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Interview

Odermatt über Kitzbühel-Abfahrt: «Das grösste Rennen unserer Sportart»

epa12664231 Marco Odermatt of Switzerland in action during the Men's Downhill Training at the FIS Ski World Cup stop in Kitzbuehel, Austria, 20 January 2026. EPA/ANNA SZILAGYI
Marco Odermatt im Training auf der Streif.Bild: keystone
Interview

Wie Odermatt den Super-G angeht, um in Kitzbühel auch einmal die Abfahrt zu gewinnen

Marco Odermatt spricht in Kitzbühel über ein mögliches Taktieren im Super-G, die für ihn nicht optimalen Bedingungen auf der Streif und sein grosses Ziel: der Gewinn der goldenen Gams in der Abfahrt.
22.01.2026, 09:0522.01.2026, 11:06

Marco Odermatt, viele Fahrer haben gesagt, dass die Streif dieses Jahr einfacher zu bezwingen ist als in anderen Jahren. Sehen Sie das auch so?
Marco Odermatt:
Es ist eher ein einfaches Kitzbühel, das ist so. Die Piste ist ruhiger und weniger eisig als in anderen Jahren. Das macht es grundsätzlich einfacher, über die Streif herunterzukommen.​

Ein Nachteil für Sie? Schliesslich haben Sie schon mehrfach betont, dass Sie schwierige Verhältnisse lieben.
Es macht es definitiv schwieriger, zu gewinnen, weil der Favoritenkreis grösser wird, wenn es einfacher zu fahren ist. In Kitzbühel sind manchmal auch hintere Nummern von Vorteil, es gibt jedes Jahr Überraschungen, Athleten, die alles reinwerfen und bei denen alles aufgeht. Darum werden die Podestplätze auch dieses Jahr wieder hart umkämpft sein.

Würden Sie Giovanni Franzoni nach den Leistungen in Wengen und den Trainings hier in Kitzbühel noch als Überraschung deklarieren, sollte er auf das Podest fahren?
Nein, ich glaube der zählt nicht mehr als Überraschung, den hat jeder oben auf der Liste.

Im vergangenen Jahr haben Sie die Spannung am Samstag gemäss eigener Aussage nicht mehr ganz halten können nach dem Sieg am Freitag im Super-G. Ist es eine Option, am Freitag etwas rauszunehmen?
Nein, sicher nicht bewusst. Das Unterbewusstsein kann man nicht steuern, da entscheidet der Körper während des Fahrens, wie sehr er ans Limit geht und wie sehr er den Sieg im Super-G will. Aber ich gehe mit dem Mindset an den Start, dass ich auch diesen Super-G gewinnen will.

Der Abfahrtssieg in Kitzbühel ist eines der letzten grossen Ziele von Ihnen. Der eine oder andere Experte äusserte die Meinung, dass es besser wäre, wenn Sie die Abfahrt hier noch nicht gewinnen sollten, da Ihnen dann die Ziele allmählich ausgehen könnten. Was sagen Sie dazu?
Diese Gedanken hatte ich definitiv noch nicht. Es ist das grösste Rennen in unserer Sportart. Dieses zu gewinnen gehört dazu, wenn man einer der besten Skifahrer sein will. Entsprechend bleibt es das grosse Ziel, diese Abfahrt einmal zu gewinnen – am liebsten natürlich schon dieses Jahr. Ich bin gut in Form, bin gesund, habe ein gutes Vertrauen. Aber es ist nicht so, dass meine Saison schlecht wäre, wenn ich am Samstag nicht gewinnen sollte. (ram/sda)

Das Gespräch fand im Rahmen einer Medienrunde in Kitzbühel statt.

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quelle: www.imago-images.de / werek pressebildagentur
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