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Zdenek Stybar of the Czech Republic celebrates as he crosses the finish line ahead of the sprinting pack, rear right, to win the sixth stage of the Tour de France cycling race over 191.5 kilometers (119 miles) with start in Abbeville and finish in Le Havre, France, Thursday, July 9, 2015. (AP Photo/Peter Dejong)

Zdenek Stybars Etappensieg wird von der schweren Verletzung seines Teamkollegen und Tour-Leaders Tony Martin überschattet. Bild: Peter Dejong/AP/KEYSTONE

Drama an der Tour de France: Leader Tony Martin stürzt schwer und muss mit Schlüsselbeinbruch aufgeben

Tour-de-France-Leader Tony Martin verursacht in der sechsten Etappe von Abbeville nach Le Havre einen Massensturz und muss mit einem Schlüsselbeinbruch aufgeben. Der Tagessieg geht an seinen Teamkollegen Zdenek Stybar.



Nach zwei Tagen im Maillot jaune ist die Tour für den Führenden der Gesamtwertung vorzeitig vorbei. Martin verursachte mit einem Schlenker rund 700 Meter vor dem Ziel eine Kettenreaktion, in deren Folge unter anderen auch Vincenzo Nibali und Nairo Quintana stürzten. «Ich habe mich an dem Hinterrad des Fahrers vor mir aufgehängt», begründete er. Martin blieb zunächst auf dem Asphalt sitzen, hielt sich den linken Arm und wurde von den Teamkollegen ins Ziel eskortiert.

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Ein fataler Fahrfehler von Tony Martin löst 700 Meter vor dem Ziel die Massenkarambolage aus. gif: srf

«Der erste Verdacht, als ich auf dem Boden gelegen habe, war Schlüsselbeinbruch», sagte der Deutsche nach seinem heftigen Aufprall. Diese Prognose sollte sich bewahrheiten. Teamchef Patrick Lefevere vom Rennstall Etixx-Quick Step bestätigte Martins Forfait gegenüber dem französischen Radiosender «Europe 1». Noch am Donnerstagabend wurde Martin zur Not-Operation nach Hamburg geflogen.

Poland's Michal Kwiatkowski, right, waits with Germany's Tony Martin, wearing the overall leader's yellow jersey, after he broke a collar bone in a crash in the last kilometers of the sixth stage of the Tour de France cycling race over 191.5 kilometers (119 miles) with start in Abbeville and finish in Le Havre, France, Thursday, July 9, 2015. (AP Photo/Eric Feferberg, Pool)

Nach Fabian Cancellara fällt auch Tony Martin dem Fluch des Maillot Jaune zum Opfer. Bild: AP/AFP

Profiteur von Martins Aktion und deren Folgen war just Teamkollege Stybar. Der dreifache Cross-Weltmeister kam in seiner fünften Saison für Etixx-Quick Step solo zu seinem zweiten Etappensieg an einer grossen Rundfahrt nach jenem im siebten Teilstück der Vuelta 2013. Wirklich freuen darüber konnte sich der 29-jährige Tscheche aber nicht. Hinter Stybar kam der Slowake Peter Sagan bereits zum dritten Mal als Zweiter ins Ziel, dahinter folgte der Franzose Bryan Coquard.

Afrikanischer Freudentag

Dem hektischen Finale war eine lange Flucht einer Dreiergruppe vorausgegangen. Nach nur 6 km waren der Franzose Perrig Quéméneur, der Belgier Kenneth Vanbilsen und der Eritreer Daniel Teklahaimanot ausgerissen. Zwischenzeitlich betrug der Vorsprung des Trios fast zwölfeinhalb Minuten.

LE HAVRE, FRANCE - JULY 09:  Daniel Teklehaimanot of Eritrea and MTN-Qhubeka is awarded the polka-dot jersey on the podium after stage six of the 2015 Tour de France, a 191.5km stage between Abbeville and Le Havre, on July 9, 2015 in Le Havre, France.  (Photo by Doug Pensinger/Getty Images)

Daniel Teklehaimanot erobert als erster afrikanischer Fahrer das gepunktete Trikot. Bild: Getty Images Europe

Weil Daniel Teklehaimanot aus dem südafrikanischen Team MTN-Qhubeka alle drei Wertungen der vierten Kategorie gewann, durfte sich der 26-Jährige als erster afrikanischer Fahrer ins gepunktete Trikot des Bergpreisleaders einkleiden lassen. In der Endphase, als Vanbilsen einen Solovorstoss wagte, liessen Teklahaimanot und Quéméneur abreissen. Doch auch der belgische Tour-Debütant wurde drei Kilometer vor dem Ziel noch vom Feld gestellt. (dux/si)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Illuminati 09.07.2015 22:30
    Highlight Highlight Zuerst habe ich gedacht, er habe den Sturz extra provoziert...
    Meine Theorie war, er hatte Krämpfe und hätte noch Zeit verloren und weil auf den letzten 3 Kilometer bei einem Sturz die Siegerzeit übernommen wird, wählte er diesen Ausweg..
    NUR macht es doch keinen Sinn, da er jetzt die Tour verpasst!
    Also haben die TV-Bilder wohl getäuscht...
    • Alex 09.07.2015 22:50
      Highlight Highlight Ja, der Schlenker sah wirklich sehr ungewöhnlich aus.
    • Thanatos 10.07.2015 00:21
      Highlight Highlight Oder der Plan ist in die Hose bzw ins maillot jaune ;). Er ist ja nicht der erste der ausfällt (Cancellara und Albasini) vielleicht fordert die tdf dieses Jahr mehr Opfer ^^

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