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HC Lugano

Lugano macht es besser als Davos und zieht in den Spengler-Cup-Final ein

Spengler Cup, Halbfinals
Lugano – Jekaterinburg 3:0 (1:0,1:0,1:0)
Davos – Team Canada 5:6 (3:1,1:3,1:2)​
Tim Stapleton bringt Lugano mit dem 1:0 auf Kurs, danach läuft alles wie am Schnürchen.
Tim Stapleton bringt Lugano mit dem 1:0 auf Kurs, danach läuft alles wie am Schnürchen.
Bild: SPENGLER CUP

Lugano macht es besser als Davos und fliegt dank Gala-Vorstellung gegen Jekaterinburg in den Spengler-Cup-Final

Lugano steht zum zweiten Mal nach 1991 im Final des Spengler Cups. Die Tessiner gewinnen den zweiten Halbfinal in Davos gegen Jekaterinburg 3:0. Im Endspiel wartet ab Silvester-Mittag das Team Canada.
30.12.2015, 22:4931.12.2015, 08:00

Lugano – Jekaterinburg 3:0

» Hier geht's zum Liveticker der Partie – mit allen Highlights im Video.

– Lugano steht auch bei der zweiten Spengler-Cup-Teilnahme seiner Vereinsgeschichte im Endspiel. Den russischen Herausforderer Jekaterinburg besiegte das Team von Doug Shedden stilsicher 3:0.

– Die Tessiner starten druckvoll in den Spengler-Cup-Halbfinal gegen Jekaterinburg und gehen in der 16. Minute durch Tim Stapleton, der einen Schuss von Philipp Furrer ablenkt, in Führung. Linus Klasen erhöht kurz nach Beginn des zweiten Drittels auf 2:0. Für den famosen Schweden ist es bereits der vierte Treffer an diesem Turnier.

Stapletons Ablenker rutscht durch.
video: srf
Herrlich, das Trickchen von Klaasen.
video: srf

– Damien Brunner entscheidet die Partie schliesslich knapp vier Minuten vor Schluss mit seinem Treffer ins leere Gehäuse. Jekaterinburg hat noch einmal alles auf eine Karte gesetzt und im Powerplay den Torhüter bereits sehr früh durch einen sechsten Feldspieler ersetzt.

Brunner macht mit seinem Empty-Netter alles klar.
video: srf

– Für die besten Show-Elemente sorgen aber die in der Skorerliste topklassierten Schweden Fredrik Pettersson und Linus Klasen. Die Tessiner nur auf ihre Künstler zu reduzieren, wäre aber zu einfach. Harte Defensiv-Arbeiter wie Philippe Furrer, Steve Hirschi oder Lorenz Kienzle tragen ebenso ihren Teil zum Coup bei.

– Im Tor glänzt der lettische WM-Kandidat Elvis Merzlikins nach ein paar Fehlgriffen im Schlussdrittel gegen Jokerit (4:6) im richtigen Moment. Doug Shedden, der im Oktober den ratlosen Patrick Fischer ersetzt hat, schafft im begabten Ensemble innert Kürze eine funktionierende Ordnung.

«Es hat Spass gemacht, das erste Mal gegen ein KHL-Team zu spielen. Ich bin happy, dass ich einen Shutout verbuchen konnte. Diesen widme ich meinen Coaches.»
Lugano-Keeper Elvis Merzlikins

– Lugano erreicht damit auch 24 Jahre nach seiner ersten Spengler-Cup-Teilnahme den Final. Damals unterlagen die Tessiner im Endspiel ZSKA Moskau 2:5.

Telegramm: 

Lugano - Jekaterinburg 3:0 (1:0, 1:0, 1:0)
6300 Zuschauer (ausverkauft). - SR Vinnerborg/Wehrli, Fluri/Tscherrig.
Tore: 16. Stapleton (Furrer) 1:0. 25. Klasen (Pettersson) 2:0. 57. Brunner (Walker) 3:0 (ins leere Tor).
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lugano, 2mal 2 Minuten gegen Jekaterinburg.
Lugano: Merzlikins; Chiesa, Furrer; Kienzle, Vauclair; Glenn, Spang; Hirschi, Kparghai; Brunner, Martensson, Stapleton; Pettersson, Sannitz, Klasen; Bertaggia, Filppula, Hofmann; Kostner, Walker, Reuille.
Jekaterinburg: Kovar; Megalinski, Wassilewski; Trjamkin, Kivisto; Antonowski, Turbin; Schurawljow; Tortschenjuk, Roman, Garejew; Popow, Koukal, Golyschew; Knjasew, Jemelin, Elo; Welitschkin, Alexejew, Mitjakin; Polosow.
Bemerkungen: Lugano ohne Morini, Steinmann, Ulmer (alle verletzt), Dal Pian, Fazzini, Sartori, Romanenghi (alle überzählig/geschont), Jektarinburg ohne Timaschow, Michnow, Simakow, Schtschemerow, Woropajew (alle überzählig/geschont). 54. Timeout von Jekaterinburg, danach dreimal und gesamthaft 110 Sekunden ohne Goalie. (pre/si)

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quelle: keystone / melanie duchene
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