Sport
Ski

Ski Alpin: Corinne Suter spricht über die kommenden Olympischen Spiele

Portrait of Corinne Suter of Switzerland ahead of Friday's women's Downhill race at the Alpine Skiing FIS Ski World Cup, in Crans-Montana, Switzerland, Wednesday, January 28, 2026. (KEYSTONE ...
Corinne Suter wurde in der laufenden Saison von einer Verletztung zurückgeworfen.Bild: keystone

«Braucht wenig, bis es Klick macht»: Suter blickt trotz Schmerzen optimistisch auf Olympia

Eine Woche vor dem Saisonhöhepunkt steht Corinne Suter nicht da, wo sie sein möchte. Trotz des von einer Verletzung geprägten Winters ohne Top-Resultat bewahrt die Schwyzerin für Olympia ihre Zuversicht.
30.01.2026, 06:2730.01.2026, 06:34
Heute Abfahrt
Die Frauen tragen ihre letzte Abfahrt vor den Olympischen Spielen aus. Um 10.00 Uhr geht's in Crans-Montana los. Corinne Suter startet als erste Schweizerin mit der Nummer 5.

Kristallkugeln für den Sieg in der Abfahrts- und Super-G-Wertung, Olympia- und WM-Gold in der Abfahrt, dazu vier weitere Medaillen an Weltmeisterschaften – Corinne Suter hat ein Palmarès, welches viele andere Fahrerinnen gerne ihr Eigen nennen würden.

In den vergangenen zwölf Monaten allerdings blieb die 31-Jährige ohne Podestplatz. Die letzten zwei feierte Suter, die im vergangenen Winter nach einem Kreuzbandriss ihr Comeback gab, Mitte Januar 2025 in Cortina (Super-G) und Garmisch (Abfahrt) mit je einem 3. Platz.

epa11836091 Third placed Corinne Suter of Switzerland celebrates on the podium after the Women's SuperG race at the FIS Alpine Skiing World Cup in Cortina d'Ampezzo, Italy, 19 January 2025.  ...
In Cortina fuhr Suter vor einem Jahr auf das Podest.Bild: keystone

Platz 15 als bestes Saisonresultat

Heuer bestritt Suter gar erst drei Rennen, weil sie Anfang Dezember – und damit vor dem Speed-Saisonstart – im Training in St. Moritz stürzte und sich verletzte. Muskelfaserriss im linken Unterschenkel, Prellung des linken Kniegelenks und eine Fraktur im rechten Rückfussbereich, so die Diagnose, die eine Pause von rund einem Monat zur Folge hatte.

«Ich hätte mir die Saison definitiv anders vorgestellt, zumal nach der super Vorbereitung, die wir hatten», so Suter. Dass sie nicht zurückblickt, nach Ausreden sucht oder Trübsal bläst, ist nicht selbstverständlich. Rang 15 als Top-Resultat Ende Januar ist schliesslich nicht das, was sich Suter gewohnt ist. Trotz der bislang wenig erfreulichen Saison ist beim Interview-Termin am Mittwochabend im Teamhotel immer mal wieder ein lautes Lachen von ihr zu hören.

Corinne Suter of Switzerland inspects the course ahead of a training session for the women's Downhill race at the Alpine Skiing FIS Ski World Cup, in Crans-Montana, Switzerland, Wednesday, Januar ...
Suter beim Training in Crans-Montana.Bild: keystone

Manchmal noch Schmerzen

Dass sie im Januar bei ihrem Comeback in Zauchensee, als sie in der verkürzten Abfahrt 22. wurde, und in der Woche danach in Tarvisio bei ebenfalls durchzogenen Wetterbedingungen den Erfolg nicht mit der Brechstange und zu hohem Risiko erzwingen wollte, ist ebenso verständlich. Denn Olympia steht über jedem Weltcup-Rennen und ihr Fokus gilt ganz den zwei Speed-Rennen auf der Piste Olimpia delle Tofane. Auf dieser krönte sie sich 2021 zur Abfahrts-Weltmeisterin, zudem gab es auch im Super-G WM-Silber.

