdem soll einiges so laufen wie in der zweiten Halbzeit beim 1:1 gegen Valencia. Loris Benito hofft, dass sie die Spanier erneut mit ihrem physischen Spiel bedrängen können.

Von Druck will Benito trotz der entscheidenden Bedeutung der Partie nichts wissen: «Wir verspüren keinen negativen Druck. Wir sind mit Hoffnungen hierher …

Artikel lesen
Link to Article