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epa07515836 Novak Djokovic of Serbia leaves the court after losing his quarterfinal match against Daniil Medvedev of Russia at the Monte-Carlo Rolex Masters tournament in Roquebrune Cap Martin, France, 19 April 2019.  EPA/SEBASTIEN NOGIER

Novak Djokovic macht nun auch sportlich schwierige Zeiten durch. Bild: EPA/EPA

Djokovics falscher Freund

Wie sich der Serbe aus Machtgier mit einem Gauner, der nun wegen schwerer Körperverletzung verurteilt ist, verbündete.

simon häring / ch media



Als Präsident des Spielerrats, so umriss er seine Vision, wolle er integrierend wirken. Sich für eine gerechtere Verteilung der Preisgelder einsetzen. Dafür, dass mehr als nur die besten hundert Spieler der Welt vom Tennis leben könnten. Doch erreicht hat Novak Djokovic, 32, das Gegenteil: Zwietracht, Missgunst, ein gestörter Dialog und ein Zwist zwischen den Wortführern – ihm, Roger Federer und Rafael Nadal.

Tennis players, from left, Fernando Verdasco, Juan Martin del Potro, Novak Djokovic, Roger Federer, Rafael Nadal, Andy Murray, Nikolay Davydenko and Robin Soderling pose for a photograph in front of a hotel in Westminster, London Friday Nov. 20 2009. The ATP World Tour Finals start at the O2 Arena in London, Sunday Nov. 22, 2009. (AP Photo/Kirsty Wigglesworth)

Djokovic, Federer und Nadal – die Verhältnisse sind kühl. Bild: AP

Längst wird er in der Öffentlichkeit ausgetragen. Entbrannt war die Debatte an der Frage, ob der Ende Jahr auslaufende Vertrag von Chris Kermode als Präsident der ATP verlängert werden soll. Djokovic hatte über Monate hinweg darauf hingewirkt, den Briten abzusetzen.

Er diskreditierte ihn, obwohl sich die Preisgelder unter dessen Führung seit 2013 verdoppelt haben, schmiedete Allianzen, führte Gespräche, verschickte E-Mails und sorgte mit seinen Kollegen im Spielerrat für die Absetzung des Spielervertreters Roger Rasheed.

Anfang März wähnte sich Djokovic am Ziel: Kermodes Vertrag wird nicht verlängert. Den Ausschlag gaben die drei Spielervertreter David Edges, Alex Inglot und Justin Gimelstob. Er löste Ablehnung und Entrüstung aus. Magnus Norman, der Coach von Stan Wawrinka, schrieb: «Ein trauriger Tag für die ATP-Tour. Der Mann hat einen unglaublichen Job für die Spieler und die Turniere gemacht.»

Und auch die Grosszahl der Spieler reagierte mit Befremden bis hin zu offener Kritik. Roger Federer sagte, er habe versucht, mit Novak Djokovic zu sprechen. Doch der sei für ihn nicht erreichbar gewesen. Auch Rafael Nadal beklagte mehrfach, Djokovic habe ihn nie angehört.

Von langer Hand geplant

Das eigentlich florierende Geschäft mit dem Tennis befindet sich seit Monaten in einer fundamentalen Umwälzung, bei der es um Macht und Millionen geht. Just in dieser Zeit verstricken sich die Ikonen in Grabenkämpfen. Federer kündigte an, sich künftig wieder in politische Fragen einmischen zu wollen, obschon er im Herbst seiner Karriere steht und Anfang Jahr zur «Aargauer Zeitung» sagte: «Es stehen andere in der Verantwortung. Sie sollen den Rat so führen, wie sie es für richtig halten.»

Doch durch die Absetzung Kermodes ist ein Vakuum entstanden. Lange galt es als ausgemacht, dass Gimelstob, der als Spielervertreter die Absetzung Kermodes mitverantwortete, die Nachfolge antritt. Er gilt wie David Edges, der Ende 2018 den vom Spielerrat um Djokovic ausgebooteten Roger Rasheed ersetzte, als Verbündeter des Serben.

Doch spätestens seit diesem Montag ist Gimelstob nicht mehr tragbar. Er wurde von einem Gericht in Los Angeles zu drei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Der 42-Jährige hatte am 21. November 2018 einen Nachbarn auf offener Strasse angegriffen und während dreier Minuten über 50-mal auf dessen Kopf eingeschlagen. So steht es in der Anklageschrift.

Die Anklageschrift gegen Justin Gimelstob.

Gimelstob schrie dabei unentwegt «Ich werde dich töten». Und das vor den Augen der schwangeren Frau des Opfers und des zweijährigen Sohns. «Nie in meinem Leben hatte ich solche Schmerzen und solche Angst», schilderte das Opfer, Randall Kaplan. Gimelstob hatte er vor elf Jahren bei einer Hochzeit eines gemeinsamen Bekannten kennen gelernt. Sie hätten fünf Jahre gar keinen Kontakt gehabt, ehe Gimelstob ihn im letzten Mai sechsmal telefonisch zu erreichen versucht habe.

