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Montreal Canadiens' Ryan Poehling celebrates after scoring against the Toronto Maple Leafs during first period NHL hockey action in Montreal, Saturday, April 6, 2019. (Graham Hughes/The Canadian Press via AP)

Poehling jubelt über sein erstes Tor in der NHL. Im gleichen Spiel lässt er zwei weitere folgen. Bild: AP/The Canadian Press

3 Schüsse, 3 Tore und noch mehr – das legendäre NHL-Debüt des Ryan Poehling

Die Playoffs haben die Montreal Canadiens verpasst. Dafür hat das ruhmreiche NHL-Team einen neuen Hoffnungsträger: Dem 20-jährigen Ryan Poehling gelang bei seinem Debüt in der besten Liga der Welt ein fabelhafter Einstand mit drei Toren und einem verwandelten Penalty.



Was Ryan Poehling am Wochenende gelungen ist, das ist wohl die Definition des Begriffs «denkwürdig». Der 20-jährige US-Amerikaner lieferte bei seinem Einstand in der NHL eine Hollywood-reife Leistung ab.

Im letzten Spiel der Saison durfte Poehling erstmals im legendären Trikot der Montreal Canadiens auflaufen, zuhause, im kanadischen Gipfel gegen die Toronto Maple Leafs. 11:22 Minuten Eiszeit erhielt der Rookie – und die nutzte er für einen Hattrick. Dreimal zog Poehling ab, dreimal jubelte er.

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«Welcome to the National Hockey League!» Video: YouTube/NHL

Sein dritter Treffer war nach einem schnellen Angriff zweieinhalb Minuten vor dem Ende Montreals Ausgleich zum 5:5. Dabei blieb es auch nach der Verlängerung, es kam also zum Penaltyschiessen – und dort schrieb Poehling das letzte Kapitel seines Märchens. Denn er verwertete den entscheidenden Penalty, die «Habs» gewannen 6:5 und beendeten die Saison mit einem Sieg über den Erzrivalen.

MVP der letzten U20-WM

«Es fühlt sich surreal an, ich komme mir gerade wie im Traum vor», sagte Poehling nach dem Spiel. «Ich weiss fast nicht, was ich dazu sagen soll. Noch besser könnte es gar nicht sein.»

Poehling war im Draft vor zwei Jahren, als der Walliser Nico Hischier von den New Jersey Devils als Nummer 1 gezogen worden war, als 25. Spieler ausgewählt worden. Er spielte in dieser Saison bei den St.Cloud State Huskies in der US-College-Meisterschaft (36 Spiele, 31 Punkte) und kam nur deshalb zu seinem NHL-Debüt, weil die topgesetzten Huskies in den Playoffs überraschend früh gescheitert waren.

«Alles im Leben geschieht aus einem Grund», sinnierte Poehling. «Hätten wir jenes entscheidende Spiel nicht verloren, sondern gewonnen, wäre ich jetzt wahrscheinlich nicht hier.» Sein grosses Potenzial deutete er rund um den Jahreswechsel an, als er zum MVP der U20-WM gewählt wurde. Der Center führte die USA dort zur Silbermedaille.

Nur Matthews traf beim Debüt noch öfter

Montreals Headcoach Claude Julien freute sich wie jeder im Team mit dem Youngster. «Es ist schön zu sehen, dass wir gute junge Spieler haben, die nachkommen. Ryan spielte mit viel Emotionen und ich denke, er wird sich noch lange an diesen Abend erinnern.»

Mehr Tore beim NHL-Debüt hatte überhaupt nur ein Spieler erzielt: Auston Matthews traf im Herbst 2016 sogar gleich vier Mal. Beim historischen Abend von Ryan Poehling hatte der ehemalige ZSC-Spieler lediglich eine Nebenrolle inne: Matthews schaffte bloss einen Assist. Doch dafür geht seine Saison in den Playoffs weiter, wo die Toronto Maple Leafs auf die Boston Bruins treffen. Poehling hingegen hat nun endgültig Ferien.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Glenn Quagmire 08.04.2019 15:03
    Highlight Highlight Wäre an der Zeit, das der Stanley Cup nach Hause kommt.
  • Frau Anna Müller 08.04.2019 10:46
    Highlight Highlight Hätte Ryan Poehling die ganze Saison gespielt, wäre er nun bein 246 Goals angelangt 😉
    • antivik 08.04.2019 11:23
      Highlight Highlight Und dies mit einer Schusseffizienz von 100%! Da müssen sich Ovechkin und Gretzky warm anziehen ;)
    • Glenn Quagmire 08.04.2019 15:08
      Highlight Highlight Alles Lottergoalies in der NHL! Der Schwefelgeruch des Versagens weht durch die Arenen, während die Schillerfalter mit den aufgenähten Buchstaben am Rücken den Titanen die Scheiben auf der rutschigen Unterlage einschussbereit auflegen Die Goalies entscheiden, dass sie nicht Meister werden wollen und schlechter als Conz, Senn oder Bera spielen. Damit bringen Sie die Bandengeneräle zur Verzweiflung zumal sie der Romantik zum Trotz mit Helm spielen und nicht mit einer Hannibal-Goaliemaske.
  • zellweger_fussballgott 08.04.2019 10:23
    Highlight Highlight Äusserst bitter für die Habs als 14. der Liga nicht in die Playoffs zu kommen, weil der Westen und Osten je 8 Playoffplätze bekommen...
    • Glenn Quagmire 08.04.2019 15:09
      Highlight Highlight 3 Schüsse, 3 Tore... beim FCSG waren es doch 11 Schüsse 11 Gegentore, oder?

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