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US Open, Final

Rafael Nadal, of Spain, reacts after beating Kevin Anderson, of South Africa, to win the men's singles final of the U.S. Open tennis tournament, Sunday, Sept. 10, 2017, in New York. (AP Photo/Julio Cortez)

Nadal gewinnt das US Open 2017.  Bild: AP/AP

Nadal nach US-Open-Triumph: «Ich würde gerne noch ein paar Jahre weiterspielen»

Rafael Nadal triumphierte nach 2010 und 2013 zum dritten Mal am US Open und hat alle Chancen, bis Ende Jahr die Nummer 1 der Welt zu bleiben.



Den Final gegen den südafrikanischen Aussenseiter Kevin Anderson (ATP 32) dominierte Rafael Nadal klar. Nadal siegte in 2:27 Stunden mit 6:3, 6:3, 6:4. Der 31-jährige Spanier agierte nicht mehr derart dominant wie in den letzten drei Sätzen des Halbfinals gegen Juan Martin Del Potro, dennoch spielte Nadal eine Klasse besser als Überraschungsfinalist Anderson.

Eine dreiviertel Stunde benötigte Nadal, um seine Überlegenheit auch resultatmässig umzusetzen. Zum 4:3 und 6:3 im ersten Satz gelangen ihm die ersten Breaks der Partie. Mit zwei weiteren Aufschlagdurchbrüchen innerhalb einer Viertelstunde zum 4:2 im zweiten Satz und zum 1:0 im dritten Durchgang realisierte Nadal schon mehr als eine Vorentscheidung.

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Der Matchball.  Video: streamable

Anderson nahm sich vor seinem ersten grossen Final vor, auf die Stärken zu setzen, die ihn erstmals an einem Major-Turnier weiter als bis in die Viertelfinals getragen hatten. Umsetzen konnte Anderson das nicht. Seine stärkste Waffe, der Aufschlag, hatte «Ladehemmung». Besonders offensichtlich wurde das im zweiten Satz. Anderson brachte bloss einen Drittel seiner ersten Aufschläge ins Feld. Und nach dem zweiten Aufschlag gewann er lediglich einen Drittel aller Punkte.

«Unglaublich spezielles Jahr»

Am US Open krönte Nadal seine bisherige Traumsaison: «Es war ein unglaublich spezielles Jahr für mich», so Nadal. «Nach den letzten zwei Jahren mit so vielen Problemen durfte ich das nicht erwarten. Aber das Jahr begann schon in Australien ausgezeichnet. Es folgte die grandiose Sandplatz-Saison. Und dass ich im Sommer wieder die Nummer 1 werden und das US Open gewinnen konnte, toppt alles nochmals.»

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Die besten Punkte der Partie.

«Wenn ich mich gut fühle, kann ich mehr riskieren.»

Rafael Nadal

Vor einem Jahr brach Nadal wie Federer die Saison vorzeitig ab. Wenige trauten ihm ein derartiges Comeback zu. Als Wunder bezeichnet Nadal seine Auferstehung aber nicht. Nadal: «Tennis ist nur ein Spiel, und ausserdem noch ein einfaches. Wenn dir Selbstvertrauen fehlt, dann kannst du die Bälle nicht so platzieren, wie du es gerne tun würdest und die Gegner können dich angreifen. Meine Strategie ist immer die gleiche. Ich will gut spielen. Das ist alles, und dahinter steckt kein grosses Geheimnis. Wenn ich gut spiele, fühle ich mich gut. Wenn ich mich gut fühle, kann ich mehr riskieren. Und ich kann an den kleinen Details arbeiten, die den grossen Unterschied ausmachen.»

Nadal dankt seinen Fans.

Seit den ersten Versuchen mit dem Racket half ihm dabei Onkel Toni Nadal. Der tritt Ende Jahr als Coach zurück. Zum Abschied schenkte «Rafa» seinem grossen Förderer einen weiteren Major-Titel. «Ich verdanke Onkel Toni alles. Er wird weniger an Turnieren vor Ort sein. Aber er wird mir sicher weiter mit Tipps zur Seite stehen.»

Tschüss US Open, bis nächstes Jahr.

In der Jahreswertung baute Rafael Nadal mit dem US-Open-Triumph den Vorsprung auf Roger Federer auf fast 2000 Punkte aus. Nadal hat alle Trümpfe in der Hand, die Saison als Nummer 1 zu beenden. Nebst den Grand-Slam-Turnieren in Paris und New York triumphierte Nadal diese Saison auch in Monte Carlo, Barcelona und Madrid. (abu/sda)

Tennisspieler mit mindestens zwei Grand-Slam-Titeln (seit 1968)

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    Alle Leser-Kommentare
  • De Shipi 11.09.2017 08:19
    Highlight Highlight Nadel ist einfach ein Kaiser, der König aller Könige. Alle hier hielten mich für bescheuert, wo ich schrieb, dass Nadal diesen GS holen wird. Alle waren so vernarrt in den Fedi, aber vergessen sein Alter. Fedi hat das Talent, keine Frage, aber nicht mehr die Kondition in diesem Level.

