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Neuer GC-Präsident: «Wir haben möglicherweise Führungsprobleme – oder auch nicht»

Nun ist klar, wer die Grasshoppers aus der fast ausweglosen sportlichen Misslage retten soll: Dr. Stephan Rietiker tritt bei GC die Nachfolge als Präsident von Stephan Anliker an.



Dr. Stephan Rietiker ist seit Jahren als Mitglied der GC-Gönnervereinigung «Donnerstag-Club» eng mit dem Rekordmeister verbandelt. Nun muss er den Verein, den er im Communiqué der Grasshoppers als «wunderbar und mit einer einzigartigen Ausstrahlung» bezeichnet, aus der schwierigsten Lage seit 1949 führen.

Stephan Rietiker an einer Medienkonferenz in Zuerich am Mittwoch, 27. Maerz 2019. Die Hauptaktionaere der Grasshopper Fussball AG haben heute Stephan Rietiker als designierten VR-Praesidenten bestimmt.  (KEYSTONE/Walter Bieri)

Dr. Stephan Rietiker Bild: KEYSTONE

Rietiker übernimmt den Posten als Nachfolger von Stephan Anliker, der am Montag seinen Rückzug als Präsident des Verwaltungsrates bekannt gegeben hatte. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger will Rietiker bei der Rettung von GC die Fans besser ins Klubgeschehen einbinden, was «superwichtig» sei bei der Mission Ligaerhalt. Anliker hatte sich bei den Fans zuletzt sämtlichen Kredit verspielt, da er den Dialog mit ihnen verweigert hatte.

Mit vier Punkten Rückstand auf den Barrage-Platz liegt GC derzeit am Tabellenende. Das sagt Rietiker bei seinem Amts

Das sagt Rietiker bei seinem Amtsantritt über ...

... die momentane Situation von GC:

«Ich habe mich in den letzten Tagen intensiv mit GC befasst. Wichtig ist, dass ich die Unterstützung aller Aktionäre habe. Ich ging in der Schweiz und den USA durch diverse Stahlbäder und es ist wichtig diese Erfahrung zu haben. Die Situation ist ernst. Der erste Fokus ist der Ligaerhalt und diesem Ziel ist alles unterzuordnen. Es geht darum, dass alle – Staff, Spieler, Trainer, Fans – auf dieses Ziel hinarbeiten. Wir haben möglicherweise Führungsprobleme – oder auch nicht. Das werden wir analysieren. »

... seinen Führungsstil:

«Naturgemäss ist mein Führungsstil geprägt aus meiner Zeit als Unternehmer und CEO. Musste einige Male Unternehmen im Überlebenskampf übernehmen. Ich will eine klare Führung im sportlichen und finanziellen Bereich. Am Sonntag werde ich im Stadion sein. Morgen werde ich auf dem Campus alle Leute kennenlernen. Ich werde nicht alles auf den Kopf stellen.»

... über den neuen Sportchef:

«Wir werden uns auf die nächste Saison hin an diese Problem machen. Wir suchen parallel nach CEO und Sportchef, obwohl Der CEO eigentlich für seine Mannschaft und sein Personal verantwortlich ist. Es gibt Kandidaten, aber will noch keine Namen nennen. »

... sein Fussball-Wissen:

«Es stimmt natürlich, dass ich kein Fussball-Experte bin. Ich bin hochinteressiert an GC, auch emotional an den Klub gebunden. GC ist ein Unternehmen. Ich will diesen Klub wie ein Unternehmen führen. Ich werde mir die geeigneten Spezialisten holen, damit wir auch sportlich erfolgreich sind. Ich bin optimistisch. . In solchen Situation führt alles über den Kampf. Wer müssen und werden kämpfen.»

... die Fans:

«Die Fans sind mir ein grosses Anliegen. GC kann nur existieren, wenn der Dialog mit den Fans stimmt. Ich werde auf die Fans zugehen und schauen, wie man die Kommunikation verbessern kann. Bei Ausschreitungen und Gewalt vertrete ich aber klar eine Nulltoleranz-Philosophie. Die Signale der Fans sind aber positiv.»

... die Gründe für sein Engagement:

Ich bin Zürcher. Es schmerzt mich, den Klub mit dieser Geschichte in einer solchen Situation zu sehen. Das ist eine Aufgabe die mich reizt. Ich will, dass es GC wieder gut geht. Es gibt fast keine Situation, die man nicht lösen kann.

... die Szenarien nach einem möglichen Abstieg:

«Der Patient GC ist auf der Intensivstation mit guten Chancen zu überleben. Gespräche über diese Szenarien sind intern im Gang. In der Öffentlichkeit will ich dazu noch nichts sagen.»

... die Dauer seines Engagements

«Einen Zeithorizont habe ich nicht. Ich will die nächsten Anderthalb Jahre gut machen. Ich werde nicht davonlaufen, wenn die Saison sportlich schief geht.»

(abu/sda)

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