Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Berlin, GERMANY:  A photo taken 09 July 2006 shows French midfielder Zinedine Zidane (L) gesturing after head-butting Italian defender Marco Materazzi during the World Cup 2006 final football match between Italy and France at Berlin?s Olympic Stadium.  AFP PHOTO  JOHN MACDOUGALL  (Photo credit should read JOHN MACDOUGALL/AFP/Getty Images)

Eine der berühmtesten Szenen der Fussballgeschichte: Zidane fällt Materazzi. Bild: AFP

Unvergessen

«Oh Zinédine, pas ça!» Zidanes Kopfstoss im WM-Final gegen Materazzi erschüttert die Welt

9. Juli 2006: Der WM-Final gegen Italien ist Zinédine Zidanes letzter grosser Auftritt. Dem Franzosen winkt der dritte grosse Titel. Doch nach einer Provokation von Marco Materazzi brennen bei «Zizou» sämtliche Sicherungen durch. Es kommt zum berühmtesten Kopfstoss der Geschichte.



Die Fussball-Welt ist geschockt. Was ist bloss in Zinédine Zidane gefahren, dass er so ausrastet? Zu diesem Zeitpunkt. Beim Stand von 1:1, in der 110. Minute des WM-Finals. In seinem allerletzten Spiel! Unverständnis allenthalben. Doch die Wiederholung lügt nicht. Er hat es tatsächlich getan.

Die Szene wirkt harmlos. Nach einem Freistoss in den Strafraum der Italiener hält Marco Materazzi Zidane leicht am Trikot fest. Es kommt zu einem Wortgefecht, von dem Frankreichs Nummer 10 bald einmal genug hat. Er trabt in Richtung Mittellinie. Doch plötzlich macht «Zizou» kehrt und streckt Materazzi abseits des Spielgeschehens mit einem Kopfstoss gegen die Brust nieder.

abspielen

Der Kopfstoss, der die Welt empörte. Video: YouTube/hitman2440

Erste Anwendung des Videobeweises?

Auf dem Platz brechen sofort Diskussionen aus, nur wenige haben die Tätlichkeit gesehen. Einer davon ist Italiens Torhüter Gianluigi Buffon. Er sprintet zu Schiedsrichter Horacio Elizondo und fordert einen Platzverweis. Doch der Argentinier zögert, er hat die Szene offenbar nicht gesehen. Erst nach einigen Minuten und nach Rücksprache mit dem vierten Offiziellen zeigt er Zidane die Rote Karte. Es ist bereits die 15. seiner Karriere.

In Frankreich ist man noch heute der Ansicht, dass erst die Videobetrachtung durch den vierten Referee dazu geführt habe, dass Zidane überführt wurde. Sein Kopfstoss gilt deshalb inoffiziell als erste Anwendung des Videobeweises. Die FIFA bestreitet diese Theorie jedoch und gibt an, der vierte Offizielle habe die Szene mit eigenen Augen gesehen.

Ob mit oder ohne Videobeweis: Zidane muss unter die Dusche und so endet seine grosse Karriere unrühmlich. Statt den WM-Pokal ein zweites Mal in die Höhe zu stemmen, läuft er mit gesenktem Kopf daran vorbei. Dabei hat doch alles so gut angefangen.

Bildnummer: 09764083  Datum: 09.07.2006  Copyright: imago/Pressefoto Baumann
 Fussball / Herren / FIFA WM Weltmeisterschaft 2006 / Italien - Frankreich: v.l. Zinedine Zidane verl

Ein ikonisches Foto: Zidane läuft am Pokal vorbei in die Katakomben. imago/Pressefoto

Schon vor dem Final zum MVP gewählt

Im Spätherbst seiner Karriere blüht der 1,85 Meter grosse Mittelfeldspieler noch einmal auf. 34-jährig ist der Sohn algerischer Einwanderer mittlerweile und am Ball noch immer ein Genie. Er verkündet bereits im Vorfeld, dass er nach der WM zurücktreten werde. In der Vorrunde bleibt «Zizou» allerdings blass und Frankreich qualifiziert sich nach dem 0:0 gegen die Schweiz nur als Gruppenzweiter für die K.o.-Runde.

