Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Roger Federer, of Switzerland, serves to Andrey Rublev, of Russa, during the quarterfinals of the Western & Southern Open tennis tournament, Thursday, Aug. 15, 2019, in Mason, Ohio. (AP Photo/John Minchillo)
Roger Federer

Roger Federer will in New York mit 38 Jahren seinen 21. Grand-Slam-Titel gewinnen. Bild: AP

Diese Grafik zeigt, wie gross Federers Chancen auf den US-Open-Titel wirklich sind



Wer gewinnt das US Open? Wie hoch stehen Roger Federers Chancen, dass er nach der bitteren Final-Niederlage in Wimbledon gegen Novak Djokovic doch noch in diesem Jahr seinen 21. Grand-Slam-Titel holt?

Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich das Tennis-Portal Tennis Abstract intensiv und es hat im Vorfeld des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres anhand des «ATP Elo Ratings» jedes Spielers eine Prognose gewagt.

Demnach hat Titelverteidiger Novak Djokovic (ATP 1) mit 25 Prozent die grössten Chancen auf den Turniersieg, dicht gefolgt von Roger Federer (ATP 3), der zu 24 Prozent den silbernen US-Open-Pokal in die Höhe stemmen wird. Die Chancen von Rafael Nadal (ATP 2) liegen bei 20 Prozent, dann folgt mit 9 Prozent Cincinnati-Sieger Daniil Medvedev (ATP 5). Und Stan Wawrinka, der Gewinner von 2016? Seine Gewinnchancen liegen bei mageren 0,1 Prozent.

Federer in der Nacht auf Dienstag

Roger Federer und Stan Wawrinka starten in der Nacht auf Dienstag ins diesjährige US Open. Federer spielt als letzte Partie der Night Session im Arthur Ashe Stadium (ca. 02.30 Uhr Schweizer Zeit) gegen den indischen Qualifikanten Sumit Nagal. Wawrinka eröffnet die Abendsession im zweitgrössten Louis Armstrong Stadium um 01.00 Uhr gegen den Italiener Jannik Sinner, der sich wie Nagal erstmals für das Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers qualifizierte. (sda)

Okay, spannend. «Aber wie funktioniert das Ganze?», fragst du dich jetzt sicher. Also: Das vom ungarischen Schachspieler und Physiker Arpad Elo entwickelte Elo-Bewertungssystem berücksichtigt im Gegensatz zum ATP-Ranking nur die Spielstärke des Gegners und nicht die Runde oder Turnierkategorie, in der man gegen diesen Gegner spielt.

Ziel war es, ein objektives Punktesystem zu kreieren, das die relativen Spielstärken unter den Spielern in ein Verhältnis setzt. Jeder Spieler bekommt zu Beginn ein geschätztes Start-Rating. Für jeden Sieg innerhalb der letzten 52 Wochen werden Punkte zum Rating addiert, für jede Niederlage Punkte abgezogen. Je besser der Gegner ist, gegen den man gewinnt, desto mehr Punkte werden addiert. Umgekehrt verliert ein Spieler auch mehr Punkte, wenn er gegen einen schwächeren Spieler verliert.

Bild

Arpad Elo hat ein objektiveres Punktesystem für Schach erfunden, das auch im Tennis Anwendung findet. bild: wikipedia

Ein Unterschied von 100 Punkten bedeutet beispielsweise, dass der Favorit eine Siegwahrscheinlichkeit von 64 Prozent hat. Bei 200 Punkten sind es 76 Prozent, bei 300 Punkten 85 Prozent, bei 400 Punkten 91 Prozent und bei 400 Punkten Unterschied 95 Prozent. Nicht berücksichtigt werden können weiche Faktoren wie Selbstvertrauen oder der aktuelle Fitnessstand.

Bencic mit kleinen Titelchancen

Bei den Frauen ist der Ausgang des Turniers gemäss Elo deutlich ausgeglichener als bei den Männern. Gemäss Tennis Abstract hat French-Open-Siegerin Ashleigh Barty (WTA 2) mit 20 Prozent die höchsten Gewinnchancen. Dahinter folgen Wimbledon-Siegerin Simona Halep (WTA 4) mit 15 Prozent und Karolina Pliskova (WTA 3) mit 9 Prozent.

Belinda Bencic (WTA 12) erreicht zu 25 Prozent den Viertelfinal und zu 15 Prozent den Halbfinal. In den Final schafft sie es zu knapp 7 Prozent, den Pokal stemmt sie zu 3 Prozent in die Höhe.

Bild

bild: reddit/tennis abstract

(pre)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Tennisspieler mit mindestens zwei Grand-Slam-Titeln (seit 1968)

So viel verdient Roger Federer mit Werbeverträgen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Captainlvs 27.08.2019 12:19
    Highlight Highlight „ ... bei 400 Punkten 91 Prozent und bei 400 Punkten Unterschied 95 Prozent. “

    Also ist die Wahrscheinlichkeit bei 400 Punkten nun 91% oder 95%?
  • EnnoConda 26.08.2019 14:52
    Highlight Highlight Nach den Wahrscheinlichkeiten in den Grafiken zu urteilen wäre ein Wetteinsatz auf RF nicht die dümmste Idee.
    • Team Insomnia 26.08.2019 20:22
      Highlight Highlight Klingt nicht mal schlecht aber solange Novak und Rafael im Turnier sind würde ich keinen Rappen auf Rotschi setzen.
  • Hosenabe 26.08.2019 13:49
    Highlight Highlight Ich wette mal die erste Runde nach wahrscheinlichkeit und schaue was dabei rumkommt ;)

Kommentar

Djokovic zeigt dem Rest der Welt den Mittelfinger und ist ein Gesundheitsrisiko

Die von Novak Djokovic initiierte Adria-Tour hat vier positive Coronafälle zur Folge. Über 100 Menschen, darunter viel Kinder, wurden in Quarantäne versetzt. Weil sich Djokovic nicht wie ein Vorbild verhielt.

Während Novak Djokovic und seine Kollegen halbnackt und völlig enthemmt durch Belgrad tanzen, dröhnt durch die Lautsprecher das Lied, das die Ignoranz der Elitesportler in einer Zeile kondensiert: «A Little Party Never Killed Nobody» – eine kleine Party hat noch nie jemanden getötet.

Eine Woche später ist zwar niemand, der an der von Djokovic initiierten Adria-Tour teilnahm, tot, dafür haben sich vier Personen mit dem Coronavirus infiziert, und sind in andere Länder Europas gereist. Über 100 …

Artikel lesen
Link zum Artikel