Die Spanier freuen sich über den WM-Titel – und mit ihnen der Fussball.Bild: keystone
«Fussball 1, Verbrecher 0»: Das schreiben die Medien zum spanischen WM-Triumph
Spanien hat sich im WM-Final verdient gegen Argentinien durchgesetzt und ist zum zweiten Mal Weltmeister. Darüber freuen sich auch die internationalen Medien, welche die Spielweise der Südamerikaner harsch kritisieren. Die Presseschau.
Inhaltsverzeichnis
Spanien 🇪🇸
Marca
Bild: marca
«Es ging nicht nur um den Sieg, sondern um die Rettung des Fussballs!»
«Es gab einen Moment inmitten des Sturms aus Hinterhältigkeiten und Fouls der Argentinier, in dem das Spiel wie eine Aufforderung an die Spanier wirkte, alles aufzugeben, was sie in den Final gebracht hätte. Doch Spanien tat genau das Gegenteil. Es glaubte weiterhin an den Fussball.
Diese Weltmeisterschaft ist auch ein Triumph für die Art und Weise, wie wir in Spanien diesen Sport verstehen. Spanien hat nicht nur einen Final gewonnen. Es hat eine Spielweise bewahrt. Es hat den Fussball gerettet.»
Diese Weltmeisterschaft ist auch ein Triumph für die Art und Weise, wie wir in Spanien diesen Sport verstehen. Spanien hat nicht nur einen Final gewonnen. Es hat eine Spielweise bewahrt. Es hat den Fussball gerettet.»
quelle: marca.com
Diario AS
Bild: diario as
«Die Welt gehört uns!»
«Was für ein Final! Ein Final inklusive Verlängerung, der unsere Herzen höher schlagen liess, als Ferran Torres in der 106. Minute ein Tor schoss, das uns zurück zum Ruhm führte. Es war schön, es war gerecht. Das Gegenteil wäre gewesen, dem Fussball ein Bein zu stellen und diejenigen zu belohnen, die nach New Jersey gereist sind, um eher zu zerstören als aufzubauen.»
quelle: as.com
El Pais
«Spanien lebt in der Ewigkeit!»
«Die gigantische Bedeutung dieses Anlasses – ein WM-Final – hat Spanien nicht aus der Fassung gebracht. Ganz im Gegenteil. Die Mannschaft ist für Ereignisse dieser stratosphärischen Grössenordnung wie geschaffen. Sie ging auf den Platz, um ihr Spiel aufzubauen und den Gegner mit jedem einzelnen Spielzug zu ersticken. Argentinien schien, wie fast immer bei Weltmeisterschaften, das Spiel auf später verschieben zu wollen – bis zu den Minuten, in denen Messi aus seiner Lethargie erwacht. Aber das lag nicht an ihnen. Es war das überwältigende Spiel der Roja, das sie wie kein anderes Team in die Knie zwang.»
quelle: elpais.com
Mundo Deportivo
Bild: mundo deportivo
«Der zweite Stern ist nun weder eine Obsession noch ein Versprechen. Seit heute Abend ist er Teil des Wappens der spanischen Nationalmannschaft und ihrer Geschichte.»
quelle: mundodeportivo.com
Argentinien 🇦🇷
Clarin
Bild: clarin
«Sie haben alles gegeben: Da gibt es nichts zu beanstanden.»
«Es ist der Abschluss eines grossartigen Zyklus der Nationalmannschaft, die einen Weltmeistertitel, einen Vizeweltmeistertitel und zweimal die Copa América gewonnen hat – und es ist zugleich der Abschied von Lionel Messi, der mit 39 Jahren eine grossartige Weltmeisterschaft gespielt hat und von den Zuschauern gefeiert wurde. Danke, Leo!»
quelle: clarin.com
La Nacion
«Messi weint, ganz Argentinien umarmt ihn: Danke, Leo, du hast uns schon so viel Freude bereitet!»
Olé
Bild: olé
«Mögen sie ewig währen!»
«Applaudiert genauso. Freut euch genauso, denn das beste Argentinien der Geschichte hat es weiter geschafft, als irgendjemand gedacht hätte. Fühlt euch genauso verbunden mit einer Mannschaft, die ihre Widerstandsfähigkeit zu ihrer Hauptwaffe gemacht hat, die mit Fussball und Haltung – in welcher Reihenfolge auch immer – ein episches Abenteuer geschrieben hat.
Es tut weh, wie alle Niederlagen wehtun. Aber Argentinien verteidigte seinen Titel, so gut es ging. Es prägte den Charakter einer Weltmeisterschaft, die hoffentlich nicht als der letzte Tango des besten Teams der Geschichte in Erinnerung bleibt.»
Es tut weh, wie alle Niederlagen wehtun. Aber Argentinien verteidigte seinen Titel, so gut es ging. Es prägte den Charakter einer Weltmeisterschaft, die hoffentlich nicht als der letzte Tango des besten Teams der Geschichte in Erinnerung bleibt.»
quelle: lanacion.com
Schweiz 🇨🇭
Tages-Anzeiger
«Spanien ist Weltmeister – Argentiniens Destruktivismus wird bestraft.»