Dort zeigt Zidane aber sein wahres Gesicht. Im Achtelfinal erzielt er den letzten Treffer beim 3:1 gegen Spanien, im Viertelfinal gegen Brasilien bereitet er den 1:0-Siegtreffer magistral vor und im Halbfinal gegen Portugal trifft er selbst zum siegbringenden 1:0. Schon vor dem Final wird Zidane zum MVP, dem wertvollsten Spieler des Turniers, gewählt.

A picture combo of TV grabs shows the foul Zinedine Zidane of France to Italy's Marco Materazzi and the red card shown to Zidane by referee Horacio Elizondo of Argentina during the final of the 2006 FIFA World Cup between Italy and France at the Olympic Stadium in Berlin, Germany, Sunday 09 July 2006. (KEYSTONE/EPA/WDR)   +++ Mobile Services OUT +++ Please refer to FIFA's Terms and Conditions.

Der Kopfstoss und seine Folgen. Bild: EPA

Frankreich hat den zweiten WM-Finaleinzug nach 1998 dem unglaublichen «Zizou» zu verdanken. Und wie damals, als es bei der Heim-WM zum ersten Weltmeistertitel reicht, eröffnet die Nummer 10 das Skore. Nach sieben Minuten trifft Zidane mittels Panenka-Penalty via Lattenunterkante, doch Materazzi gelingt zwölf Minuten später der Ausgleich.

Materazzis Schrein bei sich zu Hause

Es sollen die einzigen Tore aus dem Spiel bleiben. Zehn Minuten nach der für Zidane fatalen 110. Minute kommt es zum Elfmeterschiessen. Frankreich verliert 3:5, weil Trezeguet nur die Torumrandung trifft. Der Schuldige ist jedoch ein anderer. «Der Platzverweis für Zidane hat das Spiel gedreht. Es war eine total sinnlose Aktion, es war der Schlüsselmoment des Spiels», ärgert sich der Trainer der «Bleus», Raymond Domenech, nach der Partie.

Provokation mit der Mutter? Nein, es war die Schwester

Zidane schweigt. Und so bleibt auch das Rätsel, was Materazzi zum Franzosen gesagt hat, vorerst ungelöst. Einer Lippenleserin zufolge soll er Zidane als «Sohn einer Terroristen-Hure» beschimpft haben. Materazzi dementiert. «Ich bin ein Ignorant, ich weiss nicht Mal, was ein islamischer Terrorist ist» und «Für mich ist die Mutter heilig». Die Mama des damaligen Inter-Spielers starb, als der kleine Marco 14 Jahre alt war.

abspielen

Die ganze Szenerie mit dem französischen Originalkommentar. Video: streamable

Erst zweieinhalb Wochen nach dem Vorfall wird das Geheimnis gelüftet. Die französische Illustrierte «Paris Match» beauftragt Mariella Balsamo, Dozentin am Nationalen Institut für Gehörlose in Messina (Sizilien), das Gespräch zu rekonstruieren.

Der 11-sekündige Dialog im Wortlaut

Materazzi zerrt Zidane im Strafraum am Trikot.
Zidane: «Wenn du es haben willst, schenke ich's dir nachher.»
Materazzi: «Lass mich, du Schwuchtel. Du, mit deiner Nutten-Schwester. Scheisse.»
Zidane dreht sich um.
Materazzi: «Deine Schwester, diese Nutte.»
Zidane geht auf Materazzi zu.
Materazzi: «Ich spalte dir den Arsch.»
Zwei Sekunden später rammt Zidane seinen Kopf gegen Materazzis Brust.

Zidane: Lieber sterben, als Materazzi verzeihen

Ein Jahr später bestätigt Materazzi in einem Interview mit der «Gazzetta dello Sport» den Ablauf des Dialogs. «Ich habe an seinem Trikot gezogen. Da hat er gesagt, wenn ich sein Trikot unbedingt haben wolle, könne ich es ja nach dem Abpfiff haben. Ich habe darauf geantwortet, dass mir seine Schwester lieber wäre.»

Zu einer öffentlichen Aussöhnung zwischen Zidane und Materazzi kommt es übrigens nie. «Ich bitte den Fussball, seine Fans und die Mannschaft um Verzeihung, aber niemals Materazzi. Das würde mich entehren. Lieber würde ich sterben», sagt «Zizou» im März 2010 der spanischen Zeitung «El Pais».

