Sport
Tennis

Halep steht vor dem grössten Triumph ihrer Karriere – über ihre Brüste will sie jetzt nicht mehr reden

Simona Halep jubelt über den Finaleinzug.
Simona Halep jubelt über den Finaleinzug.Bild: David Vincent/AP
Erstmals in einem Grand-Slam-Final

Halep steht vor dem grössten Triumph ihrer Karriere – über ihre Brüste will sie jetzt nicht mehr reden

Simona Halep steht zum ersten Mal in ihrer Karriere in einem Grand-Slam-Final. Ihr grösster Erfolg bisher –verständlich, dass sie da nicht mehr über ihr früheres Ich reden möchte.
06.06.2014, 10:1306.06.2014, 15:32
Mehr «Sport»

Vor einem Jahr noch reiste die Rumänin Simona Halep als Weltrangliste-57. nach Paris. Der Aufenthalt endete nach einer Niederlage in der ersten Runde gegen die Spanierin Carla Suárez Navarro früh.

Ein Jahr später steht die 22-Jährige nun als Nummer 4 der Weltrangliste in ihrem ersten Grand-Slam-Final. Dort trifft sie morgen auf die Russin Maria Scharapowa (WTA 8).

Halep steht zum ersten Mal in einem Grand-Slam-Final.
Halep steht zum ersten Mal in einem Grand-Slam-Final.Bild: Reuters

Der Aufstieg

Wie man die starke Russin eliminiert, zeigte Halep bereits im vergangenen Jahr. Ein Jahr, in welchem die Rumänien zum ersten Mal für sportliche Schlagzeilen sorgte. Im Juni 2013 gewann Halep ihr erstes Turnier auf der Tour. Damals bodigte sie im Final die Deutsche Andrea Petkovic, die Gegnerin im diesjährigen French-Open-Halbfinal.

Haleps Final-Einzug

Sechs weitere Turniersiege sollten folgen, der eindrücklichste in Madrid, wo sie die Favoritinnen reihenweise vom Platz fegte – neben Sabine Lisicki, Ana Ivanovic eben auch Maria Scharapowa. Am Ende des Jahres wurde Halep verdienterweise zur Senkrechtstarterin des Jahres gekürt.

Und ihre Erfolgswelle geht 2014 unentwegt weiter. Vor Roland Garros erreichte sie bereits beim Australien Open die Viertelfinals. Und nun kann sie mit einem Sieg gegen Scharapowa in die absolute Weltspitze aufsteigen.

«Ich möchte nicht darüber reden»

Wie es ist, in Paris das Siegertreppchen zu besteigen, erfuhr die damals 16-Jährige im Jahr 2008. Damals gewann Halep dank einem Finalsieg über ihre Landsfrau Elena Bogdan das Juniorinnen-Turnier an der Porte d'Auteuil. Doch für Gesprächsstoff sorgte ein anderes Thema.

Simona Halep im Final des Junorinnen-Turniers von Roland Garros 2008.
Simona Halep im Final des Junorinnen-Turniers von Roland Garros 2008.Bild: Getty Images Europe

Mit Körbchengrösse 80E stieg Halep 2009 in den WTA-Zirkus ein. Doch wegen ihrer Rückenschmerzen, die sie auf dem Court stark beeinträchtigten, entschloss sich die 17-Jährige, ihre Brüste verkleinern zu lassen. Ihre Mobilität war sichtlich eingeschränkt, der Entscheid im Hinblick auf eine Profi-Karriere verständlich.

So wurde ihre Oberweite im Sommer 2009 auf 80B reduziert. Mit den unzähligen Medienberichten über ihre üppige Oberweite soll der Eingriff nichts zu tun gehabt haben.

Rund fünf Jahre später sind die Wunden verheilt, doch der Eingriff noch längst nicht vergessen. An der Pressekonferenz wird Halep von einem Reporter wieder einmal auf ihre Brüste angesprochen. Vehement weist sie den Journalisten zurecht: «Ich möchte nicht darüber reden. Das war vor langer Zeit und ist etwas sehr Persönliches. Also, es tut mir leid, aber ich werde darüber nicht mehr sprechen. Wenn Sie was über Tennis fragen wollen, rede ich darüber mit Freude. Aber dieses Problem, das ich hatte, das ist meine persönliche Sache.» Verständlich, steht Simona Halep doch gerade vor dem grössten Triumph ihrer noch jungen Karriere.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Englands Leidenszeit und Spaniens Rekordjagd – was du vor dem EM-Final wissen willst
Die Engländer warten seit einer halben Ewigkeit auf einen Titel und die Spanier sind kurz davor, den EM-Rekord zu brechen. Alles von den Rekorden der EM bis zu Erikssons emotionalem Brief an Southgate.

58 Jahre ist es her, seit England den letzten und einzigen Titel in der Geschichte des Mutterlands des Fussballs holte. 1966 gewannen die «Three Lions» den Weltmeister-Titel im eigenen Land. Das Team um Captain Bobby Moore und Manchester-United-Legende Sir Bobby Charlton setzte sich damals im Final gegen die Bundesrepublik Deutschland durch. Beim 4:2-Sieg nach Verlängerung glänzte Geoff Hurst mit einem Hattrick im Londoner Wembley-Stadion.

Zur Story