Sport
Olympia 2026

Olympia 2026: FIS-Präsident Eliasch sorgt sich wegen Schnee-Problemen

«Unerklärlich»: FIS-Präsident verärgert wegen Schneeproblemen vor Olympia in Italien

Anfang Februar finden die Olympischen Spiele im Norden Italiens statt. Doch noch ist nicht alles, wie es sein sollte.
21.12.2025, 04:4922.12.2025, 07:30
Benjamin Zurmühl / t-online
Ein Artikel von
t-online

Bormio, Antholz, Cortina d'Ampezzo. Die Liste der Wettkampforte der Olympischen Winterspiele 2026 mit grosser Wintersporttradition kann sich sehen lassen. Trotzdem laufen die Vorbereitungen auf das Grossereignis im kommenden Februar alles andere als glatt, wenn man Johan Eliasch Glauben schenken mag. Denn der Ski-Weltverbandspräsident schlägt eineinhalb Monate vor den Spielen wegen der Schneeverhältnisse Alarm. Die Verzögerungen bei den Vorbereitungen seien «unerklärlich», sagte der Fis-Boss am Rande des Alpin-Weltcups der Frauen im französischen Val d'Isère.

Johan Eliasch, President of the International Ski Federation, (FIS) reacts during the women's Downhill race at the Alpine Skiing FIS Ski World Cup, in St. Moritz, Switzerland, Saturday, December  ...
Johan Eliasch ist nicht zufrieden mit den italienischen Olympia-Vorbereitungen.Bild: keystone

Es sei «noch nicht alles bereit» für Olympia, führte der schwedisch-britische Funktionär aus:

«Die italienische Regierung und die Regionen, die die Spiele ausrichten, haben noch viel zu tun und müssen die Vorbereitungen beschleunigen.»

Am grössten ist die Sorge demnach um die Anlagen in Livigno, wo die Snowboard- und Ski-Freestyle-Wettbewerbe stattfinden sollen.

«Wir rufen dreimal täglich an»

Das Organisationskomitee für die Spiele von Mailand und Cortina d'Ampezzo hatte bereits in der vergangenen Woche der Nachrichtenagentur AFP bestätigt, dass es bei der Produktion von Kunstschnee vor Ort zu einem technischen Problem gekommen sei.

Auch deshalb sind die Sorgenfalten bei Eliasch und seinem Team so gross. «Wir rufen dreimal täglich an, morgens, mittags und abends», erläuterte der Fis-Chef:

«Es gibt dieses Problem mit der Schneeproduktion. Es gab Verzögerungen. Leider hat die italienische Regierung keine Gelder freigegeben, sodass die Organisatoren ums Überleben kämpfen.»

Auch wenn es Alternativpläne gebe, befinde man sich nun in einer Situation, in der man «nie hätte sein dürfen», so Eliasch.

Um den Snowpark in Livigno mit Schnee bedecken und die für die Wettbewerbe benötigten Elemente, Sprünge und Halfpipes herstellen zu können, müssen die Organisatoren grosse Mengen an Kunstschnee produzieren. Ihre Schneekanonen werden mit Wasser aus dem Monte-Sponda-Stausee versorgt, einem Bergreservoir mit einem Fassungsvermögen von 203'000 Kubikmetern.

Der Bau des 21,7 Millionen Euro teuren Stausees wurde Ende November abgeschlossen. Mit der Produktion von Kunstschnee sollte ursprünglich in der vergangenen Woche begonnen werden.

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur SID
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32 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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marcog
21.12.2025 06:12registriert Februar 2016
Wintersport wird eines der ersten Opfer der Klimaerwärmung. Es wird sicher einen riesigen Aufschrei geben, wenn deshalb die olympischen Winterspiele abgesagt werden müssen. Das Alarmsignal wäre es mir wert. Nur leider wird es abgesehen von grossen Worten einiger Politiker nichts geschen.
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Christof Smaul
21.12.2025 06:19registriert Mai 2020
3x täglich anrufen, wird die Lösung sein… Die Abfahrt wird nach Gröden verschoben!
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Händlmair
21.12.2025 07:53registriert Oktober 2017
Schneeprobleme gibt es, weil sich die Erde immer mehr aufheizt. Wenn es kein Schnee mehr auf natürliche Weise mehr gibt, dann sagt doch einfach diese Olympia ab oder verschiebt das ganze um ein Jahr. Ich verstehe so wie so nicht, warum man immer noch derart an diesen aufgeblasenen, kommerzialisierten Grossereignisse festhält.
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