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Zwei Lendenwirbel gebrochen: Fabian Cancellara muss die Tour de France nach seinem Sturz aufgeben

Zwei Lendenwirbel gebrochen: Fabian Cancellara muss die Tour de France nach seinem Sturz aufgeben

06.07.2015, 21:1307.07.2015, 08:47

So nahe liegen Glück und Pech beisammen. Einen Tag, nachdem Fabian Cancellara an der Tour de France das Leadertrikot erobert hat, muss er das Rennen aufgeben. Der Berner gehörte zu den Opfern eines Massensturzes rund 60 Kilometer vor dem Etappenziel in Huy.

Zwar fuhr Cancellara die Etappe zu Ende. Doch nach einem MRI-Untersuch in einem Krankenhaus gab er bekannt, dass er das Rennen aufgeben müsse. «Ich habe soeben den Spital sehr enttäuscht verlassen», twitterte der 34-Jährige. Er habe sich wie bei seinem Sturz im Frühling beim Rennen E3 Harelbeke am Rücken verletzt. Waren damals die Wirbel L2 und L3 auf der linken Seite betroffen, so sind es nun die Wirbel L3 und L4 rechts.

«Es war sehr hart für mich, wieder in Form zu kommen und Selbstvertrauen zu finden», liess sich Cancellara in einer Mitteilung seines Teams zitieren. «Das Gelbe Trikot gab mir einen grossen Schub für die Kopfsteinpflaster-Etappe von morgen. Ich schätze, ich muss nun positiv bleiben und auf den zweiten Teil der Saison vorausschauen.»

Was war passiert?

Den Massensturz ausgelöst hatte der Franzose William Bonnet. Mehrere Konkurrenten gingen mit ihm zu Boden, Cancellara konnte nicht mehr ausweichen. Er überschlug sich mehrfach, sein Velo flog hoch durch die Luft. 

«Ich hatte gehofft, mich zwischen den Gestürzten durchzuschlängeln», sagte der Berner, noch bevor die ärztliche Diagnose bekannt war. «Dann kam ich jedoch in eine Abflussrinne und wurde von hinten getroffen. Danach weiss ich nicht mehr, was geschah.»

Das Video des Massensturzes.YouTube/simon white
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2 Kommentare
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Auch wenn es nur war wie gegen Ajoie – ein 4:0 als Versprechen
Ein Sieg ist nie selbstverständlich. Aber etwas anderes als ein Sieg wäre eine Schmach gewesen. Die Schweizer erfüllten die Pflichtaufgabe gegen Frankreich wie aus dem Lehrbuch und siegten 4:0.
Es war ein wenig wie bei einem Spiel gegen Ajoie in unserer heimischen Liga. Eine Niederlage gegen den 16. und Letzten der WM 2025 war im Grunde undenkbar und wäre als Schmach gewertet worden. So wie immer noch jede Niederlage gegen Ajoie den Schwefelhauch der Schmach in sich trägt. Dazu kommt: Bei den Franzosen spielen ja wichtige Spieler unseres ewigen Schlusslichtes: Torhüter Antoine Keller, Verteidiger-Titan Thomas Thiry, der Leitwolf Pierre-Edouard Bellemare, ein ehemaliger NHL-Profi oder Kevin Bozon. Der Vergleich mit Ajoie macht also durchaus Sinn, um die Kräfteverhältnisse zu veranschaulichen.
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