Bild

Ein Grosser verlässt die Weltbühne. bild: keystone

Kopfstoss wird Pop-Kultur

Zidanes Kopfstoss wird nach der WM auf mannigfaltigste Weise, vor allem aber humoristisch verarbeitet: Der Song «Coup de Boule» erreicht in den französischen und belgischen Charts die Spitze, in der Schweiz immerhin Platz 2.

«Zizou» wird ausserdem zur Spielfigur von Flash-Games mit dem Ziel, möglichst viele Gegner per Kopfstoss niederzustrecken. Keine Verulkung, die durch Video-Editing und Photoshop nicht realisiert wird.

abspielen

Der Zidane-Song «Coup de boule» stürmt die Hitparaden. Video: YouTube/nikwakwa

Statue zweimal weggeräumt

Im September 2012 wird in Paris auf dem Platz vor dem Museum Centre Pompidou eine fünf Meter hohe Statue des berühmtesten Kopfstosses der Sport-Geschichte aufgestellt. Nur wenige Wochen nach der Enthüllung wird sie aber schon wieder entfernt. Sie sei «wider die Sportethik», so die Begründung.

Auch in Doha steht das Denkmal nicht lange. Die Beseitigung der Skulptur erfolgt im Herbst 2013 aufgrund der islamischen Rechtsprechung, nach der «Heldenkult» durch öffentliche Darstellungen verhindert werden soll.

epa03412192 Visitors take pictures of a sculpture entitled 'coup de tete' (headbutt) by French artist Adel Abdessemed that represents former French soccer player Zinedine Zidane headbutting Italian soccer player Marco Materazzi during the 2006 World Cup Final, nearby the museum of modern art 'Centre Pompidou', in Paris, France, 27 September 2012. Adel Abdessemed's exhibition will run from 03 October to 07 January 2013.  EPA/YOAN VALAT

Bild: EPA

epa03895867 Workers install a five-meter-tall bronze statue of former French soccer international Zinedine Zidane's famous head-butt at the corniche of Doha, Qatar, 04 October 2013. The sculpture 'Coup de Tete' ('Head Butt') was created by Algerian artist Adel Abdessemed, and captures the moment when France's playmaker Zinedine Zidane head-butted Italian defender Marco Materazzi in the 2006 World Cup final.  EPA/STR

Bild: EPA

Trotz seines Kopfstosses – Zidanes nationale und internationale Beliebtheit erleidet keinen bleibenden Schaden. Der 108-fache französische Nationalspieler wurde Trainer bei Real Madrid und hat mit den Königlichen von 2016 bis 2018 drei Mal in Folge die Champions League gewonnen.

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob eine hervorragende sportliche Leistung, ein bewegendes Drama oder eine witzige Anekdote – alles ist dabei.
Um nichts zu verpassen, like uns auch auf Facebook!

Das ist der moderne Fussball

Oh Mäzen, mein Mäzen – wie der Schweizer Fussball ums finanzielle Überleben kämpft

Link zum Artikel

«Hunderte Dinge haben mich genervt» – dieser Fan boykottiert seit einem Jahr Fussball

Link zum Artikel

Nur noch 7 Profis im Kader – Traditionsklub Bolton droht der totale Kollaps

Link zum Artikel

Wir würden als Sportchefs für 100 Millionen diese Teams zusammenstellen – und du?

Link zum Artikel

Marcel Reif zum St.Galler VAR-Drama: «Das ist nicht die Idee des VAR, so schadet er»

Link zum Artikel

Barça patzt, Real profitiert – das ist der «japanische Messi» Takefusa Kubo

Link zum Artikel

Der ÖFB-Cup als Fundgrube für jeden mit einem Herz für grossartige Klubnamen

Link zum Artikel

Falschen Jallow verpflichtet: Türkischer Klub leistet sich Transfer-Blamage des Sommers

Link zum Artikel

4 Fussball-Stars erstreiken sich den Wechsel – und immer soll es zu Barcelona gehen

Link zum Artikel

11-Jähriger trifft Messi im Strandurlaub – und spielt eine Runde mit ihm

Link zum Artikel

Kein Witz! Darum heisst Juventus Turin im neusten FIFA-Game «Piemonte Calcio»

Link zum Artikel

Warum es besser wäre, wenn jeder Klub nur noch drei Transfers tätigen dürfte

Link zum Artikel

Rassismus-Vorwürfe gegen einen FCSG-Spieler – was geschah im Testspiel gegen Bochum?

