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Switzerland's Stan Wawrinka returns a ball to Uruguay's Pablo Cuevas during their first round match at the Swiss Indoors tennis tournament at the St. Jakobshalle in Basel, Switzerland, on Wednesday, Oct. 23, 2019. (Georgios Kefalas/Keystone via AP)

Stan Wawrinka kämpft sich gegen Frances Tiafoe durch, verletzt sich aber am Rücken. Bild: AP

Wawrinka macht Viertelfinal-Duell mit Federer klar – und gibt dann forfait



Das mit Spannung erwartete Schweizer Duell an den Swiss Indoors in Basel findet doch nicht statt. Stan Wawrinka erklärte für den Viertelfinal gegen Roger Federer am Freitagabend Forfait. Zwar rang der 34-jährige Romand den Amerikaner Frances Tiafoe (ATP 48) mit 6:3, 3:6, 7:5 nieder, allerdings verletzte sich «Stan the Man» im allerletzten Game am Rücken.

Wawrinkas Erklärung:

«Ich muss mich leider für morgen zurückziehen. Ich habe mich im letzten Spiel am Rücken verletzt. Er ist blockiert und ich weiss, dass sich da ein paar Dinge verschoben haben! Das ist natürlich auch für mich eine riesengrosse Enttäuschung! Besonders weil ich mich in den letzten Tagen – in Antwerpen und auch hier – so gut gefühlt habe. Aber das Risiko weiterzuspielen wäre zu gross. Wenn ich jetzt alles auf Erholung setze, gibt es vielleicht noch eine Chance für die letzten Turniere der Saison.»

Es hätte so schön sein können ... Anders als Federer am Mittwoch leistete sich Wawrinka in seinem Achtelfinal gegen den 13 Jahre jüngeren Frances Tiafoe (USA), mit dem er trotz des Altersunterschieds eng befreundet ist, einen Satzverlust. Die Partie, die als Lehrstunde für Tiafoe begann, geriet am Ende zum Krimi. Aber letztlich setzte sich Wawrinka 2:32 Stunden doch noch durch. Es war allerdings ein Pyrrhussieg.

Wawrinka erlebte in der St. Jakobshalle trotz des Umwegs über den dritten Satz eigentlich einen gemütlichen, äusserst stimmungsvollen Abend. Für einmal war er es, der vor 9000 Zuschauern in der ausverkauften Arena die Hauptrolle spielte. Wie schon am Vorabend wurde die 34-jährige Nummer 2 der Schweiz vom Publikum mit offenen Armen und euphorisch empfangen. Wawrinka verdankte die Sympathien mit einer zweiten starken Leistung.

Wawrinka brillierte phasenweise sogar. Am Ende benötigte er aber den Support des Publikums, um sich zum Sieg zu zittern. Der Verlust des zweiten Satzes war noch eine statistische Anomalie. Wawrinka verlor den Satz, obwohl er zu mehr Breakbällen gekommen war, obwohl er mehr Gewinnschläge produzierte, und obwohl ihm weniger Fehler als dem Gegner unterliefen. Im dritten Satz hingegen spielte Tiafoe von Anfang an auf Augenhöhe mit. Wie schon am Sonntag im Final von Antwerpen gegen Andy Murray drohte Wawrinka eine Niederlage in einem Spiel, welches er anfänglich klar dominiert hatte.

Aber Wawrinka biss sich durch. Er wehrte beim Stand von 5:5 im dritten Satz zwei Breakbälle ab. Später bot sich Tiafoe bei eigenem Aufschlag fünf Mal die Chance zum 6:6-Ausgleich. Schliesslich nützte «Stan the Man» aber seinen zweiten Matchball. Da wusste noch niemand, dass das Duell mit Federer nicht stattfinden wird.

Wawrinka zahlt in Basel den Tribut für die Anstrengungen der letzten Woche. Letzte Woche startete er in Antwerpen erstmals seit dem US Open wieder an ein Turnier. Er bestritt in Antwerpen und Basel sechs Einzel innerhalb von acht Tagen. Wawrinka trat heuer erstmals seit 2016 wieder in Basel an. Vor zwei Jahren fehlte er wegen seiner Knieoperation; 2018 verzichtete er im letzten Moment auf den Start ebenfalls wegen einer Rückenverletzung.

Die Swiss Indoors bringen Stan Wawrinka einfach kein Glück. Acht Mal scheiterte er seit 2003 als Favorit an Aussenseitern. Selten spielte er in Basel wirklich gut. Und jetzt, als er nach der Finalqualifikation letzte Woche in Antwerpen auch in Basel für einmal in Form schien, erwischte es ihn nach dem zweiten Sieg innerhalb von 27 Stunden am Rücken.

Dank Wawrinkas Forfait zieht Roger Federer kampflos in die Halbfinals ein. Dort trifft er am Samstag entweder auf den Griechen Stefanos Tsitsipas oder den Serben Filip Krajinovic. (pre/sda)

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