Sport
Fussball

Kroatien schlägt Marokko im Spiel um Platz 3 und gewinnt WM-Bronze

Croat players celebrate after a goal during the World Cup third-place playoff soccer match between Croatia and Morocco at Khalifa International Stadium in Doha, Qatar, Friday, Dec. 16, 2022. (AP Photo ...
Kroatische Spieler feiern das wunderbare Siegtor durch Orsic.Bild: keystone

Kroatien schlägt Marokko und gewinnt WM-Bronze

Die junge Fussballnation Kroatien gewinnt nach dem 3. Platz 1998 und dem 2. Platz 2018 abermals Bronze an einem WM-Turnier. Die Kroaten siegen im Spiel um Platz 3 gegen Marokko 2:1.
17.12.2022, 17:5317.12.2022, 18:40

Für viele ist das Spiel um Platz 3 das am wenigsten bedeutende Spiel der Weltmeisterschaft. Es geht nicht um das Weiterkommen und auch nicht um den Titel. Es ist ein Duell zweier Mannschaften, die sich selber trösten müssen. Doch nicht selten in der Vergangenheit hat dieses Anhängsel im Turnierprogramm, auf das die UEFA an einer Europameisterschaft auch nach der Aufstockung auf 24 Mannschaften verzichtet, guten Fussball geboten.

Kroaten mit sehenswerten Toren

Beste Unterhaltung wurde auch diesmal geboten. In den ersten zehn Minuten trafen zwei Innenverteidiger mit Kopfballtoren: Josko Gvardiol für Kroatien, Achraf Dari für Marokko.

Das 1:0 war ein Bijou, es sollte in jeder Zusammenstellung der schönsten WM-Tore vorkommen. Nach einer Freistoss-Vorlage zeigten Ivan Perisic und Josko Gvardiol eine Kopfball-Stafette über ziemlich grosse Distanz. Noch vor der Pause traf Mislav Orsic mit einem Schlenzer via Pfosten.

Wechsel bei Kroatien funktionierten

In der zweiten Halbzeit liessen die Kräfte der Mannschaften, die in der Gruppenphase gegeneinander 0:0 gespielt hatten, sichtlich nach. Torchancen gab es dennoch. Am Ende der sechsminütigen Nachspielzeit hätte der zweifache WM-Torschütze Youssef En Nesyri vom FC Sevilla mit einem Kopfball beinahe eine Verlängerung erzwungen.

Immer Ärger mit dem Schiedsrichter

1 / 22
WM in Katar: Immer Ärger mit dem Schiedsrichter
Der Uruguayer Luis Suarez warnt Schiedsrichter Daniel Siebert, dass er gerne mal zuschnappt, wenn ihm etwas nicht passt.
quelle: keystone / themba hadebe
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Nach der Enttäuschung über das klare Ausscheiden im Halbfinal gegen Argentinien (0:3) baute Kroatiens Nationalcoach Zlatko Dalic seine Mannschaft um. Er veränderte das Spielsystem auf ein (offensiveres) 3-5-2 und beorderte fünf neue Spieler in die Anfangsformation. Das funktionierte sehr gut, die Kroaten verdienten sich den Sieg vollauf, ohne dass die wackeren Marokkaner enttäuscht hätten.

So oder so wird Marokko als die Überraschungsmannschaft der Weltmeisterschaft in Katar in die Geschichte eingehen. Die Nordafrikaner schalteten in den Gruppenspielen Belgien und in den K.o.-Spielen die weiteren Schwergewichte Spanien und Portugal aus.

Kroatien - Marokko 2:1 (2:1)
Khalifa International Stadium, Doha. - 45'416 Zuschauer. - SR Al Jassim (QAT).
Tore: 7. Gvardiol 1:0. 9. Dari 1:1. 42. Orsic 2:1.
Kroatien: Livakovic; Stanisic, Sutalo, Gvardiol; Orsic (96. Jakic), Majer (66. Pasalic), Modric, Kovacic, Perisic; Livaja (66, Petkovic), Kramaric (61. Vlasic).
Marokko: Bono; Hakimi, Dari (64. Benoun), El Yamiq (67. Amallah), Attiat-Allah; El Khannous (56. Ounahi), Amrabat, Sabiri (46. Chair); Ziyech, En Nesyri, Boufal (64. Zaroury).
Bemerkungen: Kroatien komplett. Marokko ohne Mazraoui (verletzt). Verwarnungen: 69. Ounahi, 84. Amallah. (ram/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Fans aus aller Welt an der Fussball-WM 2022 in Katar
1 / 34
Fans aus aller Welt an der Fussball-WM 2022 in Katar
Portugal.
quelle: keystone / abir sultan
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Unser erstes Mal
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Fribourg gewinnt gegen Bern + ZSC weiterhin makellos + Tigers drehen einen 0:3-Rückstand
Sieben Runden sind gespielt in der Nations League, und die ZSC Lions, der Titelfavorit Nummer eins, liegen bereits neun Punkte voraus. Am anderen Ende der Tabelle steht Lugano.
Der SC Bern geht in Freiburg bereits nach zwölf Sekunden durch das erste Saisontor des späteren Doppel-Torschützen Rodwin Dionicio in Führung, am Ende behält der Meister aber seine weisse Heimweste. Noch vor der ersten Drittelspause wenden Christoph Bertschy im starken Powerplay und Jacob de la Rose das Blatt, am Ende resultiert ein souveränes 5:2.
Zur Story