Link zum Artikel

Psychologe analysiert Tattoos von Fussballprofis – mit klarem Ergebnis

Link zum Artikel

Kevin-Prince Boateng haut neuen Rapsong raus – aber was macht das Pferd da eigentlich?

Link zum Artikel

Die teuersten Teenager der letzten 25 Jahre – so krass sind die Transfersummen explodiert

Link zum Artikel

Topklubs haben schon fast 1 Milliarde für Transfers ausgegeben – die Übersicht

Link zum Artikel

Liga gibt zu, dass der VAR in St.Gallen nicht hätte eingreifen dürfen

Link zum Artikel

Vier Gründe, warum Bayern München einfach keinen Topstar abkriegt

Link zum Artikel

Ein Problem namens Wanda – wie Torjäger Mauro Icardi bei Inter in Ungnade gefallen ist

Link zum Artikel

Ausländer-Trios, werbefreie Trikots oder das Nasenpflaster – 16 Dinge, die aus dem Fussball verschwunden sind

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Alle WM-Torschützenkönige seit 1930

Ein wahrer Kommentator eskaliert auch ohne Fussball

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

56
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
56Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • JefftheBeff 09.07.2020 23:16
    Highlight Highlight Schön wars
    Benutzer Bild
  • JefftheBeff 09.07.2020 22:55
    Highlight Highlight Vor genau 14 Jahren schoss Fabio Grosso Italien in den blau gefärbten Fussballhimmel über Berlin. Poopopopopopoopoo
  • Tobi Totsch 09.07.2020 14:49
    Highlight Highlight Die Aktion hat Zidane endgültig zur Ikone gemacht. Der Pokal, an dem vorbei er in die Kabine getrottet ist, gehört in den Herzen vieler Fussballfans vor allem ihm.

    Materazzi hingegen bleibt mit der Aktion einfach als das italienische Schandmaul in Erinnerung, das von Zidane niedergestreckt wurde. Offenbar ist er selbst sehr stolz darauf.
  • Stefan Morgenthaler-Müller 09.07.2020 12:58
    Highlight Highlight Frankreich war für mich der wahre Gewinner der WM2006.

    In den Finalspielen hat man Spanien (EM08, WM10, EM12 Sieger) , Brasilien (Titelverteidiger) und Portugal (Vizemeister EM 2004) eliminiert.

    Zidanes Penalty gegen Buffon war einer der schönsten Elfmeter an einer WM.

    Und Italien: Italien hat knapp gegen Australien im Achtelfinale gewonnen, dann gegen Ukraine gut gespielt. Deutschland war der einzige ernsthafte Gegner auf dem Weg ins Finale und Deutschland galt zu diesem Zeitpunkt als Mittelmass.
    • Achilles1995 09.07.2020 16:10
      Highlight Highlight Wieso erwähnst du Spanien als EM08/12 und WM10 Sieger obwohl man dazumal das Jahr 2006 schreibt? Da sieht man klar, dass Spanien zu diesem Zeitpunkt noch nicht überragend war. Italien vermieste das deutsche Sommermärchen in einem packenden Halbfinale. Das war mal eine Leistung, körperlich und psychisch! Zidanes Penalty war reines Glück, das rächte sich dann hochverdient bei Trezeguet.
      Merke dir eines, egal wie knapp die Siege waren oder welche Gegner man hatte, der verdiente Sieger war Italien. Frankreich war nicht im Stande mehr Tore im Finale zu schiessen. Italien war einfach abgezockter!
    • Stefan Morgenthaler-Müller 09.07.2020 16:54
      Highlight Highlight Wie geschrieben, war Frankreich für "mich" der Gewinner der WM2006. Spanien hat nach dieser WM alles abgeräumt, alle Achtel-, Viertel-, Halbfinal- und Finalspiele der der nächsten sechs Jahre gewonnen und im EM Finale 2012 Italien mit 4:0 in alle Einzelteile zerlegt und gedemütigt. Von daher darf man schon erwähnen, dass Frankreich das letzte Team war, das Spanien vor seiner Dominanz in einem wichtigen Spiel besiegt hat.