«Er ist ein grossartiger Spielervertreter. Bisher sind es Behauptungen. Es gilt die Unschuldsvermutung.»

Novak Djokovic im Januar

Kaplan reagierte nicht darauf. Als es eine Woche später in einem Restaurant zu einem zufälligen Treffen kam, habe Gimelstob ihn damit konfrontiert, weshalb er seine Anrufe ignoriere. In der Folge drohte er Kaplan im Beisein seiner Anwältin mit dem Tod und sagte: «Ich habe Geld. Sie ist die beste Anwältin der Welt und holt mich überall raus.» Sechs Monate später erfolgte der Angriff. Vom Vorfall traumatisiert, erlitt Kaplans Frau in der Folgewoche eine Fehlgeburt. «Bis dahin war es eine normale Schwangerschaft. Für die Ärzte ist klar: Es gibt keine andere Erklärung», sagte Kaplan vor Gericht.

Djokovics falsche Loyalität

Es ist nicht das erste Mal, dass Gimelstob übergriffig wurde. So soll er versucht haben, seine Ex-Frau, die er mehrfach misshandelt haben soll, mit dem Auto zu überfahren, während das gemeinsame Kind auf dem Rücksitz sass. Fünf weitere Fälle von Gewalt in den letzten vier Jahren sind dokumentiert: Doch immer wieder schüchterte Gimelstob die Opfer ein. Deshalb kam es bisher nie zu einer Verurteilung.

Noch Anfang Jahr hatte Djokovic sich für Gimelstob starkgemacht, als er sagte, das seien alles nur Behauptungen, und es gelte die Unschuldsvermutung. Gimelstob sei ein «grossartiger Spielervertreter». Mit seiner falschen Loyalität hat Djokovic nicht nur Spielerkollegen gegen sich aufgebracht, sondern das Tennis auch in eine tiefe Führungskrise manövriert.

FILE - In this July 23, 2008, file photo, Justin Gimelstob, then a member of Kastles' World Team Tennis, smiles during a match in Washington. Now a tennis broadcaster and coach, Gimelstob pleaded no contest to misdemeanor assault for attacking a former friend in Los Angeles on Halloween 2017. The district attorney's office says the 42-year-old former pro player was sentenced Monday, April 22, 2019, to three years of probation, 60 days of community service and a year's worth of anger management classes. (AP Photo/Lawrence Jackson, File)

Justin Gimelstob. Bild: AP/AP

Kermode ist Ende Jahr weg, wer auf ihn folgt, ist indes ungeklärt. Gimelstob sollte Djokovics verlängerter Arm in die Machtzentrale des Tennis werden. Noch ist er einer von drei Spielervetretern. Tritt er nicht zurück, kann er nur von einer einfachen Mehrheit des von Djokovic präsidierten Spielerrats abgesetzt werden. Dieser berät sich am 14. Mai in Rom.

Auch sportlich hat Djokovic der Konflikt zermürbt. Bei den letzten drei Turnieren gewann er nur noch fünf Spiele. Er habe sich von den Debatten zu sehr ablenken lassen. Nach einer Niederlage sagte er: «Ich habe meine Lektion gelernt.» Angesichts der Ereignisse bleibt zu hoffen, dass er sich bei dieser Aussage nicht nur auf den Sport bezogen hat. (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Jüre51 25.04.2019 05:58
    Highlight Highlight Nole ist und bleibt ein 🤬
  • DocJay 24.04.2019 18:12
    Highlight Highlight @Simon Häring: Wären Sie so nett und würden mir ein zwei Dinge erklären? In den bisherigen Artikeln von Ihnen zu Djokovic sind diese Angaben ebenfalls nicht belegt:

    Woher wissen Sie, dass Djokovic Rasheed "ausgebootet" hat?
    Was genau meinen Sie mit "falscher Loyalität"?
    Woher belegen Sie "sollte verlängerter Arm werden?"
    Ist Djokovic wirklich alleinverantwortlich für die "Führungskrise"?

