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Davos' Felicien Du Bois, Davos' Yannick Frehner and Davos' Enzo Corvi after losing the game between TPS Turku and HC Davos, at the 93th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Sunday, December 29, 2019. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Bitter! Der HCD musste beim Heimturnier als erste Mannschaft die Segel streichen. Bild: KEYSTONE

HCD-Coach Wohlwend poltert nach Spengler-Cup-Aus: «Unsere Fans sind zu verwöhnt»



Der HC Davos scheiterte am 93. Spengler Cup erstmals seit der Einführung des aktuellen Modus im Jahre 2010 bereits in den Viertelfinals und verlor gleich alle drei Spiele.

Captain Andres Ambühl, Sportchef Raeto Raffainer und Trainer Christian Wohlwend suchten bei der Analyse nicht nach Ausflüchten. Raffainer, bislang für eine bemerkenswerte erste HCD-Saison nach der Ära Arno Del Curto noch kaum mit Gegenwind konfrontiert, musste sich kritische Fragen gefallen lassen.

Die Tore bei der HCD-Schmach gegen Turku. Video: SRF

Vorab dahingehend, das klubeigene Turnier quasi selbst zu einem reinen Show-Event degradiert zu haben mit sechs geschonten Spielern im letzten Vorrunden-Spiel gegen das Team Canada (1:5). «Wir wollten dieses Spiel mit diesem Aufgebot bestreiten, um den Viertelfinal zu gewinnen. Das haben wir nicht getan.»

«In den Playoffs hätten alle gespielt»

Das Ganze sei aus einer Situation mit angeschlagenen Spielern entstanden. «Dass die Fans oder das Spengler-Cup-OK enttäuscht sind, kann ich nachvollziehen. Ich will nicht nach Ausreden suchen. Wir setzten alles auf eine Karte. Und wir scheiterten.» Raffainer gab indes auch zu: «Wenn Playoff gewesen wäre, hätten alle angeschlagenen Spieler gespielt, auch die Gastspieler.»

Davos`Raeto Raffainer during the game between TPS Turku and HC Davos, at the 93th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Sunday, December 29, 2019. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Raeto Raffainer versucht den Journalisten das HCD-Aus zu erklären. Bild: KEYSTONE

Trotz der historischen Schmach für den HCD ist für Raffainer klar: «Wir werden auch im nächsten Jahr alles daran setzten, um den Titel mitzuspielen. Das muss unser Anspruch sein, auch wenn es vielleicht wieder eng wird im personellen Bereich. Klar ist: Wir sind ehrgeizig und neu. Und wir wollen unsere Mannschaft in einem besseren Licht zeigen.»

Trainer Wohlwend betonte, dass sein Team offensiv zu wenig Wirkung erzielte (nur je ein Tor pro Spiel). «Es war nur ein Tor bei fünf gegen fünf im ganzen Turnier für uns.» Auch die Verstärkungsspieler seien vorab auch hinter ihren eigenen Erwartungen geblieben. «Ganz klar, dieses Abschneiden ist ein ‹Boxhieb in den Magen›. Als positiver Mensch werden wir es analysieren und abhaken und dann wieder angreifen.»

Das am Schluss emotionale Interview mit Christian Wohlwend:

HCD-Trainer Wohlwend ärgert sich über die eigenen Fans. Video: SRF

Captain Andres Ambühl hatte vor einem Jahr während des Spengler Cups noch seinen Vertrag verlängert. Er konnte sich nicht erinnern, jemals mit dem HCD am Spengler Cup schlechter gespielt zu haben: «Die letzten paar Jahren spielten wir grundsätzlich besser. Wir dürfen nun keine Ausreden suchen. Zum Teil haben wir keine Tore aus Chancen gemacht und blöde Treffer kassiert. So verliert man halt die Spiele. Vielleicht spielten wir insgesamt auch zu kompliziert.»

Das sagte Captain Ambühl zum Spiel. Video: SRF

Ab Berchtoldstag 6 Spiele in 12 Tagen

Nun hätte das Team eine längere Ruhepause als angedacht. «Wir müssen die nächsten Tage nun clever nützen, um im Januar wieder erfolgreich zu sein. Aber es war sicher nicht in unserem Sinne, zwei Tage früher fertig zu sein.»

Physisch könnte sich die Pause als Vorteil erweisen: Vom 2. bis 12. Januar folgen für den HCD nun sechs Meisterschaftsspiele in zehn Tagen. Allenfalls bereits zum Auftakt am 2. Januar im Heimspiel gegen die Rapperswil-Jona Lakers dürfte unter anderen der für den Spengler Cup verletzt ausgefallene Davoser PostFinance-Topskorer Perttu Lindgren ins Line-Up zurückkehren. (pre/sda)

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