      Italien gegen Australien, Italien gegen Ukraine. Sorry, das waren geschenkte Gegner. Alle erinnern sich 2006 an Zidane, an Italien nur Italien Fans.
    • Achilles1995 09.07.2020 22:59
      Highlight Highlight Nach dieser WM interessiert es mich nicht, es geht in dem Artikel ums Jahr 2006! Italien warf Spanien übrigens 2016 aus der Euro, vergiss das nicht. Daher ist deine Aussage mal sowas von falsch.
      Ja und? Gewinnen muss man die Spiele zuerst und Italien kann nichts dafür, dass die Gegner unter anderem Australien und Ukraine hiessen. Sorry aber von Fussball hast du nun wirklich keine Ahnung, und vermutlich hast du noch nicht mal selber einen Ball richtig am Fuss gehabt. Einfache Gegner gibt es an einem Endrundenturnier nicht, das hat jede Favoritenmannschaft schon öfters am eigenen Leib erfahren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Team Insomnia 09.07.2020 11:18
    Highlight Highlight Neben 1934 (gekaufte WM vom Benito) der einzige Titel den ich Italiä nicht gönne. Für mich tragen die 2 Sterne, die 2 anderen wurden einfach geklaut und sind nicht verdient.
  • The oder ich 09.07.2020 10:48
    Highlight Highlight Ohne diesen Kopfstoss würde sich niemand mehr an den Matratzi (oder wie der hiess) erinnern
    • Kyle C. 09.07.2020 11:07
      Highlight Highlight Bin ja alles andere als Inter-Fan und noch weniger von ihm. Aber er war immerhin einer der Leistungsträger beim Triple-Gewinn und schoss das Ausgleichstor im Final. Nur um mal zwei Aspekte zu nennen...So ein Niemand war er dann doch nicht.
    • JefftheBeff 09.07.2020 11:07
      Highlight Highlight Doch, er hat das Tor für Italien geschossen.
      Tutti pazzi per Materazzi

      Poopopopopopoopoo
  • Cedric Grütter 09.07.2020 09:29
    Highlight Highlight Mit diesem Kopfstoss wurde Zizou für mich endgültig eine Legende und ein Held. Man soll Gewalt nicht verherrlichen, aber ein Mann hat seine Ehre und diese sollte man sich nicht nehmen lassen. Was Materazzi da gesagt hat ist respektlos und unter jeder Würde. Und das darf man niemandem durchgehen lassen. Die rote Karte war natürlich eine logische Konsequenz und trotzdem war der Kopfstoss richtig. Und Italien hätte für sowas direkt vom Turnier ausgeschlossen werden müssen
    • Kyle C. 09.07.2020 09:56
      Highlight Highlight Du widersprichst dich aber massiv, Cedric. Wenn man Gewalt ablehnt, dann kann man nicht sagen, dass es richtig war. Und dazu gehört auch verbale Gewalt (Materazzi). Zumal Beleidigungen (Trash-Talk) in vielen Sportarten zum Alltag gehören. Nicht schön, ist aber die Realität. Das rechtfertigt aber in keinster Weise den Angriff von Zizou.

      Und von Turnier ausgeschlossen werden? Worauf stützt du dich dabei? Noch nie wurde ein Team wegen einem Fehlverhalten eines Spielers ausgeschlossen. Und wenn, hätte das ja auch für Frankreich gelten müssen. Etwas mehr Realitätsbezug wäre nicht verkehrt... ;)
  • JefftheBeff 09.07.2020 09:04
    Highlight Highlight Italien wäre trotzdem Weltmeister geworden. Mit oder ohne Zidane. Popopopppopooooo
    • Acacia 09.07.2020 09:29
      Highlight Highlight Frankreich wäre 2018 auch mit Italien Weltmeister geworden.
    • JefftheBeff 09.07.2020 11:02
      Highlight Highlight @Acacia
      Egal, heute vor 14 Jahren war ein wunderbarer Tag für den italienischen Fussball. Der Himmel über Berlin war
      azzurro und nicht bleu...
      ..poopopopopopoopoo
    • Acacia 09.07.2020 15:07
      Highlight Highlight @JefftheBeff
      Das stimmt.;-)