    Nadal, die würdige Nummer 1, Gratulation!!!
    Über 20 GS Titel wirst du noch holen, da wette ich alles drauf!!!
    • Max Dick 11.09.2017 08:47
      Highlight Highlight Entschuldigung, aber für bescheuert halte ich Sie immer noch. Federer hat im Januar Australien gewonnen und im Juli Wimbledon. Damals war er also noch nicht zu alt und besass noch die Kondition für dieses Level. Und innert zwei Monaten wird er kaum derart gealtert sein.
    • N. Y. P. D. 11.09.2017 08:49
      Highlight Highlight @Shipi
      Du sorgst immer für Lacher. Weiter so. Gefällt mir.

      Eine kleine Randbemerkung :
      Mit dieser miserablen Kondition, wie DU sagst, hat UNSER Roger in diesem Jahr zwei Challenger Turniere gewonnen. Diese Turniere sind zwar nur Insidern bekannt. Aber vielleicht kennst du sie auch.
      Es war irgendein Turnier in England und und in Neuseeland war noch ein Turnier. Nein, moment, es war Australien.
      @Shipi, Du gehst schon bald als Original durch !
    • MacB 11.09.2017 09:23
      Highlight Highlight Federer hat nicht die Kondition? Genau! Darum hat er ja auch nur 2 GS-Titel geholt dieses Jahr...so ein Quatsch!
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. D. 11.09.2017 07:57
    Highlight Highlight «Ich würde gerne noch ein paar Jahre weiterspielen»

    Rafa, unser Roger auch. Ich freue mich wie ein kleines Kind auf weitere Duelle von euch beiden. 2018 - 2020 dürfen wir uns also auf weitere Leckerbissen gefasst machen.
    Und am Rod Laver Cup in ein paar Wochen spielt ihr das erste mal im selben Team. Das wird ein Gaudi.
  • Sloping 11.09.2017 02:56
    Highlight Highlight So schnell kann es gehen: Eben noch geglaubt, dass Rogers Comeback das vermeintlich imposanteste des Tennisjahres (oder gar der Tennisgeschichte) war und ist, muss man jetzt wohl konstatieren, dass er von Rafa diesbezüglich überflügelt wurde: 3 GS Finale, zwei GS Titel und die Weltnummer 1. Und die Frage des grössten Tennisspielers ist in Anbetracht der 5 Jahre Altersunterschied und nur 3 Titeln Vorsprung für Federer noch nicht geklärt. Uns erwarten hoch spannende nächste Tennisjahre. Auch, weil die anderen der Big5 zurück kehren werden.
    • bokl 11.09.2017 06:51
      Highlight Highlight Doch die GOAT-Frage ist geklärt. Nadal ist zu sandlastig!
    • Hansdamp_f 11.09.2017 06:56
      Highlight Highlight Ist denn zwingend jener der GOAT mit den meisten GS-Titeln? Wenn dem so wäre, hätten wir doch diese Diskussion nicht.

      Roger ist in meinen Augen (also vollkommen subjektiv) und in jenen der Mehrheit der GOAT, weil er das schönste, attraktivste, technisch perfektes Tennis spielt. Auch wenn Nadal gleich viele oder sogar mehr GS-Titeln gewinnen sollte, ändert sich an meiner Einschätzung nichts.
    • Max Dick 11.09.2017 07:42
      Highlight Highlight Ja, wer die meisten GS hat, ist GOAT, alle anderen gesuchten Kriterien sind für Loser. So a la Meister der Herzen.
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Federer-Coach Lüthi: «Nadal in Paris ist für Roger die ultimative Herausforderung»

Zum 39. Mal duellieren sich heute die Tennis-Giganten Roger Federer und Rafael Nadal. Im Halbfinal «seiner» French Open (ab 12.50 Uhr im watson-Liveticker) ist der Spanier der Favorit. Aber Federers Trainer Severin Lüthi weiss, dass sein Schützling alles für eine Überraschung mitbringt.

Roger Federer wirkt vor dem Halbfinal gegen Nadal extrem entspannt, teilen Sie diesen Eindruck?Severin Lüthi: Ja, diese Lockerheit ist eine der grossen Stärken von Roger. Ich sage nicht, dass er das auf Knopfdruck kann, aber er schafft es sehr gut, sich wieder auf die Sache zu konzentrieren. Vielleicht ist er noch etwas lockerer, weil er nun schon ein gutes Turnier gespielt hat und in den Halbfinals steht, das ist klar. Bei Roger besteht auch nicht die Gefahr, dass er sich damit nun …

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