Sport
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epa06197486 Rafael Nadal of Spain poses with his championship trophy during a photo opportunity after defeating Kevin Anderson of South Africa to win the US Open Tennis Championships men's final round match at the USTA National Tennis Center in Flushing Meadows, New York, USA, 10 September 2017.  EPA/DANIEL MURPHY

Rafael Nadal sichert sich seinen 16. Major-Titel. Das traditionelle Fotoshooting in New York wird heute allerdings ausfallen, weil sich 9/11 zum 16. Mal jährt. Bild: EPA/EPA

Diese 6 Fragen beschäftigen Federer-Fans nach Nadals Triumph jetzt wieder brennend

Rafael Nadal hat mit seinem 16. Grand-Slam-Titel einmal mehr bewiesen, dass er (noch immer) nicht abzuschreiben ist. Und natürlich stellt sich jeder Federer-Fan wieder die gleichen sechs Fragen. Hier gibt's die Antworten.



Es ist das ewige Spielchen, wenn Roger Federer oder Rafael Nadal ein Grand-Slam-Turnier gewinnen: Sofort wird verglichen, wer denn jetzt am Ende der Karriere die grossen Rekorde für sich beanspruchen kann. Und wenn im nächsten Jahr Novak Djokovic wieder antritt, wird auch mit ihm spekuliert. So sehr diese Spekulationen eigentlich alle Tennis-Fans seit Jahren nerven, die Fragen stellt man sich trotzdem.

Holt Nadal Federer bei den Grand-Slam-Titeln ein?

Nadal steht neu bei 16 Grand-Slam-Titeln, Federer weiterhin bei 19. Der Vorsprung von drei Major-Trophäen ist seit Ende 2016 gleich geblieben, weil beide in diesem Jahr zwei Grand-Slams gewinnen konnten. Der Unterschied: Beide Spieler sind wieder ein Jahr älter geworden.

Bild

Nadals Grand-Slam-Bilanz. bild: wikipedia

Dem 31-jährigen Nadal läuft die Zeit also weiter davon, aber er ist noch immer in Schlagdistanz. Mats Wilander sagt: «Federer wird im nächsten Jahr 37. Kann er da noch Grand Slams gewinnen? Ich weiss es nicht. Es ist möglich. Aber Nadal hat noch vier oder fünf Jahre mehr zu spielen als der Schweizer. Er wird sicher noch ein- oder zweimal das French Open gewinnen und dann braucht's nicht mehr viel.»

Bild

Federers Grand-Slam-Bilanz. bild: wikipedia

Aber was glaubt Experte Wilander selbst: «Nadal hat sehr gute Chancen, Federer in Sachen Grand Slams noch einzuholen.»

Umfrage

Holt Rafael Nadal Roger Federer bei den Grand-Slam-Titeln noch ein?

  • Abstimmen

1,048

  • Ja, er übertrifft ihn gar.32%
  • Ja, am Ende werden beide gleich viele Majors gewonnen haben.20%
  • Nein, Federer wird zum Schluss vorne bleiben.48%

Wo spielen die beiden in diesem Jahr noch?

Fix ist noch nichts, aber sicher ist heute folgendes: Federer und Nadal bestreiten vom 22. bis 24. September den Laver Cup. Dort gibt es keine ATP-Punkte zu gewinnen. Zudem werden beide auch beim Saisonfinale in London (12. bis 19. November) antreten.

Switzerland's tennis player Roger Federer, right, returns a ball to Czech Republic's Tomas Berdych, left, during an exhibition match on Vltava river in Prague, Czech Republic, Monday, Feb. 20, 2017. Federer arrived in Prague to promote the Laver Cup, a tournament that will be held in Prague on Sept. 22-24, 2017, pitting six top European players against their counterparts from the rest of the world.  (AP Photo/Petr David Josek)

Roger Federers nächster Auftritt wird in Prag bei einer Exhibition sein. Bild: AP/AP

Weitere Starts von Federer werden hier erwartet:

Nadal hat aktuell ein Turnier mehr auf der Liste:

Wird Federer nochmals die Nummer 1?

Die Aussichten für dieses Jahr sind schlecht. Nadal führt im Race mit 1860 Punkten Vorsprung, was zwei grossen Turniersiegen entspricht. Spielt Federer tatsächlich bei allen oben genannten Turnieren und würde er diese alle gewinnen, würde er zwar 4000 Zähler sammeln. Aber nur schon, wenn Nadal überall «lediglich» das Endspiel erreichen würde, käme er auf 2500 Punkte – dann bräuchte der Spanier nur noch einen Turniersieg (oder bei einem 500er-Erfolg daneben noch wenige Punkte), um die Führung im Ranking zu verteidigen.

race

Der aktuelle Stand im Race to London. Hier gibt's die ausführliche Rangliste. bild: atpworldtour.com

2017 wird es also kaum reichen. Zum Start der Saison 2018 wird es ebenfalls schwierig werden. Federer müsste beim Australian Open wohl mindestens das Endspiel erreichen, da ihm die 2000 Zähler vom diesjährigen Triumph wegfallen. Aber Nadal muss da ebenfalls 1200 Punkte verteidigen.