«Die Spanier sind der verdiente Sieger, der einzig richtige, wenn man es auch nur etwas mit dem Fussball hat. Argentinien hat nichts, rein gar nichts für dieses Spiel getan.»
quelle: tagesanzeiger.ch
Neue Zürcher Zeitung
Bild: neue zürcher zeitung
«Sehr spät besiegelte Ferran Torres die Niederlage des Titelverteidigers, der während 120 Minuten ohne echte Chance geblieben war. Mit seinem Treffer dürfte er bei all jenen für Erleichterung gesorgt haben, die Fussball nicht als destruktives Spektakel verstehen, das von Spielern betrieben wird, deren optische Anmutung einer Strassengang auch in der Spielästhetik ihre Entsprechung findet.»
quelle: nzz.ch
Deutschland 🇩🇪
Spiegel
«Treten ist Silber, Fussball ist Gold.»
«Bei allem Respekt vor dem Turnier der Argentinier: Mehr als Regelverstösse verschiedener Schwere hatten sie zu diesem Final nicht beizutragen. Spaniens Spielanlage, bei der jeder stets wusste, wo sich die Mitspieler positioniert hatten, und die technische Klasse ausreichte, um aus diesem Wissen Kapital zu schlagen, war der argentinischen Kratzbürstigkeit hochüberlegen.»
Zeit
Bild: zeit
«Der verdiente Weltmeister 2026 heisst Spanien. Die beste Mannschaft der Welt spielte auch im Endspiel ihre Überlegenheit und vertraute ihrem erhabenen Stil. Spanien bestimmte, wie gespielt wird. Und den Gegner liess sie wieder mal gar nicht mitspielen.
Der hiess Argentinien, eine Strassengang aus Südamerika, die den anderen wehtun will. Im Halbfinal gegen England war ihr das gelungen. Spanien hingegen war auf die Attacken vorbereitet. Fein aufeinander abgestimmt wie ein Orchester, hielt die Elf um Rodri den Ball in ihren Reihen und die Gegenspieler auf Distanz.»
Der hiess Argentinien, eine Strassengang aus Südamerika, die den anderen wehtun will. Im Halbfinal gegen England war ihr das gelungen. Spanien hingegen war auf die Attacken vorbereitet. Fein aufeinander abgestimmt wie ein Orchester, hielt die Elf um Rodri den Ball in ihren Reihen und die Gegenspieler auf Distanz.»
quelle: zeit.de
Bild
Bild: bild
«Liebe Fussball-Fans, das Bild, wie Lionel Messi nach dem 1:0-Sieg der Spanier im WM-Final auf dem Rasen vor den argentinischen Fans weint, werde ich so schnell nicht vergessen: sein grosser Traum vom zweiten Titel in Folge – geplatzt.
Das tragische Ende – war leider komplett verdient nach diesem Spiel. 2:20 lautete die Torschussbilanz am Ende gegen Argentinien. Das Fazit des Spiels: Gegen die Übermacht Spanien ist auch ein Übermensch wie Messi vollkommen machtlos.»
Das tragische Ende – war leider komplett verdient nach diesem Spiel. 2:20 lautete die Torschussbilanz am Ende gegen Argentinien. Das Fazit des Spiels: Gegen die Übermacht Spanien ist auch ein Übermensch wie Messi vollkommen machtlos.»
quelle: bild.de
England 🏴
The Telegraph
«Spanien gewinnt die WM – ein Triumph des Fussballs über das argentinische Verbrechen.»
«Fussball 1, Verbrecher 0. Es hat zwar eine Verlängerung gebraucht, aber Gott sei Dank haben wir es geschafft. Der Sport hat gesiegt. Spanien hat die Weltmeisterschaft gewonnen, und wir alle sind dadurch besser dran. Der Fussball ist dadurch besser dran. Es war wirklich dringend notwendig, dass Spanien diesen Final gewinnt. Alles andere hätte sich wie ein Verbrechen angefühlt.»
quelle: telegraph.co.uk
The Sun
Bild: the sun
«Ein Hoch auf die Fussballgötter! Ein Hoch auf Ferran Torres und Spanien! Und danke und gute Nacht an die Schlägertypen aus Buenos Aires.»
«An einem Nachmittag in New York musste Argentinien am Ende dafür bezahlen, dass es versucht hatte, ein Fussballspiel in eine Strassenschlägerei zu verwandeln. Fast zwei Stunden lang tat Argentinien so gut wie nichts. Nichts ausser Fouls, Rempeleien, Tritten und Schubsern – die Männer von Lionel Scaloni interessierten sich also ausschliesslich für die dunklen Künste. Eine skandalöse Vorstellung, bei der sich Lionel Messis letzter Tango in einen Solo-Walzer verwandelte, bei dem er am anderen Ende des Spielfelds auf sich allein gestellt umherirrte und das Getrete aus der Ferne beobachtete.»
quelle: thesun.co.uk
The Independent
«Argentiniens Auftritt im WM-Final war eine Schande für Lionel Messis Vermächtnis.»
«Weine nicht um sie, Argentinien. Lionel Messi vergoss zwar einige Tränen nach dem unbefriedigenden Ende einer der grossartigsten WM-Karrieren. Doch seine Mannschaftskameraden verdienen deutlich weniger Mitleid. Was als tapferer, dramatischer und fesselnder Versuch begonnen hatte, den Weltmeistertitel zu verteidigen, endete mit einem Mangel an Disziplin, Kreativität und vor allem an Torschüssen.»
quelle: independent.co.uk
