Sport
Fussball

Das Machtvakuum ist vorbei: Die UEFA hat einen neuen Boss

epa05538880 President of the Football Association of Slovenia and candidate for the UEFA presidency Aleksander Ceferin speaks before the elections of the new UEFA President, at 12th Extraordinary UEFA ...
Der Favorit hat sich durchgesetzt: Aleksander Ceferin ist neuer Chef der UEFA. Bild: EPA/ANA-MPA

Das Machtvakuum ist vorbei: Die UEFA hat einen neuen Präsidenten

14.09.2016, 11:1114.09.2016, 11:43

Die 55 Mitgliedsverbände der UEFA haben den Slowenen Aleksander Ceferin beim Kongress in Athen zum neuen Präsidenten gewählt. Damit wird er Nachfolger von Michel Platini.

Der Slowene Aleksander Ceferin wurde beim ausserordentlichen Kongress in Athen zum neuen UEFA-Präsidenten gewählt. Der 48-Jährige folgt auf den Franzosen Michel Platini, der wegen seiner Sperre durch die FIFA-Ethikkommission seinen Posten hatte räumen müssen.

Ceferin setzte sich bei der Wahl in der griechischen Hauptstadt klar mit 42:13 Stimmen gegen den einzigen Konkurrenten, den 68-jährigen Niederländer Michael van Praag, durch. Die (verkürzte) Amtszeit von Ceferin dauert bis zum März 2019. Dann hätte das Mandat von Platini geendet.

Vier-Punkte-Plan angedeutet

Ceferin krönte damit seine Blitzkarriere vom bislang nur Insidern bekannten slowenischen Verbandschef zu einer der einflussreichsten Figuren im internationalen Fussball-Geschäft. «Wir sind die Wächter des schönen Spiels. Diese Verantwortung ist mein Kompass und ich möchte die Balance zwischen allen Akteuren bewahren», sagte Ceferin in seiner eher sachlichen Wahlrede.

Ceferin deutete einen Vier-Punkte-Plan an, der unter anderem die Diskussion über Mandatsbeschränkungen und die Einführung einer Compliance-Abteilung vorsieht. Kritik an fehlender Erfahrung im Funktionärsbusiness wies er zurück. «Wenn man immer laut sagt, ein Anführer zu sein, ist man es wahrscheinlich nicht», betonte der Rechtsanwalt. «Ich bin kein Showman, keine Egomane und kein Mann unhaltbarer Versprechen», ergänzte er. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
«Hab das Gefühl die Piste mag mich nicht»: Monney wartet in Wengen auf einen Spitzenplatz
In Wengen hat Alexis Monney in kurzer Zeit schon einiges erlebt, für einen Spitzenplatz hat es ihm bislang jedoch nie gereicht. Nun hofft der 26-Jährige, dass am Lauberhorn einmal alles aufgeht.
Beim Medientreff am Mittwochabend huscht Monney ein Grinsen übers Gesicht, als er nach seinem Verhältnis zu Wengen gefragt wird. «Ich mag Wengen wirklich sehr», sagt der Freiburger, «aber manchmal habe ich das Gefühl, die Piste hier mag mich nicht so.»
Zur Story