Sport
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French Open, Halbfinals

Männer:
Nadal (2) – Federer (3) 6:3,6:4,6:2
Djokovic (1) – Thiem (4)
Frauen:
Barty (8) – Anisimova 6:7,6:3,6:3
Vondrousova – Konta (26) 7:5,7:6

epa07632887 Rafael Nadal of Spain reacts after winning against Roger Federer of Switzerland their men’s semi final match during the French Open tennis tournament at Roland Garros in Paris, France, 07 June 2019.  EPA/SRDJAN SUKI

Am Ende jubelt einmal mehr Rafael Nadal. Bild: EPA/EPA

Federer nach Out gegen Nadal: «Das erhöht die Chancen, dass ich auf den Sand zurückkehre»

Roger Federer konnte den Sandkönig nicht entthronen. Im sechsten Duell in Roland Garros verlor er zum sechsten Mal gegen Rafael Nadal, der am Sonntag um seinen zwölften Titel in Paris spielt. In knapp zweieinhalb Stunden verlor Federer 3:6, 4:6, 2:6.



Es bleibt dabei: Nur zwei Spieler - Robin Söderling 2009 und Novak Djokovic 2015 – haben Nadal am French Open bezwungen. Demgegenüber stehen nunmehr 92 Siege des Mallorquiners, der seine Ausnahmestellung auf dem Pariser Sand auch gegen Federer eindrücklich bewies.

Der 37-jährige Basler spielte bei schwierigen Bedingungen mit viel Wind zwischenzeitlich gross auf, etwa im zweiten Satz, als er lange Zeit kaum Fehler machte.

Windige Verhältnisse in Roland Garros.

Und prompt in dem Moment, als der 37-Jährige die Ballwechsel scheinbar mit mehr Leichtigkeit dominierte, so als hätte er eine Lösung gefunden, schlug Nadal zurück.

Die Vorentscheidung fiel im zweiten Satz beim Stand von 4:4. Federer führte bei eigenem Service 40:0. Er hatte eine gute Serie mit schönen Punkten und smarten Spielzügen hinter sich. Nadal antwortete darauf mit einem Zwischenspurt, entschärfte jeden Angriff des Schweizers und gewann die restlichen neun Punkte dieses Umganges. Damit sanken die Chancen von Federer praktisch auf null. Nur zwei von 222 Matches hat Nadal nach 2:0-Satzführung noch verloren, aber selbstredend keinen auf Sand.

Auch Federer machte wunderbare Punkte.

Federer übte in den ersten beiden Sätzen viel Druck aus, liess Nadal nur selten das Tempo bestimmen und tat sein Möglichstes den 33-Jährigen aus der Komfortzone zu holen. Doch der Rekordsieger von Paris fühlt sich auch in der Defensive ausgesprochen wohl. Ihm gelangen spektakuläre Passierbälle und sonstige Befreiungsaktionen. Mit seiner Crosscourt gespielten Rückhand konterte er Federer zahlreiche Male. Mit der 2:0-Satzführung im Rücken war er dann ohnehin nicht mehr zu stoppen. Federer verlor derweil etwas die Konzentration und den Glauben an das fast Unmögliche.

Erstmals seit fünfeinhalb Jahren und fünf Niederlagen gewann Nadal wieder einmal gegen Federer. Die letzten Duelle hatten die beiden auf Hartplatz geführt, wo der Schweizer öfters zu einfachen Punkten, etwa mit dem Service, kam. Auf Sand muss er gegen Nadal für alles Zählbare schwer arbeiten und hohes Risiko gehen. Im ersten Satz unterliefen ihm etwas zu viele Fehler. Er machte den frühen Breakrückstand mit dem 2:3 zwar wett, gab aber gleich darauf seinen Service erneut ab. Auch diese Minuten widerspiegelten den gesamten Matchverlauf. Federer war immer wieder mal nahe dran, aber doch nie richtig auf Kurs.

Das schlechte Wetter mit dem böigen Wind, aber vor allem der Titelhalter mit seiner unnachgiebigen Art sorgten dafür, dass die Affiche nicht hielt, was sie versprach. Schon zu Beginn des dritten Satzes war die Luft etwas raus, und spätestens nach dem zweiten Break von Nadal zum 4:1 konnte kein Zuschauer mehr ernsthaft an eine wundersame Aufholjagd von Federer glauben. Wie schon 2005, 2006, 2007, 2008 und 2011 scheiterte der Weltranglisten-Dritte in Roland Garros am besten Sandspieler aller Zeiten.

A tennis fan left his marks

In Paris lieben sie Roger Federer. Bild: AP/AP

Trotzdem war die Rückkehr ans French Open nach vierjähriger Absenz ein Erfolg. «Es war ein grossartiges Turnier. Die Unterstützung des Publikums hätte nicht besser sein können. Es war vielleicht der beste Support, den ich an einem Grand Slam in meiner Karriere je erhalten habe», sagte Federer. «Und spielerisch bin ich überrascht, wie gut ich durch das Turnier gekommen bin.» Die Sandsaison und das French Open habe er auf jeden Fall genossen: «Das erhöht die Chancen, dass ich auf den Sand zurückkehre.» (zap/sda)

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