DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Liverpool manager Jurgen Klopp, left, celebrates with Xherdan Shaqiri after winning the game against Arsenal, during their English Premier League soccer match at Anfield Stadium in Liverpool, England, Saturday Dec. 29, 2018. (Peter Byrne/PA via AP)

Xherdan Shaqiri herzt Jürgen Klopp nach der Gala gegen Arsenal. Bild: AP/PA

Weshalb Liverpool-Trainer Jürgen Klopp gestern fast die Tränen kamen



Liverpools Trainer Jürgen Klopp kann zuversichtlich in das Gipfeltreffen mit Pep Guardiola und Verfolger Manchester City gehen. Beim glanzvollen 5:1 gegen Arsenal rührt ihn sein Team fast zu Tränen.

Schon während der Partie kamen Jürgen Klopp fast die Tränen, nach Schlusspfiff klopfte sich der sichtbar gerührte Coach vom FC Liverpool immer wieder aufs Herz und warf Kusshände ins Publikum.

Trotz des emotionalen Jahresausklangs bei der 5:1-Demontage von Arsenal wollte der Ex-Dortmunder vor dem Gipfeltreffen mit Manchester City und Pep Guardiola aber weiter nichts vom Titel wissen. «Ich bin nicht die klügste Person der Welt, aber ich bin wirklich kein Idiot», sagte Klopp nach Liverpools achtem Pflichtspielsieg in Serie. «Es ist wirklich nicht wichtig, wie viele Punkte du im Dezember vorne liegst.»

Mit der Demonstration seiner Offensivstärke um Dreifachtorschütze Roberto Firmino sowie Mohamed Salah und Sadio Mané, die jeweils einmal trafen, und dem spielfreudigen Xherdan Shaqiri im Mittelfeld dahinter erhöhte der souveräne Leader der Premier League den Druck auf ManCity. Sollten die weiter ungeschlagenen Reds das Duell am 3. Januar beim Verfolger gewinnen, bräuchte das Team von Pep Guardiola bei einem zweistelligen Punkterückstand schon eine immense Aufholjagd. «Es ist ein Marathon, den wir laufen», warnte Klopp dennoch.

Guardiola stimmt in die ersten Psychospielchen mit ein - und schob die Favoritenrolle direkt wieder dem Kontrahenten zu. «Was können wir sagen, wenn Liverpool neunmal keinen Gegentreffer bekommt und viele Tore erzielt. Wir können damit nicht mithalten, wenn wir uns mit ihnen vergleichen», gestand der Katalane vor dem Auftritt seiner Mannschaft am Sonntagnachmittag in Southampton.

Kurzes Fazit zu den Schweizern

Drei Schweizer standen gestern in den Startaufstellungen – und sie spielten alle durch. Lichtsteiner und Xhaka bei Arsenal, Shaqiri bei Liverpool. Zum Vergleich: Engländer standen nur deren zwei auf dem Papier.

Shaqiri zeigte bei Liverpool einen starken Auftritt, spielte einige schöne Pässe in die Spitze, welche leider nicht verwertet wurden. Gegen hinten agierte er gewohnt engagiert und zahlte das Vertrauen des Trainers definitiv zurück.

Lichtsteiner hatte gegen vorne einige gute Szenen. In der Defensive war das aber deutlich zu wenig gestern. Der Aussenverteidiger muss sich steigern, sonst droht bald wieder die Ersatzbank. Hängt natürlich auch immer mit der Verletzungssituation bei den Gunners zusammen.

Granit Xhaka ist nicht negativ aufgefallen. Allerdings kamen vom Schweizer auch kaum Sonderefforts. In einem solchen Spiel wünscht man sich vom Mittelfeldregisseur, dass er etwas mehr Initiative ergreift.

Selbstloser Salah rührt Klopp

Wenn Klopps Team in Bestform aufläuft, gibt es derzeit kaum einen Gegner, der mit der Angriffsstärke der Reds zurecht kommt. Die Arsenal-Verteidigung mit Stephan Lichtsteiner auf der rechten Seite war nach der eigenen Führung durch Ainsley Maitland-Niles (11. Minute) heillos überfordert. Liverpool konnte sich sogar aussuchen, wer jubeln durfte: Salah überliess Roberto Firmino den Ball vor dem Penalty zum 5:1. «Ich habe fast geweint, weil wir alle wissen, wie sehr Mo Tore schiessen will», sagte Klopp.

abspielen

Salah überlässt Firmino den Elfmeter.  Video: streamja

In Abwesenheit des an Knieproblemen leidenden Mesut Özil blieb Arsenals Angriffsspiel ohne Inspiration. Stürmer Pierre-Emerick Aubamayeng kam lediglich auf 13 Ballberührungen - sechs davon bei Anstössen. «Wir haben genug Qualität, auch wenn jemand verletzt ist», sagte Bernd Leno dennoch. Obwohl den bemitleidenswerten Ex-Leverkusener bei keinem Gegentreffer die Schuld traf, steht er dennoch in der Kritik. «Leno hat es nicht mal ins deutsche Nationalteam geschafft», sagte der langjährige Arsenal-Verteidiger Martin Keown. «Ist er besser als Petr Cech? Nein, ich denke nicht, aber Petr Cech hat seit September nicht mehr in der Liga gespielt.» (cma/sda/dpa)

So verlief das Spektakel im Liveticker – selbstverständlich mit allen Toren

Fussballer, die immer was zu essen oder trinken haben

1 / 37
Fussballer, die immer was zu essen oder trinken haben
quelle: instagram/sportavellino / instagram/sportavellino
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kommentar

Sie können es einfach nicht besser

Nach der Klatsche der Nationalmannschaft gegen Italien dreht die Fussballschweiz am Rad. Dabei ist die Niederlage nichts anderes als ein Realitätscheck und ein Beweis für mangelnde Qualität in der Mannschaft.

Die deutliche 0:3-Niederlage der Schweizer Nationalmannschaft gegen Italien wirft hohe Wellen. Allenthalben wird der Rücktritt von Vladimir Petkovic gefordert, der Einsatz und Siegeswille der Spieler wird in Frage gestellt und die unsäglichen Diskussionen ums Singen der Hymne, das mit der fussballerischen Leistung auf dem Rasen rein gar nichts zu tun hat, flammen wieder auf.

Die Niederlage gegen Italien hat ihren Ursprung nicht in protzigen Autos oder blondierten Haaren, sondern in mangelnder …

Artikel lesen
Link zum Artikel