Der Schweizer Roger Federer enttaeuscht am Boden bei den Swiss Indoors Tennisturnier in der St. Jakobshalle in Basel, am Sonntag, 28. Oktober 2012. (PHOTOPRESS/Kurt Schorrer)

Die bisher letzten Momente von Roger Federer als Weltnummer 1. In Basel verlor er den Final gegen Juan Martin Del Potro und musste am 5. November 2012 den Thron Novak Djokovic überlassen. Bild: PHOTOPRESS

Der Zweikampf an der Spitze um den ATP-Thron wird im Normalfall bis Mitte Jahr eine Angelegenheit zwischen den beiden Titanen bleiben – ausser Alexander Zverev startet durch.

Holt Nadal Federer ein in Sachen Weltnummer 1 zum Jahresende?

Nadal ist die Weltnummer 1 zum Saisonende also kaum mehr zu nehmen. Damit wäre der Spanier nach 2008, 2010 und 2013 zum vierten Mal der beste Spieler einer Saison. Er würde mit Novak Djokovic gleichziehen. Federer war bisher fünfmal (2004 bis 2007 und 2009) der beste Spieler eines Kalenderjahres. Noch besser war einzig Pete Sampras, der sechs Jahre in Folge die Nummer 1 war.

Ein weiteres Glanzjahr von Nadal ist nicht auszuschliessen, aber auch Djokovic, Andy Murray und Stan Wawrinka dürften im neuen Jahr bei der Aufteilung der grossen Titel wieder ein Wörtchen mitreden.

Holt Nadal auch den Rekord der Wochen insgesamt als Nummer 1?

Wir haben aufgehört, bei Nadal und Federer Dinge kategorisch auszuschliessen. Wenn wir es in einem Punkt noch machen können, dann vielleicht hier. Federers 302 Wochen bedeuten rund drei Jahre Vorsprung auf Nadals 145 Wochen. Es müsste mit dem Teufel zu- und hergehen, wenn sich der Mallorquiner diesen «Konstanz-Rekord» noch schnappen würde.

Bild

Diese Spieler hielten sich bisher am längsten auf dem ATP-Thron. bild: wikipedia

Wie lange müssen Federer-Fans Nadal noch fürchten?

Nadal ist 31 und ziemlich genau fünf Jahre jünger als Federer. Nach dem Triumph in New York erklärte der Spanier: «Ich würde gerne noch ein paar Jahre weiterspielen. Vermutlich aber nicht wie Federer bis 36. Allerdings hätte ich mit 26 auch nicht gedacht, dass ich mit 31 noch hier sein werde.»

Sicher ist: Nadal stellte sein Spiel in diesem Jahr vor allem auf den Hartplätzen um, damit er sich körperlich nicht mehr so stark abnutzt. Und wer immer noch glaubt, Nadal sei bald völlig ausgelaugt, dem widerspricht Mats Wilander: «Seine Art zu spielen, entspricht einfach seinem Naturell. Er würde durch die Wand rennen, wenn er könnte. Er verletzt sich zwar, aber er kommt immer noch besser zurück.»

Sein Leben bestehe nicht nur aus Tennis, sagte der Spanier selbst. Und «nur» Federer die Rekorde abzuluchsen, sei für ihn keine Motivation. «Mir ist es egal, ob Federer 2, 4 oder 24 Grand-Slam-Titel hat. Ich arbeite jeden Tag hart und gebe mein Bestes. Aber wenn ich irgendwann nicht mehr glücklich bin mit Tennis, höre ich auf.»

