«Unerklärlich»: FIS-Präsident verärgert wegen Schneeproblemen vor Olympia in Italien
Bormio, Antholz, Cortina d'Ampezzo. Die Liste der Wettkampforte der Olympischen Winterspiele 2026 mit grosser Wintersporttradition kann sich sehen lassen. Trotzdem laufen die Vorbereitungen auf das Grossereignis im kommenden Februar alles andere als glatt, wenn man Johan Eliasch Glauben schenken mag. Denn der Ski-Weltverbandspräsident schlägt eineinhalb Monate vor den Spielen wegen der Schneeverhältnisse Alarm. Die Verzögerungen bei den Vorbereitungen seien «unerklärlich», sagte der Fis-Boss am Rande des Alpin-Weltcups der Frauen im französischen Val d'Isère.
Es sei «noch nicht alles bereit» für Olympia, führte der schwedisch-britische Funktionär aus:
Am grössten ist die Sorge demnach um die Anlagen in Livigno, wo die Snowboard- und Ski-Freestyle-Wettbewerbe stattfinden sollen.
«Wir rufen dreimal täglich an»
Das Organisationskomitee für die Spiele von Mailand und Cortina d'Ampezzo hatte bereits in der vergangenen Woche der Nachrichtenagentur AFP bestätigt, dass es bei der Produktion von Kunstschnee vor Ort zu einem technischen Problem gekommen sei.
Auch deshalb sind die Sorgenfalten bei Eliasch und seinem Team so gross. «Wir rufen dreimal täglich an, morgens, mittags und abends», erläuterte der Fis-Chef:
Auch wenn es Alternativpläne gebe, befinde man sich nun in einer Situation, in der man «nie hätte sein dürfen», so Eliasch.
Um den Snowpark in Livigno mit Schnee bedecken und die für die Wettbewerbe benötigten Elemente, Sprünge und Halfpipes herstellen zu können, müssen die Organisatoren grosse Mengen an Kunstschnee produzieren. Ihre Schneekanonen werden mit Wasser aus dem Monte-Sponda-Stausee versorgt, einem Bergreservoir mit einem Fassungsvermögen von 203'000 Kubikmetern.
Der Bau des 21,7 Millionen Euro teuren Stausees wurde Ende November abgeschlossen. Mit der Produktion von Kunstschnee sollte ursprünglich in der vergangenen Woche begonnen werden.
Verwendete Quellen:
- Nachrichtenagentur SID

