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Kyrgios isst zwei Bananen gleichzeitig. Warum? Weil er es kann ... bild: screenshot bbc

Showman Kyrgios isst zwei Bananen gleichzeitig – ein Bier mit Nadal liegt aber nicht drin



Nick Kyrgios spaltet die Tennis-Welt auch in Wimbledon. In seinem Erstrunden-Match gegen seinen Landsmann und Kumpel Jordan Thompson, den er seit Kindesalter kennt, lieferte der «Bad Boy» mal wieder eine ziemlich absurde Vorstellung ab. Der 24-jährige Australier pendelte bei seinem 7:6, 3:6, 7:6, 0:6, 6:1-Erfolg zwischen Genie und Wahnsinn.

Immer wieder wird Kyrgios' unterhaltender Spielstil als respektlos gegenüber dem Gegner kritisiert, die Zuschauer im proppenvollen Court No. 3 störte das allerdings nicht. Ganz im Gegenteil: Sie waren von der gebotenen Show begeistert. Ein paar Beispiele des ganz normalen Kyrgios-Wahnsinns:

Der obligate Schiri-Disput

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Video: streamable

Das neue Markenzeichen

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Ein «Uneufe»-Aufschlag bei Satzball. Wieso nicht?! Video: streamable

Spass mit dem Publikum

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Kyrgios ruft: «Wo bleibt mein erster Aufschlag?», ein Zuschauer ruft: «Wo bleibt der zweite Aufschlag?» Video: streamable

Der Homerun

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Kyrgios feiert den Punkt zum 11:10 im Tiebreak des dritten Satzes mit einer Ehrenrunde. Video: streamable

Der sterbende Schwan

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Nach schwachem Smash und verzogenem «Becker-Hechtsprung» muss sich Kyrgios kurz ausruhen. Video: streamable

Zwei Bananen gleichzeitig

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So geht es schneller, ist doch klar. Video: streamable

Das Ende

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Der verwandelte Matchball. Video: streamable

Die Liste hätte sich noch beliebig verlängern lassen können: In den 3:26 Stunden, die das Match dauerte, schlug Kyrgios gleich reihenweise sinnfreie Frontal-Tweener und herrliche Winner, um kurze Zeit später wieder einen Ball aus dem Stadion zu hämmern und sich beim Schiedsrichter über eine zu laute Frau mit einer zu grossen Kamera zu beschweren.

Australia's Nick Kyrgios mimics a cricket shot after winning a point against Australia's Jordan Thompson in a Men's singles match during day two of the Wimbledon Tennis Championships in London, Tuesday, July 2, 2019. (AP Photo/Tim Ireland)

Auch beim Cricket würde Kyrgios bestimmt eine gute Falle machen. Bild: AP

Kyrgios nach dem Match schlagfertig

Kyrgios garantiert Spektakel und Unterhaltung. Das wusste auch der heimische TV-Sender «Channel 7» und zeigte lieber das Spiel des polarisierenden Entertainers statt den Auftaktmatch der australischen French-Open-Siegerin und Weltnummer 1 Ashley Barty.

Kyrgios selbst lief auch nach dem verwandelten Matchball zu Höchstform auf. An der Pressekonferenz beantwortete er die Fragen der Journalisten mit entwaffnender Ehrlichkeit, um dann wieder ziemlich harsch zu sein, wenn ihm etwas nicht passte. «So eine gute Frage, so interessant», sagte er einmal zynisch in die Runde. «Das war doch eine gute Taktik», entgegnete er einem Journalisten, der wissen wollte, ob er den vierten Satz absichtlich mit 0:6 abgab.

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Die Pressekonferenz mit Kyrgios (Englisch). Video: YouTube/Wimbledon

Seine Spielweise wollte Kyrgios einmal mehr nicht verteidigen. «Ich werde mich nie ändern, das ist die Art, wie ich spiele. Ich gehe raus und habe Spass. Wenn alle Spieler gleich wären, wär es ziemlich langweilig. Am Ende weiss ich, dass die Leute das sehen wollen. Selbst die, welche sagen, ich schade dem Tennis, wollen mich spielen sehen. Das macht eigentlich keinen Sinn», so der kontroverse Australier.

Kein Bier mit Nadal

Kyrgios' nächster Gegner in Runde 2 ist Rafael Nadal – ein ziemlich explosives Duell. 2014 besiegte «Quick Nick» als 19-jähriger Teenager den zweifachen Wimbledon-Sieger aus Spanien völlig überraschend im Achtelfinal und zuletzt gerieten die beiden in Acapulco aneinander.

Kyrgios besiegte Nadal im Achtelfinal nach einem dreistündigen Fight mit 3:6, 7:6, 7:6 und zeigte dabei die ganze Palette seiner «Mätzchen», was Nadal ziemlich ihn Rage brachte. «Ihm fehlt etwas der Respekt gegenüber dem Publikum, seinen Gegnern und letztlich auch sich selbst», kritisierte der «Stier aus Manacor».