Wieder etwas Luft für den «Maestro»: So nah ist Djokovic an Federers Rekorden

Wawrinka beisst sich im Quiz über sich selbst die Zähne aus

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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ketchum 18.09.2017 23:37
    Highlight Highlight Wie gut ist das ATP-Ranking austariert? Bisher dachte ich: sehr gut, die Klassierungen an der Spitze bilden die Realität ab. Zverevs 4.Rang lässt aber Zweifel aufkommen. Er war in GS noch nie über die 1/8-Finals gekommen, und dorthin auch nur einmal. Müssten diese Turniere nicht mehr wert sein? Die meisten drunter - vielleicht ausser 2500 - sind auf diesem Level doch nur Testspiele
  • dunou 12.09.2017 07:55
    Highlight Highlight Zu Punkt vier, lieber Reto: diesen Rekord hält immer noch Pete Sampras mit 6x. :)
  • Culcat 11.09.2017 17:53
    Highlight Highlight Andere Frage, die mich gerade brennend imteressiert: Was gits zNacht?
  • Toerpe Zwerg 11.09.2017 13:25
    Highlight Highlight Keiner der beiden wird noch Grand Slams gewinnen. 2017 sehen wir den Endpunkt einer grandiosen Ära mit überragenden Sportsmännern. Die Konkurrenz wird die Saisons der beiden genau analysieren und sich an ihre jeweils neue Spielweise anzupassen wissen. Beide haben neben ihrer relativen Langsamkeit ihre individuellen Schwächen und sie wurden in dieser Saison auch aufgedeckt.

    Murray schreibe ich ab, der gewinnt auch keinen GS mehr. Djoko und Wawrinka ist aber alles zuzutrauen. Wir haben aber dieses Jahr zwei ganz neue Junge gesehen, die zu allem fähig sind: Tiafoe und Schapovalov. Zverev dazu ..
    • De Shipi 11.09.2017 15:30
      Highlight Highlight @Zwerg: Der Zwerg schon wieder, überhaupt keine Ahnung vom Tennis. Schon nur French Open wird Nadal, sofern nicht verletzt, locker 3x noch holen. French Open kann ihn niemand schlagen, hat glaube ich bis jetzt auch nur 2x verloren in den letzten 12 Jahren....sagt alles.

      Die neuen jungen Spieler haben keinen Mut gegen solche Legenden zu spielen, sie verlieren bevor das Spiel angefangen hat. GO NADAL
    • JonathanFrakes 11.09.2017 15:45
      Highlight Highlight Ich fasse zusammen: Federer, Nadal und Murray gewinnen Ihrer Meinung nach keine GS-Titel mehr. Na, Sie sind aber ein Experte😅 Diese Aussage, nachem Fedal dieses Jahr alles abgeräumt haben...
    • Toerpe Zwerg 11.09.2017 20:48
      Highlight Highlight Wir werden sehen. Es kommt der Punkt an dem die Alten weggefegt werden.
  • Luca Brasi 11.09.2017 11:34
    Highlight Highlight Beim French Open besiegt niemand einen Nadal in Form und er kam dieses Jahr in 3 von 4 GS-Finals und gewann 2. Bei Federer ist es mittlerweile ein Glücksspiel, ob sein Rücken 2 Wochen Grand Slam aushält. Zudem sind Murray und Djokovic auf seinen Unterlagen ebenbürtig.
    Rafael Nadal wird also -sofern er gesund bleibt- Roger Federer in den Grand Slams überholen und den Titel GOAT erhalten, denn kein Spieler vor ihm dominierte auf einem bestimmten Belag so sehr und ist auch zudem auf anderen Belägen so stark. Federer wird nie wieder ein Sandturnier gewinnen.

    So, genug RF-Fans getriggered. 😅
    • FrancoL 11.09.2017 11:56
      Highlight Highlight Da muss man aber kein Hellseher sein um Deine These zu stützen. Sand kann RF abschreiben und Rasen und Hartplatz sind nicht unbedingt seinem Rücken förderlich.

      Bei Nadal ist anzumerken, dass er gesundheitlich auch seine Probleme hat und plötzlich von der Bildfläche verschwinden kann. Bleibt er gesund wird er RF überholen.

Was an der Schweizer Gedenkmünze für Roger Federer so besonders ist

Die Eidgenössische Münzstätte Swissmint widmet erstmals in ihrer Geschichte einer noch lebenden Persönlichkeit eine Schweizer Gedenkmünze: Roger Federer. Der wohl bedeutendste Schweizer Einzelsportler sei auch der perfekte Botschafter der Schweiz, hiess es dazu.

Roger Federer wird mit einer 20-Franken-Silbermünze geehrt. Im Mai 2020 folgt eine Roger-Federer-50-Franken-Goldmünze mit einem anderen Sujet. Kein anderer Schweizer habe weltweit einen ähnlichen Bekanntheitsgrad wie der Tennisspieler, heisst es in einer Medienmitteilung von Swissmint.

Auch neben dem Tennisplatz engagiere sich Federer: Mit seiner 2003 gegründeten Stiftung unterstütze er Hilfsprojekte für Kinder. 2006 wurde er zudem als erster Schweizer zum internationalen Unicef-Botschafter …

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