      2006 war allgemein eine geile WM meiner Meinung nach.
  • magnet1c 09.07.2020 08:45
    Highlight Highlight Genie und Wahnsinn. Auf jedenfall der legendärste und zweifelhafteste Abgang zu gleich.
  • Kyle C. 09.07.2020 08:33
    Highlight Highlight An alle, die diesen Kopfstoss gutheissen: Ich mochte Materazzi auch nicht. Und auch für mich ist Zizou der wohl genialste Fussballer ever. ABER es gibt schon einen Unterschied zwischen Trash-Talk und einer Tätlichkeit. Es mag menschlich nachvollziehbar sein, aber gutheissen geht zu weit. Zumal Zizou ja des Öfteren vom Platz geflogen ist. Ob das Spiel mit ihm anders geendet hätte? Keine Ahnung. Aber an diesem Abend hat Zizou einfach einen unverzeihlichen Fehler gemacht. Ohne Wenn und Aber.
  • Rikki-Tiki-Tavi 09.07.2020 08:03
    Highlight Highlight Ja Zidane, Genie und Wahnsinn. Immer wieder begeisterte er mit seiner Technik und Spielintelligenz, immer wieder aber auch seine Ausraster. Dieser Kopfstoss war ja nur die letzte Episode in seiner Karriere. All das machte ihn zur Legende.
  • Weggli 09.07.2020 06:24
    Highlight Highlight Ist ja nicht so, dass dieser Kopstoss das erste Mal war. Als Juve Spieler hat er im Champions League Spiel gegen den HSV im Jahr 2000 nach einem harmlosen Foul von Kochen Kientz dasselbe getan. So genial er Fussball spielen konnte, sein Temperament hatte er öfters nicht im Griff.
  • Der_Andere 09.07.2018 23:36
    Highlight Highlight Ob man es nun gut fand oder nicht. Es war ein Abgang für die Geschichtsbücher. Ja der Titel wäre sicher ein grösserer Erfolg gewesen an jenem Juliabend. Aber er hätte nicht denn Nachhall des coup de boule gehabt. Ich feier Zidane immer noch. Auch wenn er nicht ein Saubermann war.

    Schade gewann Italien dann eben doch noch. Die rote und der Titel wären natürlich das Sahnehäubchen gewesen.
  • Theor 09.07.2018 20:49
    Highlight Highlight Die Geschichte ziegt auch, dass es auch im Fussball nicht nur Helden, sondern auch A****löcher geben muss. Ist wie im Wrestling. Jede Generation Fussball kennt sein A****loch, den nur dank ihm können Fussballdramen geschrieben werden. Damals war es ein Materazzi, nun ist es ein Sergio Ramos. In der nächsten Generation wird es bestimmt auch wieder eins geben.
    • Der_Andere 09.07.2018 23:31
      Highlight Highlight Okay Ramos ist mühsam. Aber ich werfe Pepe ind denn Ring. Oder Suarez. Ich hatte ja die Hoffnung, dass er diese WM einen Schiri beisst.
  • kupus@kombajn 09.07.2018 15:37
    Highlight Highlight Materazzi fand ich auch vorher schon zum K..... Deshalb ist Zidane für mich persönlich entschuldigt. Und die Strassen Marseilles kriegst du halt nicht mehr raus. Die sind tief eingebrannt.

    Für mich war, ist und bleibt Zizou der Grösste! Keiner hat mich auf dem Platz so in den Bann gezogen wie er. Kein Pelé, kein Cruyff, kein Maradona, kein Messi, kein Ronaldo.

    • Diskoo 09.07.2020 10:23
      Highlight Highlight Dito!
    • Kyle C. 09.07.2020 11:10
      Highlight Highlight Weder dass er ein genialer Fussballer war (sehe ich übrigens genau wie du), noch dass er in den Strassen von Marseille aufgewachsen ist rechtfertigen einen tätlichen Angriff.

      Sorry, aber es gibt einen Unterschied zwischen Verständnis zeigen für einen Ausraster (passierte bei ihm leider öfters) und die Tat entschuldigen. Insbesondere wenn du es davon abhängig machst, gegen wen der Angriff gerichtet war. Schon eine etwas zweifelhafte Einstellung m.M.n..
    • Team Insomnia 09.07.2020 11:22
      Highlight Highlight „Kein Pelé, kein Cruyff, kein Maradona, kein Messi, kein Ronaldo.“