Der Australier konterte mit einem Post auf Instagram: «Ich kann Blut riechen, wenn ich gegen diesen Typen spiele», schrieb er dazu und untermalte es mit einem Spritzen-Emoji. Klar, worauf Kyrgios anspielen wollte. In Rom bezeichnete er Nadal schliesslich als «super mürrisch» und dessen Onkel Toni als «Idioten».

Vor dem siebten Duell mit Nadal – im Head-to-Head steht es 3:3 – spielt Kyrgios die Affiche aber runter. «Nadal ist einer der grössten Tennis-Spieler aller Zeiten. Ich habe grossen Respekt für seinen Leistungen, aber ich weiss auch, dass ich ihn schlagen kann, wenn ich mein bestes Tennis zeigen kann», erklärte der Australier, der sich einen Spruch dann doch nicht verkneifen konnte: «Als Person kenne ich Nadal nicht, aber ich glaube nicht, dass ich mit ihm ein Bier trinken gehen könnte.»

Nadal dagegen wollte kein Öl ins Feuer giessen: «Ich bin zu alt für diese Dinge. Ich werde keinen Streit mit einem anderen Spieler beginnen. Ich will diesen Sport geniessen und auf einem grossen Court dieses Match geniessen», sagte Nadal angesprochen auf das bevorstehende Duell mit Kyrgios.

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Die Pressekonferenz mit Nadal nach dem Sieg gegen Sugita (Englisch). Video: YouTube/Wimbledon

Der Spanier weiss, was ihn erwartet: «Nick ist unglaublich talentiert und ein gefährlicher Gegner. Wenn er Lust hat, Tennis zu spielen, und gegen die Besten will er das immer, dann ist er nur schwer zu schlagen.» Nadal stellt sich auf einen harten Kampf ein – und wir uns auf die nächste grosse Kyrgios-Show.

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    Alle Leser-Kommentare
  • artyfrosh 03.07.2019 12:37
    Highlight Highlight Hätte auch gereicht, bei jedem zweiten Clip Werbung davor zu schalten...xD
    • Adrian Buergler 03.07.2019 13:37
      Highlight Highlight @artyfrosh: Die Werbung auf Streamable kontrollieren wir leider nicht.
    • Andy.L 03.07.2019 18:11
      Highlight Highlight @adrian b.
      Ob ihr Streamable überhaupt verwendet, wird aber wohl doch in eurer Macht liegen?
  • Neruda 03.07.2019 12:16
    Highlight Highlight Immer Unterhaltung fordern und wenn es dann einer auch immer macht, ihm Respektlosigkeit vorwerfen... Ich verstehe unsere Welt nicht mehr 🙈😁
  • DixieKong 03.07.2019 11:27
    Highlight Highlight Ich mag Kyrgios, er bringt Leben in die sterile Tennis-Szene. Hoffe er fegt Nadal vom Court. Schade finde ich einfach, dass er sein Talent aufgrund seiner teilweise fehlenden Motivation nicht ausschöpft. Den vom Potential her könnte er sicherlich Grand Slams gewinnen.
  • Janis117 03.07.2019 11:16
    Highlight Highlight Ich finde er belebt ein wenig den Tennissport nebst all den Musterschülern.

    Was ich dennoch überhaupt nicht verstehe ist, warum solche Ruhe im Stadion herrschen muss, sodass die Spieler sich konzentrieren können. Kann mich da ein Tennis-Spieler aufklären?
    • hofma99 03.07.2019 13:06
      Highlight Highlight Um den aufprall des Balles zu hören um besser zu timen
    • Mandalayon 03.07.2019 13:14
      Highlight Highlight Der Ton/Klang des Schlags verrät sehr viel darüber, wie der Ball getroffen wurde. Dadurch kann der/die Spieler*in z.B. den Effekt/die Stärke des Top Spins deutlich schneller und genauer abschätzen, und sich so rascher an den richtigen Ort auf dem Platz und in die richtige Position bringen.
    • reactor 03.07.2019 13:54
      Highlight Highlight Ich habe mal gelesen, dass versierte SpielerInnen hören wie der Ball geschlagen wird, Härte, Spin etc. Das hört man aber nur wenn es still ist. Ausserdem, bei den Ballgeschwindigkeiten könne Sekundenbruchteile von Ablenkung entscheidend sein. Naja, der Torwart beim Fussball, Penalty vor dem gegnerischen Block, muss sich auch abgrenzen können... Ich denke, es hat mit dem Hören des Aufpralls: Schläger _ Ball zu tun.
      Ps. ich schaue keine Tennismatches, ich lese lediglich solche Online Berichte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 03.07.2019 10:47
    Highlight Highlight Naja er ist auch der Erste der mit 4 zu 1 Sätzen gewinnen muss, das ist dann auch ein Wahnsinn.
    • niklausb 03.07.2019 13:27
      Highlight Highlight Das ist wider Typisch Watson den Fehler klamm heimlich korrigieren und den aufmerksamen User blöd dastehen lassen. Hier der screenshot vom original.
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