Sport
Velo

Kadri triumphiert bei erster Vogesen-Etappe

Tour de France. 8. Etappe:
1. Blel Kadri (Fr) 3:49:28.
2. Alberto Contador (Sp) 2:17.
3. Vincenzo Nibali (It) 2:20.
4. Richie Porte (Au) 2:24. 
Ferner:
65. Marcel Wyss (Sui) 12:57
105. Fabian Cancellara (Sui) 17:51
Bild: Keystone
Nibali baut Gesamtführung aus

Kadri triumphiert bei erster Vogesen-Etappe

Der Franzose Blel Kadri feiert bei der 8. Etappe der Tour de France seinen mit Abstand grössten Erfolg. Der neue Leader im Bergpreis-Klassement gewinnt in Gérardmer La Mauselaine solo.
12.07.2014, 18:0213.07.2014, 11:15

Kadri ist als angriffiger Fahrer in der World Tour bestens bekannt, grosse Erfolge konnte der 27-Jährige vom Team AG2R bislang jedoch nicht aufweisen. Bis zum Triumph in der ersten Vogesen-Etappe der 101. Tour de France standen für ihn lediglich ein Sieg bei der Roma Maxima im Vorjahr und ein Etappenerfolg bei der Route du Sud 2010 zu Buche.

Blel Kadri.
Blel Kadri.Bild: YOAN VALAT/EPA/KEYSTONE

Mit der ersten kleinen Bergankunft der 101. Tour de France waren die Anwärter auf den Gesamtsieg auf der 8. Etappe von Tomblaine nach Gérardmer erstmals richtig gefordert; auf dem letzten Fünftel des 161 km langen Teilstücks waren zwei Anstiege der zweiten und eine Bergankunft der dritten Kategorie zu meistern.

Contador macht Boden gut

Den ersten dieser Anstiege, den Col de la Croix de Moinats, hatten fünf Ausreisser gemeinsam in Angriff genommen, ehe Sylvain Chavanel, der bekannteste Fahrer des Schweizer IAM-Teams, eine Attacke lancierte. Folgen konnte dem 35-jährigen Franzosen nur dessen Landsmann Kadri, derweil Niki Terpstra (Ho), Adam Yates (Gb) und Adrien Petit (Fr) abreissen lassen musste. 

Wenige Minuten später war es indes auch um Chavanel geschehen; er hatte dem Tempo von Kadri nichts mehr entgegenzusetzen. Der Vorsprung Kadris wuchs in der Folge stetig an. Die Ziellinie überquerte der Bergpreis-Leader schliesslich mit 2:17 Minuten Vorsprung vor dem zweitplatzierten Tour-Favoriten Alberto Contador, der dem Gesamtleader Vincenzo Nibali (It) im Finish noch drei Sekunden abzunehmen vermochte.

Contador kommt vor Nibali ins Ziel.
Contador kommt vor Nibali ins Ziel.Bild: Peter Dejong/AP/KEYSTONE

Nibali weiterhin im gelben Trikot

Bild
Bild: NICOLAS BOUVY/EPA/KEYSTONE

Im Gesamtklassement baute Nibali seine Führung gleichwohl aus; er liegt nun 1:44 Minuten vor seinem Astana-Teamkollegen Jakob Fuglsang (Dä) und 1:58 Minuten vor dem Australier Richie Porte (Team Sky), der die 8. Etappe als Vierter beendete. Contador verbesserte sich in der Gesamtwertung in den 6. Rang mit 2:34 Minuten Rückstand auf Nibali.

Die nach dem verletzungsbedingten Tour-Ende von Mathias Frank acht verbliebenen Schweizer vermochten sich allesamt nicht in Szene zu setzten. Als Bester klassierte sich Marcel Wyss mit fast 13 Minuten Rückstand auf Platz 65. Fabian Cancellara, der wie Reto Hollenstein und Gregory Rast 17:51 Minuten einbüsste, fiel im Gesamtklassement vom 12. in den 37. Rang zurück. (si/syl)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
«Thema für nach dem Turnier»: Infantino schliesst eine WM mit 64 Mannschaften nicht aus
Seit über drei Wochen läuft die Fussball-WM in Nordamerika. Seither ist FIFA-Präsident Gianni Infantino fast immer im Fokus. Der Schweizer erklärt nun, warum US-Präsident Donald Trump bisher noch nicht im Stadion war und was er von einer WM mit 64 Mannschaften hält.
Es sind strenge Tage für Gianni Infantino. Während der Weltmeisterschaft ist der FIFA-Präsident eigentlich jeden Tag bei mindestens einem Spiel zu sehen. «Ich gehe an ein bis zwei Spiele pro Tag. Es ist wichtig, dass ich so viele Mannschaften wie möglich sehen kann. Dass ich in jeder Host City bin. Denn die Leute in diesen Städten leisten so viel, damit ein Spiel organisiert werden kann», erklärt der Walliser im Interview mit blue Sport und auf die Frage, ob er mit Erschöpfung zu kämpfen hat, stellt Infantino klar: «Wenn man so spektakulären Fussball sieht wie selten zuvor, kann man nicht müde werden. Das ist nicht möglich.»
Zur Story