Die fünffache Weltcup-Siegerin ist überzeugt, dass es nur «ganz wenig braucht, bis es bei mir Klick macht». Es gebe Schwünge, die fahre sie voller Überzeugung, so Suter, dann aber folgten auch wieder Kurven, «in denen ich es mir noch nicht zutraue, weil ich manchmal noch Schmerzen spüre». Nichtsdestotrotz sei es für sie wichtig, Rennkilometer zu sammeln und das Gefühl wiederzufinden. «Manche Dinge kann man nicht nur trainieren.»

Corinne Suter of Switzerland reacts in the finish area after a training session for the women's Downhill race at the Alpine Skiing FIS Ski World Cup, in Crans-Montana, Switzerland, Wednesday, Jan ...
In dieser Saison fuhr Suter einmal in die Top 15.Bild: keystone

Gut also, folgen vor Olympia noch die zwei Heimrennen in Crans-Montana mit je einer Abfahrt (Freitag) und einem Super-G (Samstag). Mit der Piste Mont Lachaux verbindet Suter mehrheitlich positive Erinnerungen, in erster Linie in der Abfahrt. 2020 wurde sie zweimal hinter Lara Gut-Behrami Zweite, 2019 resultierte Rang 3. Allerdings im Super-G war sie in Crans-Montana in drei Anläufen nie besser als Neunte.

Zuletzt (fast) immer auf den Punkt bereit

Zwei gute Leistungen im Walliser Skiort, wo im Februar 2027 auch die Weltmeisterschaften ausgetragen werden, wären für Suter zwar genau der richtige Boost für ihre dritten Olympischen Spiele nach Pyeongchang und Peking. Doch selbst ohne Spitzenplatzierung in Crans-Montana würde sie mit einem Lächeln nach Cortina, wo es am kommenden Donnerstag mit dem ersten Training zur Olympia-Abfahrt (8. Februar) losgeht, anreisen.

Bilder des Jahres 2021, Sport 02 Februar Sport Themen der Woche KW06 Sport Bilder des Tages FIS Weltmeisterschaft, Ski Alpin, Cortina,Abfahrt, Damen Corinne Suter SUI Gold Medaillie und Weltmeisterin  ...
Vor fünf Jahren wurde Suter in Cortina Abfahrtsweltmeisterin.Bild: www.imago-images.de

«Wenn ich an Cortina denke, dann kommen mir gleich als erstes die extrem schönen Momente von 2021 in den Sinn. Ich freue mich extrem, dahin zurückzukehren.» Hilfreich mag bei dieser Rückkehr auch sein, dass es ihr in den letzten Jahren jeweils gut gelungen ist, bei Grossanlässen auf den Punkt bereit zu sein. Trotz allen Widrigkeiten in diesem Winter traut sie sich auch in gut einer Woche wieder einiges zu, vielleicht sogar eine Medaille.

Aber, so schränkt die Athletin zugleich wieder ein: «Eine Garantie, dass es dieses Mal auch wieder so sein wird, gibt es nicht.» Denn noch hat es bei Corinne Suter nicht Klick gemacht. (riz/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die Sieger der Lauberhorn-Abfahrt seit 1997
1 / 29
Die Sieger der Lauberhorn-Abfahrt seit 1997

2026: Marco Odermatt (Schweiz).

quelle: keystone / peter schneider
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Kommentatoren feiern Odis Lauberhorn-Sieg
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Sabalenka steht erneut im Australian-Open-Final und trifft auf Rybakina
Im Frauen-Final des Australian Open kommt es zu einer Neuauflage. In Melbourne spielen die Weltranglisten-Erste Aryna Sabalenka aus Belarus und die Kasachin Jelena Rybakina, die Nummer 5 im Ranking, zum zweiten Mal um die Trophäe.
Sabalenka tat den zweitletzten Schritt zu einem weiteren Grosserfolg mit einem 6:2, 6:3 gegen die Ukrainerin Jelina Switolina, die in den Runden zuvor wie die anderen drei Halbfinalistinnen ohne Satzverlust geblieben war - und sich auch gegen namhafte Konkurrenz durchgesetzt hatte. Die Nummer 12 der Weltrangliste bezwang vor ihrem ersten Halbfinal im ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres unter anderen die Amerikanerin Coco Gauff, die Nummer 3 der Welt, und die Russin Mirra Andrejewa, die Nummer 7.
Zur Story