DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Zu 99,9 Prozent steigt GC in die Challenge League ab.
Zu 99,9 Prozent steigt GC in die Challenge League ab.Bild: KEYSTONE

GC-Präsident Rietiker will «kämpfen bis zum Schluss» – doch die Mathematik sträubt sich

Der erste Abstieg des Rekordmeister rückt immer näher: Man wird sich bald daran gewöhnen müssen, den Namenszug der Grasshoppers in einer Tabelle mit Rapperswil-Jona, Wil, Kriens und/oder Chiasso zu lesen.
06.05.2019, 10:54

Der Samstag, 4. Mai 2019, war der Tag, an dem sich die Grasshoppers mit dem 0:1 gegen St. Gallen in der Praxis aus der höchsten Liga verabschiedet haben. Nur die Mathematik wehrt sich noch eisern, auch wenn sie die Wahrscheinlichkeit des Abstiegs mit etwas mehr als 99.9 Prozent veranschlagen muss. Der letzte Abstieg der Hoppers passierte im Frühling 1949. Wer damals zur Welt kam, ist heute im Erlebensfall 70 Jahre alt.

Die Highlights des Spiel GC vs. St.Gallen.Video: YouTube/SRF Sport

In der Saison des historischen Falls zeigen die Hoppers auf dem Platz Leistungen, die des Rekordmeisters unwürdig sind. Im Herbst blieben sie mit einem deutlich negativen Saldo hinter den eigenen Erwartungen zurück, und danach, ab Ende November, gewannen sie in 17 Anläufen kein Spiel mehr. Feuerwehrmann Uli Forte konnte den Brand nicht mehr löschen, weil es nichts mehr zu löschen gab. Die Mannschaft war schon bis auf die Grundmauern niedergebrannt, wenn sie überhaupt je ein Fundament hatte.

Noch wollen es bei GC aber nicht alle einsehen. Präsident Stephan Rietiker schreibt heute in einer Stellungnahme: «Der Ligaerhalt ist angesichts der Punktedifferenz und des Torverhältnisses in den vier verbleibenden Runden äusserst schwierig geworden. Ungeachtet dessen wird die Mannschaft bis zum Schluss kämpfen. Das sind wir unserem Publikum und den Fans schuldig.»

Forte und Rietiker haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben.
Forte und Rietiker haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben.Bild: KEYSTONE

Die Statistik spricht jedoch eine andere Sprache: In der laufenden Saison schneiden die Zürcher so schlecht ab wie niemals zuvor. Nach 32 Runden stehen sie bei 24 Punkten (0.75 Punkte pro Spiel) und bei einer Tordifferenz von minus 27. Ähnlich schlecht – 26 Punkte, minus 23 Tore – waren sie nach 32 Runden nur in der Saison 2011/12. Damals jedoch konnte nichts passieren, weil einerseits Neuchâtel Xamax im Zug des Skandals um Bulat Tschagajew zwangsrelegiert wurde und andererseits der FC Sion wegen seiner Transfervergehen mit einem Abzug von 36 Punkten belegt wurde.

bild: srf

Die sich ablösenden Cheftrainer Thorsten Fink, Tomislav Stipic und Uli Forte schickten in der laufenden Saison bei GC 39 verschiedene Spieler auf den Platz. 39 Spieler bedeuten mehr als das Anderthalbfache eines gängigen Kaders. Legt man die 24 gewonnenen Punkte auf die eingesetzten Spieler um, ergeben sich 0.61 Punkte pro Spieler. Die Young Boys waren effizienter. Mit 24 Spielern holten sie 82 Punkte, Das sind 3.41 Punkte pro Spieler. (pre/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die unendliche GC-Saga

1 / 60
Die unendliche GC-Saga
quelle: imago / geisser
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Abonniere unseren Newsletter

12 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Herr Ole
06.05.2019 11:53registriert Dezember 2017
Was für einen Sinn die Rechnung mit Punkten pro eingesetztem Spieler hat, verstehe ich nicht.
1464
Melden
Zum Kommentar
avatar
TanookiStormtrooper
06.05.2019 12:01registriert August 2015
Dann machen wir doch etwas Mathe:
Damit GC den Barrage-Platz noch zu erreichen kann muss
- Xamax jetzt jedes Spiel verlieren
- GC jedes Spiel gewinnen
- Fürs Torverhältnis müsste GC jedes Spiel mit durchschnittlich 2 Toren Vorsprung gewinnen, ausser Xamax verliert alle Spiele mit einem durchschnittlichen 3 Tore Rückstand
Mathematisch ist der Ligaerhalt noch möglich, praktisch gesehen sind sie aber nicht erst letzte Woche abgestiegen.
913
Melden
Zum Kommentar
avatar
Big Ben
06.05.2019 11:26registriert Februar 2016
Jetzt muss in aller Konsequenz am Team für die nächste Saison in der Challenge League gebaut werden.
Vier Spiele unter dem Motto "Vorstellungsgespräch".
Wer dann nicht kann oder will --> abfahre bitte!!!
621
Melden
Zum Kommentar
12
GC holt gegen zehn Sittener einen Punkt und bleibt unbesiegt
Die Grasshoppers setzen sich an die Tabellenspitze der Super League. Die Zürcher kommen in der 5. Runde beim FC Sion zum 2:2 und bleiben damit in dieser Saison ungeschlagen.

Es hätte auch mehr sein können für die Grasshoppers. Der seit Meisterschaftsstart so effizient auftretende Rekordmeister zeigte zwar über 50 Minuten lang fast gar nichts Nennenswertes, schaffte dann aber innerhalb von kürzester Zeit die vermeintliche Wende.

Zur Story