Viel Drama in Spiel 7: Fribourg schlägt Rappi in Verlängerung und steht im Halbfinal
Es war eine verrückte Partie: 2:0, 2:3 und 4:3 lautete der Spielstand aus Sicht von Fribourg. Den entscheidenden Treffer für Gottéron erzielte Verteidiger Benoît Jecker in der 77. Minute nach einem Fehler des Rapperswilers Jacob Larsson.
Jacob de la Rose hatte die Gastgeber mit dem 3:3 in der 54. Minute verdient in die Verlängerung gerettet – das Schussverhältnis im Schlussdrittel lautete 15:3. Der Ausgleich schien bereits neun Minuten zuvor durch Kyle Rau aus spitzem Winkel gefallen zu sein. Die Schiedsrichter schauten sich die Szene lange an und anerkannten den Treffer zunächst. Dann begaben sie sich nochmals zum Videostudium und entschieden diesmal, dass der Treffer über das Aussennetz erzielt worden war.
Im zweiten Drittel drehten die Gäste ein 0:2 (19.) in ein 3:2 (38.) – und dies völlig verdient. Sie kamen wie verwandelt aus der Kabine, was Fribourgs Headcoach Roger Rönnberg dazu bewegte, in der 25. Minute ein Time-out zu nehmen. Dieses erfüllte jedoch nicht seinen Zweck. Im Gegenteil: Noch in der gleichen Minute verkürzte Dominic Lammer auf 1:2.
Den Ausgleich (29.) und das 3:2 (38.) erzielten Malte Strömwall respektive Lawrence Pilut jeweils in Überzahl. In den ersten sechs Partien dieser Serie hatten die Rapperswiler während 47:12 Minuten Powerplay nur einen Treffer zustande gebracht. Wie klar die Gäste den Mittelabschnitt dominierten, verdeutlicht das Schussverhältnis von 13:3 zu ihren Gunsten.
In den ersten 20 Minuten war auf beiden Seiten Vorsicht Trumpf. Dennoch gelangen Fribourg zwei Treffer. Beim 1:0 (5.) war Rückkehrer Attilio Biasca per Ablenker erfolgreich, beim 2:0 lenkte der Rapperswiler Verteidiger Fabian Maier den Puck ins eigene Gehäuse – das Tor wurde Jamiro Reber gutgeschrieben.
Zum 32. Mal kam es in den Playoff-Viertelfinals zu einem Showdown und zum 28. Mal setzte sich der Gastgeber durch. In dieser Serie war es allerdings erst der dritte Heimsieg. Fribourg bekommt es im Halbfinal entweder mit Genève-Servette oder dem Titelverteidiger ZSC Lions zu tun. Entscheidend ist das siebte Spiel zwischen Servette und Lausanne am Donnerstagabend. Gewinnt Servette, trifft Qualifikationssieger Davos auf die Lions. Andernfalls spielen die Bündner gegen Lausanne um den Finaleinzug.
Aktuelle
Note
7
Ein Führungsspieler, der eine Partie entscheiden kann und sein Team auf und neben dem Eis besser macht.
6-7
Ein Spieler mit so viel Talent, dass er an einem guten Abend eine Partie entscheiden kann und ein Leader ist.
5-6
Ein guter NL-Spieler: Oft talentierte Schillerfalter, manchmal auch seriöse Arbeiter, die viel aus ihrem Talent machen.
4-5
Ein Spieler für den 3. oder 4. Block, ein altgedienter Haudegen oder ein Frischling.
3-4
Die Zukunft noch vor sich oder die Zukunft bereits hinter sich.
Die Bewertung ist der Hockey-Notenschlüssel aus Nordamerika, der von 1 (Minimum) bis 7 (Maximum) geht. Es gibt keine Noten unter 3, denn wer in der höchsten Liga spielt, ist doch zumindest knapp genügend.
Punkte
Goals/Assists
Spiele
Strafminuten
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Er ist
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Er kann
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Erwarte
Fribourg-Gottéron - SC Rapperswil-Jona Lakers 4:3 (2:0, 0:3, 1:0, 1:0) n.V.
9372 Zuschauer. SR Tscherrig/Ruprecht, Cattaneo/Bürgy.
Tore: 5. Biasca (Jecker, Arola) 1:0. 19. Johnson (Reber, Streule) 2:0. 25. Lammer (Albrecht, Capaul) 2:1. 29. Strömwall (Pilut, Albrecht/Powerplaytor) 2:2. 38. Pilut (Strömwall, Dünner/Powerplaytor) 2:3. 54. De la Rose (Rau, Wallmark) 3:3. 77. Jecker 4:3.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 4mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers.
PostFinance-Topskorer: Borgström; Strömwall.
Fribourg-Gottéron: Berra; Rathgeb, Kapla; Seiler, Streule; Jecker, Arola; Johnson; Bertschy, Borgström, Biasca; Rau, Wallmark, De la Rose; Sprunger, Walser, Marchon; Dorthe, Reber, Gerber; Nicolet.
SC Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Pilut, Maier; Henauer, Larsson; Dufner, Jelovac; Capaul; Strömwall, Rask, Wetter; Zangger, Maillet, Jensen; Lammer, Albrecht, Dünner; Hofer, Lindemann, Graf; Hornecker. (nih/sda)
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