Diego Maradona ist tot – das Leben der «Hand Gottes» in Bildern
Er wusste schon damals von der US-Gier – darum geht Diego Maradona gerade viral
Aktuell geht ein Video des 2020 verstorbenen argentinischen Fussball-Superstars Diego Armando Maradona viral. Dabei handelt es sich nicht um eines seiner spektakulären und legendären Tore. Nicht um die Hand Gottes, nicht um sein legendäres Warm-up in München. Und auch nicht um eines seiner berühmt-berüchtigten Interviews, bei denen er nicht ganz klar im Kopf wirkte.
Nein, der Videoausschnitt, der aktuell gerade die Runde macht, stammt aus dem Jahr 2018. Damals wurde gerade die momentan laufende Weltmeisterschaft an die USA, Kanada und Mexiko vergeben – und daran hatte Maradona keine Freude. In einer argentinischen TV-Sendung beim Sender Telesur wird der Weltmeister von 1986 gefragt, was er von dieser Vergabe hält.
Maradona opinando del Mundial 2026 en 2018.
— Adi el Grande (@icardo8) June 29, 2026
Canadá que esquíen, EEUU quiere 4 tiempos de 25 minutos, y sale ganando México que gana 2 partidos y juega contra Alemania o Brasil y fuera. pic.twitter.com/9kE93M5XD1
«Es gefällt mir nicht», antwortete Maradona. Ihn störte vor allem die fehlende Fussballkultur in Kanada und den USA. «Die Kanadier sind vielleicht gute Skifahrer und die Amerikaner machen daraus ein Spiel mit vier Vierteln mit je 25 Minuten, damit sie noch mehr Werbung senden können.»
Damit schien der Argentinier ins Schwarze getroffen zu haben. Für die WM 2026 führte die FIFA obligatorische Trinkpausen ein. Jeweils in der 22. und 67. Minute werden die Spiele für je drei Minuten unterbrochen. Der Fussball-Weltverband behauptet, es gehe dabei darum, die Spieler vor der Sommerhitze in Nordamerika zu schützen. In der Realität werden die Pausen auch bei Temperaturen von deutlich unter 30 Grad durchgeführt. Stattdessen senden viele TV-Sender während dieses Unterbruchs Werbung und kassieren dafür viel Geld – auch das Schweizer Fernsehen.
Nur bei einem Punkt hatte Maradona Unrecht: Er sprach auch Mexiko jegliche Fussballkultur ab. «Sie verdienen es nicht. Kaum treffen sie auf Deutschland oder Brasilien, sind sie schon draussen», wetterte er. Mexiko hat sich in der Nacht auf heute Mittwoch allerdings gegen Ecuador für die Achtelfinals qualifiziert und eine riesige Party gefeiert. Derweil ist Deutschland nach dem blamablen Out gegen Paraguay bereits wieder auf dem Heimweg. (abu)
