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Spain's Rafael Nadal shakes off sweat after winning the final tennis match of the ATP Argentina Open against Argentina's Juan Monaco in Buenos Aires, Argentina, Sunday, March 1, 2015. Nadal won 6-4, 6-1. (AP Photo/Victor R. Caivano)

Viel Kopfschütteln bei Rafael Nadal: In der Tenniswelt läuft nicht alles nach seinem Gusto. Bild: Victor R. Caivano/AP/KEYSTONE

Nadal ist wütend: «Wenn nichts gemacht wird, werden die Sandplatzturniere verschwinden»

Eigentlich kann Rafael Nadal keiner Fliege was zuleide tun. In letzter Zeit scheint sich beim Sandplatzkönig allerdings etwas Frust angestaut zu haben – und er findet deutliche Worte, um diesen entweichen zu lassen.



Am Sonntag hat sich Rafael Nadal in Buenos Aires seinen 46. Turniersieg auf Sand geholt – und egalisierte damit vermeintlich den langjährigen Rekord von Guillermo Vilas. Doch die Freude ist nur von kurzer Dauer: Ein grüner Sandbelag wird dem «King of Clay» zum Verhängnis.

Rafael Nadal, of Spain, bites his trophy after winning the final tennis match at the ATP Argentina Open against Juan Monaco, of Argentina, in Buenos Aires, Argentina, Sunday, March 1, 2015. Nadal won 6-4, 6-1. (AP Photo/Victor R. Caivano)

Nadal beisst sich in Argentinien zu seinem 46. Titel auf Sand. Bild: Victor R. Caivano/AP/KEYSTONE

Vilas, der den Final gegen Juan Monaco vor Ort mitverfolgt hat, weist die ATP nämlich darauf hin, dass er eigentlich drei Sand-Titel mehr als vermerkt in seinem Palmarès hat: Zwischen 1974 und 1976 in Toronto sowie 1977 in Virginia Beach gewinnt die 62-jährige Tennislegende drei Turniere auf einem grünen Sandbelag, die bisher nicht gewertet wurden.

Die Beschwerde des Argentiniers wird gutgeheissen, seine Titel-Zahl auf 49 korrigiert – und Nadal steht wieder ohne Rekord da.

Nadal missfallen die Hartplatz-Pläne

Der Spanier nimmt den revidierten Rekord ohne viel Aufhebens zur Kenntnis, äussert dann aber eine ungewohnt scharfe Drohung hinsichtlich der Pläne des ATP-Turniers in Argentinien, den Untergrund zu wechseln: «Wenn Buenos Aires sich entschliesst, auf Hartplatz umzusteigen, werde ich nicht mehr antreten.»

Spain's Rafael Nadal plays a shot during his tennis match against Argentina's Federico Delbonis at the ATP Argentina Open in Buenos Aires, February 27, 2015.   REUTERS/Marcos Brindicci (ARGENTINA - Tags: SPORT TENNIS)

Auf dieser Unterlage fühlt sich der Spanier am wohlsten. Bild: MARCOS BRINDICCI/REUTERS

Das Sandplatzproblem beschäftigt Nadal schon länger, die Zahl der Turniere auf seiner Lieblingsunterlage nimmt stetig ab. Mittlerweile werden mehr als die Hälfte der ATP-Turniere auf Hartplatz ausgetragen, nur ein Drittel auf Sand.

«Wenn nichts gemacht wird, werden die Sandplatzturniere verschwinden», ist der 14-fache Grand-Slam-Sieger überzeugt. Seine Kritik am harten Untergrund ist bekannt: «Wenn sich so viele Spieler verletzen, ist das doch kein Zufall.»

Nicht der erste verbale Aufreger

Solch deutliche Worte sind neu aus dem Munde Nadals, werden aber scheinbar immer häufiger: Man erinnere sich an den Eklat vor zwei Wochen in Rio de Janeiro, wo beim Stier von Manacor nach zwei Zeitspiel-Verwarnungen die Sicherungen durchbrennen und er wie ein Rohrspatz in Richtung des Unparteiischen schimpft: «Ich werde dafür sorgen, dass du nie mehr ein Spiel von mir leitest. Es geht einfach nicht mehr mit dir.»

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Hier staucht Nadal «chair umpire» Carlos Bernardes zusammen.  video: youtube/alexandre cossenza

Am heikelsten reagiert der Spanier allerdings beim Thema Olympia 2016: Die Internationale Tennis Federation (ITF) hat die Unterlage bei den Sommerspielen in Rio vom ursprünglich geplanten Sand auf den Hartplatz gewechselt. Die Begründung: Die im Anschluss stattfindenden US Open werden ebenfalls auf dieser Unterlage gespielt. Bei Nadal stösst man damit auf Unverständnis: «Ich bin überrascht, dass in einem Land mit Sandplatzspezialisten das olympische Turnier auf Hartplatz gespielt wird.»

Bonus: Nadals unzählige Marotten

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video: youtube/Rafael Nadal fans

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