    Ich mag Djokovic nicht. Ich würde ihre Ausführungen gerne für bare Münze nehmen, aber ein bisschen muss da schon dran sein, sonst sind es ja nur erfundene Vorwürfe von Ihnen. Bitte überzeugen Sie mich
  • Thurgauo 24.04.2019 15:29
    Highlight Highlight Ich bin kein grosser Tennis-Fan. Ich behaupte auch, ich trage keine rosarote Schweizer Brille. Aber Djokovic macht auf mich als Spieler & Mensch einen komplett unsympathisch Eindruck.
  • das Otzelot 24.04.2019 14:55
    Highlight Highlight Nole, bis zum Hals Weltklasse.
  • nem1307 24.04.2019 14:05
    Highlight Highlight Dieser Gimelstob ist offensichtlich kein Unschuldiger in dieser Sache, doch ich sehe hier keinen Grund gleich Djokovic und die ganze Geschichte um Kermode hier zu verbinden. Djokovic's Gedanke, das Preisgeld besser zu verteilen, ist ein sehr guter Ansatz. Spieler, die nicht unter der Top 100 sind, haben es sehr schwer im Tennisgeschäft. Dass Djokovic, als einer der Top-Spieler und Topverdiener sich für diese Leute einsetzt, finde ich persönlich sehr gut. Komisch, dass es Leute wie Federer, Nadal etc. stört. Das sagt meiner Meinung nach eher etwas schlechtes über diese Stars aus...
    • Real John Doe 24.04.2019 15:36
      Highlight Highlight Im Text steht ja, dass sich unter Kermode die Preisgelder auf der ATP Tour verdoppelt haben. Dazu gehören auch die kleineren Turniere und frühere Runden wo die weniger Bekannten noch mit dabei sind. Es ist ja nicht so, dass nur die Top10 nun doppelt soviel einstreicht. Bei den Grandslams z.B. am French Open kassiert man neu EUR 40k für einen 1. Runden Match ggü. 15k vor 10 Jahren. Beim US Open stiegen 2018 allein ggü 2017 für die ersten drei Runden die Preisgelder um durchschn. 7.5% auf 53k USD. Für die Finalisten stiegt das Preisgeld "nur" um 2,4 resp. 1,4 %
  • Toerpe Zwerg 24.04.2019 13:58
    Highlight Highlight Möge Nole noch lange mit Politik beschäftigt sein ...
  • Jim_Panse 24.04.2019 13:32
    Highlight Highlight Hoffe dass sich Nole schleunigst von dieser Person jetzt distanziert. Seinen humanitären Einsatz neben dem Platz habe ich bis anhin sehr viel gutes abgewinnen können
  • Allion88 24.04.2019 13:12
    Highlight Highlight Der Novak mag ohne Zweifel einer der Besten Spieler aller Zeiten sein. Auf seinem Zenit möglicherweise sogar das beste (effizienteste.. nicht schönste( Tennis überhaupt. Aber menschlich fehlt es schwer an Substanz... Darum wird er nie einen Nadal oder Federer übertrumpfen können wenn es um den GOAT geht... Es zählen nicht nur die Titel
  • Merida 24.04.2019 13:09
    Highlight Highlight Freudscher „Verleser“?
    „Als Präsident des Spielerrats, so umriss er seine Vision, wolle er integrierend wirken.“ Habe tatsächlich „intrigierend“ gelesen...
    • Therealmonti 24.04.2019 13:29
      Highlight Highlight Hoppla! Super. Vielleicht hat der Djoker damals auch einen Versprecher gehabt...
    • Mia_san_mia 25.04.2019 01:23
      Highlight Highlight Ist mir auch passiert 😜
  • Bijouxly 24.04.2019 13:02
    Highlight Highlight Wow, das muss ja echt ein Soziopath sein. Musste einige Male leer schlucken.
    • Mia_san_mia 25.04.2019 01:23
      Highlight Highlight Übertreibs nicht 😃
    • Bijouxly 25.04.2019 08:15
      Highlight Highlight Also wenn jemand seine Frau überfahren will mit dem gemeinsamen Kind im Auto... Das ist doch gestört!
    • Mia_san_mia 25.04.2019 08:23
      Highlight Highlight @Bijouxly: Ja absolut gestört.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Therealmonti 24.04.2019 11:53
    Highlight Highlight Ich mag dem Serben jede Niederlage von Herzen gönnen.
    • Mia_san_mia 25.04.2019 08:24
      Highlight Highlight Ich auch 👍🏻
  • Yorik2010 24.04.2019 11:23
    Highlight Highlight Kann es sein, dass Novak Djokovic doch nicht sooo intelligent ist wie gemeinhin angenommen wird?
    • InfinityLoop 24.04.2019 14:08
      Highlight Highlight Sie sind sicher intelligenter.....mo mol
    • Pümpernüssler 24.04.2019 17:19
      Highlight Highlight Er schafft es immerhin in jedes Fettnäpfchen zu treten. 🤭
    • Mia_san_mia 25.04.2019 01:22
      Highlight Highlight Wer nimmt den an, dass er so intelligent ist?
  • Xonco aka. The Muffin Man - the muffin man 24.04.2019 10:42
    Highlight Highlight Was für ein Hund dieser Gimmelstob,

    Ich würde ihn nur zu gerne Therapieren.

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