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Indian Wells, Achtelfinals

R. Federer – R. Nadal 6:2 6:3

S. Wawrinka – Y. Hishioka 3:6 6:3 7:6

N. Kyrgios – N. Djokovic 6:4 7:6

K. Nishikori – D. Young 6:2 6:4

D. Thiem – G. Monfils 6:3 6:2

epa05851106 Roger Federer of Switzerland celabrates his win against Rafael Nadal of Spain after their match at the 2017 BNP Paribas Open tennis tournament at the Indian Wells Tennis Garden in Indian Wells, California, USA, 15 March 2017.  EPA/LARRY W. SMITH

Wie von einem anderen Stern: Roger Federer zeigte gegen Rafael Nadal ein perfektes Spiel. Bild: LARRY W. SMITH/EPA/KEYSTONE

Überragender Federer fegt Nadal vom Platz – und zeigt schon fast vergessenen Move

Famos! Roger Federer erreicht in Indian Wells mit einer perfekten Leistung in 68 Minuten mit 6:2, 6:3 gegen Rafael Nadal die Viertelfinals. Dort trifft er auf Nick Kyrgios, der Novak Djokovic schlägt. Ebenfalls in der nächsten Runde steht Stan Wawrinka.



Roger Federer macht sich drauf und dran, den völlig unerwarteten und schier unglaublichen Erfolg vom Januar in Australien zu bestätigen. Federer zeigte im Achtelfinal gegen Erzrivale Nadal eine galaktische Leistung. Er spielte noch besser als in Melbourne im dritten Satz des Finals, als er Nadal mit 6:1 entzauberte. Im ersten Satz gelangen Federer fast dreimal mehr Gewinnschläge (15) als unerzwungene Fehler (6) – und das, «obwohl ich noch aggressiver spielte als in Melbourne» (Federer).

Man traut es sich fast nicht zu sagen: Aber Federer spielt bereits wieder wie eine Nummer 1. Dabei trauten ihm vor drei Monaten noch nicht einmal die Optimisten zu, nochmals ins Rennen um die Nummer 1 der Welt eingreifen zu können.

Federer spielte vor 16'000 Zuschauern Nadal von A bis Z aus, obwohl auch Nadal alles andere als schlecht spielte. Auch der Spanier erspielte sich bis Mitte des zweiten Satzes eine positive Bilanz zwischen direkten Winnern und unerzwungenen Fehlern. Erst in der Schlussphase der Partie, als Nadal wegen der drohenden Niederlage gezwungen war, noch mehr Risiken einzugehen, stieg beim Spanier die Fehlerquote noch leicht.

Roger Federer, of Switzerland, right, shakes hands with Rafael Nadal, of Spain, after their match at the BNP Paribas Open tennis tournament, Wednesday, March 15, 2017, in Indian Wells, Calif. Federer won 6-2, 6-3. (AP Photo/Mark J. Terrill)

Nadal hatte gegen Federer dieses Mal absolut nichts zu bestellen.  Bild: Mark J. Terrill/AP/KEYSTONE

Den SABR ausgepackt

Federer hingegen zeigte eine komplette Leistung. Er traf die Linien sowohl mit dem Aufschlag, der Vorhand, der Backhand und den Flugbällen. Als bestes Beispiel dafür diente am Ende der Matchball. Mit der Rückhand knallte Federer den Ball nach Nadals letztem Aufschlag genau von innen nach aussen geschlagen (inside-out) ins Eck. Nadal staunte kurz und begab sich dann nach vorne ans Netz, um Federer zum Sieg zu gratulieren. Der genoss die Ovationen des Gegners und der Fans: «Ich fühlte mich grossartig», so Federer. «Es machte Spass, so aggressiv zu spielen. Und fast alles gelang!»

Das Selbstvertrauen des Baselbieters ist zurzeit derart gross, dass er sogar den «SABR» wieder auspackte – und damit natürlich den Punkt machte.

Nicht gegen Djokovic

Federer und Nadal standen sich erstmals seit der allerersten Direktbegegnung in Key Biscayne vor 13 Jahren an einem Turnier wieder vor den Viertelfinals gegenüber. Und aus dem 36. Duell resultierte eine weitere Premiere: Zum ersten Mal überhaupt gewann Federer dreimal in Folge gegen Nadal, den er zuletzt 2015 im Final der Swiss Indoors und im Januar in Melbourne jeweils im Entscheidungssatz besiegt hat. Nach Siegen verkürzte Federer gegen Nadal, einen seiner Angstgegner, mit 13:23.

Im zweiten grossen Rendez-vous der Tennissaison steht Roger Federer zum zweiten Mal in den Viertelfinals, derweil Andy Murray und Novak Djokovic, die beiden Dominatoren der letzten Saison, sowohl am Australian Open wie in Indian Wells vor den Viertelfinals scheiterten. Djokovic unterlag in der kalifornischen Oase wie bereits am letzten Turnier in Acapulco nach einem Sieg über Juan Martin Del Potro am darauffolgenden Tag dem Australier Nick Kyrgios. Kyrgios, die Nummer 16 der Welt, trifft am Freitag auf Federer.

epa05851018 Novak Djokovic of Serbia walks off the court after losing to Nick Kyrgios of Australia in their match at the 2017 BNP Paribas Open tennis tournament at the Indian Wells Tennis Garden in Indian Wells, California, USA 15 March 2017.  EPA/LARRY W. SMITH

Der «Djoker» muss die nächste Enttäuschung hinnehmen.  Bild: LARRY W. SMITH/EPA/KEYSTONE

Kyrgios legte die Basis zum Sieg über Djokovic mit dem Aufschlag, seiner herausragenden Waffe. Dem 21-jährigen Australier gelangen 14 Asse und das Kunststück, dem so starken Rückschläger Djokovic keinen einzigen Breakball zuzugestehen. In den letzten drei Jahren kam Djokovic nur in zwei Einzeln nie zu einer Breakmöglichkeit: 2016 an den Olympischen Spielen gegen Del Potro und nun gegen Kyrgios. Der Australier gab in all seinen Partien in Indian Wells noch kein Aufschlagspiel ab; seit dem Startspiel gewährte er keinem Gegner mehr einen Breakball. Das bislang einzige Duell gegen Kyrgios verlor Federer vor zwei Jahren auf Sand in Madrid mit 7:6 (7:2), 6:7 (5:7), 6:7 (12:14).

Stan Wawrinka zittert sich gegen Nummer 70 der Welt zum Sieg

In den Viertelfinals steht auch Stan Wawrinka. Der Romand besiegte den japanischen «Lucky Loser» (ins Hauptfeld nachgerutscht nach einer Niederlage in der Qualifikation) Yoshihito Nishioka in 2:14 Stunden mit 3:6, 6:3, 7:6 (7:4). Nishioka ist nur die Nummer 70 der Welt.

epa05851166 Stan Wawrinka of Switzerland in action against Yoshihito Nishioka of Japan during their match at the 2017 BNP Paribas Open tennis tournament at the Indian Wells Tennis Garden in Indian Wells, California, USA, 15 March 2017.  EPA/PAUL BUCK

Klasse ist, wenn man auch dann gewinnt, wenn's eigentlich nicht so läuft: Stan Wawrinka. Bild: PAUL BUCK/EPA/KEYSTONE

Wawrinka unterliefen 57 Fehler. Im Entscheidungssatz lag er 3:5 und 5:6 in Rückstand; Nishioka schlug zweimal zum Matchgewinn auf. In den Viertelfinals trifft Wawrinka schon am Donnerstag entweder auf Gaël Monfils oder Dominic Thiem. 

(cma/sda)

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