      Bei mir war es damals vor langer Zeit der Kroate Davor Suker. Vorallem EM96 und WM98, aber auch danach. Schade sind diese Zeiten vorbei!
    Weitere Antworten anzeigen
  • mrgoku 09.07.2018 13:15
    Highlight Highlight #LEGEND Zidane, Mozart des Fussballs. Der Kopfstoss rundet das ganze noch unkonventionell ab. Finde ich top! :D
    • tinu77 09.07.2020 13:59
      Highlight Highlight Du verwechselst das was. Der Mozart ist Andrea Pirlo!
    • Team Insomnia 09.07.2020 20:58
      Highlight Highlight tinu77

      Welli Andrea?🤷‍♂️
  • Willy Tanner 09.07.2018 10:17
    Highlight Highlight Ein Held! Und nebenbei der erste Einsatz des VAR. Also absolut skandalöse rote Karte!
  • bcZcity 09.07.2018 09:58
    Highlight Highlight Zidane hätte dies nach dem Spiel regeln können, aber die Strasse bringt man eben nicht mehr weg.
  • Ziasper 09.07.2018 09:57
    Highlight Highlight Zwei Sachen bei der Geschichte zeigen den Charakter von Zidane ganz gut.
    1. War das seine bereits 15(!) rote Karte in seiner Karriere, und
    2. Ein Sportler mit warer grösse würde drüberstehen und sich mit Materrazzi aussprechen.
    Zidane war wahrlich ein grossartiger Spieler, aber kein grosser Sportler.
  • R10 09.07.2018 09:32
    Highlight Highlight 🐐
  • rodolofo 09.07.2018 07:38
    Highlight Highlight Unvergessen ist für mich auch, dass der eigentliche Übeltäter und Provokateur, Materazzi, nie belangt wurde und er dank seinem "Buebetrickli" auch noch Weltmeister werden konnte!
    Das erinnert mich an die unvergessene "Hand Gottes":
    Diego Maradona erzielte im Finalspiel das entscheidende Sieges-Tor mit seiner Hand!
    Wo sind wir hier eigentlich?
    Sind wir im Fussball, oder im Handball?
    Manchmal habe ich auch den Eindruck, wir seien im Rugby, im Ringkampf und im Psycho-Krimi!
    Was lernt der kleine Fussball-Zuschauer daraus?
    Auf dem Weg nach "Ganz Oben" braucht's sehr viel Kriminelle Energie...
    • greeZH 09.07.2018 09:15
      Highlight Highlight Die "Hand Gottes" war im Viertelfinale. Zudem war es der Ausgleich nicht das Siegtor. Und wenn man anschliessend das Tor des Jahrhundert erzielt interessiert ein Handspiel nur noch die wenigsten.
    • sottosopra 09.07.2018 09:17
      Highlight Highlight Etwas gar weit hergeholt, dass Italien dank Materazzis Buebetrickli Weltmeister wurde. Oder hätte Zidanes Aura den Fehlschuss von Trezeguet unter die Latte gelenkt?
    • B. Bakker 09.07.2018 09:56
      Highlight Highlight Ich würde nicht gerade von „Krimineller Energie“ sprechen, aber als einer welcher selber mal auf dem Weg Richtung Profi-Fussball war, kann ich sagen, sagen dass es definitiv nicht nur „Können und Talent“ braucht. Fussball ist eigentlich ein recht dreckiges Geschäft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • c_meier 09.07.2018 06:55
    Highlight Highlight nicht vergessen der Song, der daraus entstand :)
    Play Icon

Unvergessen

23 kg Sprengstoff machen das legendäre Wankdorfstadion dem Erdboden gleich

3. August 2001: Unkraut, Moder und eine gemeingefährliche Elektrizitätsanlage. 47 Jahre nach dem Wunder von Bern hat das alte Wankdorfstadion seinen Dienst getan und wird gesprengt.

Um Punkt 15 Uhr ist es um das Wankdorfstadion geschehen. Fünf lange und drei kurze Hornstösse dröhnen als letztes Warnsignal über das Areal – dann zündet Sprengmeister Marco Zimmermann die 23-Kilogramm-Ladung des Sprengstoffs Gelamon. Rund viertausend Augenzeugen sehen, wie die ausgeweidete Fussballruine mit einem dumpfen Knall in sich zusammensackt.

Doch das Wankdorf wäre nicht das Wankdorf, wenn es sich widerstandslos ergeben würde. Trotz der akribischen Planung will sich einer der vier …

Artikel lesen
Link zum Artikel