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epa03868921 The overall leader, US cyclist Chris Horner (C) of Radioshack team celebrates on the podium next to second placed Italian of Astana Vincenzo Nibali (L) and Spanish of Movistar Alejandro Valverde (R), third position, after the 21st and last stage of the 2013 Vuelta a Espana cycling tour, a 109 km race between Leganes and Madrid, Spain, 15 September 2013.  EPA/JAVIER LIZON

Das Vuelta-Podest des letzten Jahres. Titelverteidiger Chris Horner (Mitte) ist kurz vor dem Start aus dem Aufgebot gestrichen worden. Nibali (links) verzichtet nach seinem Tour-de-France-Sieg auf eine Teilnahme, Alejandro Valverde (rechts) muss im eigenen Team wohl für Giro-Sieger Nairo Quintana fahren. Bild: EPA

Start am Samstag in Jerez

Das Teilnehmerfeld spricht dafür, dass die Vuelta in diesem Jahr spannender ist als die Tour de France

Zwei Tour-de-France-Sieger und das komplette Podest des Giro d'Italia bestreiten die auf dem Papier viel versprechendste Spanien-Rundfahrt seit Jahren. Aus Schweizer Sicht darf man an der 69. Vuelta a España am ehesten von Fabian Cancellara etwas erwarten.



Der Italiener Vincenzo Nibali, der überlegene Sieger der Tour de France und 2010 Gewinner der Spanien-Rundfahrt, fehlt. Aber ansonsten ist die Prominenz fast lückenlos am Start in Jerez vertreten.

Insbesondere die Anwesenheit des Briten Chris Froome und des Spaniers Alberto Contador wertet die dritte grosse Landesrundfahrt des Jahres auf. Die beiden galten an der Tour de France als die grossen Favoriten, wurden aber dort durch Stürze aus der Entscheidung geworfen.

Favorit: Chris Froome

FILE – In this  July 17, 2013, file photo, stage winner and overall leader Chris Froome of Britain celebrates on the podium of the seventeenth stage of the Tour de France cycling race an individual time trial over 32 kilometers (20 miles) with start in Embrun and finish in Chorges, France. Explosive sprinters, svelte climbers, powerful time trialists: the Tour de France is not just about the handful of all-rounders  who will vie for the coveted yellow jersey when the race begins on Saturday in Leeds, England. (AP Photo/Laurent Rebours, File)

Bild: Laurent Rebours/AP/KEYSTONE

«Ich habe mich gut von meinen Sturzverletzungen erholt», sagt Chris Froome. An der Tour de France hatte er als Vorjahressieger mit Brüchen an beiden Händen aufgeben müssen, nun fühlt sich der Brite wieder bereit. Der 29-Jährige steht in einer ganz speziellen Beziehung zur Spanien-Rundfahrt: Vor drei Jahren schaffte er in der Vuelta als Gesamt-Zweiter den internationalen Durchbruch.

Favorit: Nairo Quintana

Colombia's Nairo Quintana holds p the trophy after winning the Giro D'italia, Tour of Italy cycling race, in Trieste, Italy, Sunday, June 1, 2014. Nairo Quintana confirmed himself as cycling's next star by winning the Giro d'Italia on Sunday to follow his runner-up finish in last year's Tour de France. The 24-year-old climbing specialist with the Movistar team won two stages and finished with a 3 minute, 7 second advantage over fellow Colombian Rigoberto Uran for his first Grand Tour victory. Italy's Fabio Aru finished third overall, 4:04 back. (AP Photo/Gian Mattia D'Alberto)

Bild: Gian Mattia D'Alberto/AP/KEYSTONE

Der Kolumbianer dürfte Froomes erster Herausforderer sein. Quintana war letztes Jahr an der Tour de France Zweiter hinter dem Briten und gewann heuer den Giro d'Italia. Die Tour de France bestritt er nicht. Als Bergfahrer der Extra-Klasse wird der erst 24-jährige Quintana in Spanien einen Parcours vorfinden, der ihm wie massgeschneidert erscheinen muss. Das Movistar-Team besitzt mit Alejandro Valverde eine weitere Trumpfkarte, die es bei Bedarf ausspielen kann.

Die Aussenseiter: Uran, Aru, Pinot, Rodriguez und Talansky

epa04224983 Italian rider Fabio Aru of Astana pro team celebrates after winning the 15th stage of the 97th Giro d'Italia cycling race from Valdengo to Plan de Montecampione, Italy, 25 May 2014.  EPA/LUCA ZENNARO

Bild: EPA/ANSA

Neben Quintana stehen mit dessen Landsmann Rigoberto Uran und dem Italiener Fabio Aru (Bild) auch der Zweite und der Dritte des Giro d'Italia am Start. Für Uran könnte es sich als nachteilig erweisen, dass lediglich ein längeres Einzelzeitfahren auf dem Programm steht. Aru, wie Quintana erst 24 Jahre alt, war eine der Entdeckungen im Giro.

Vor einer Bewährungsprobe steht der ebenfalls 24-jährige Franzose Thibaut Pinot, der an der Tour de France als Dritter überrascht hatte. Zum Kreis der weiteren Anwärter auf eine Spitzenklassierung zählen zudem der Spanier Joaquim Rodriguez (2010 und 2012 Dritter der Vuelta) und der Amerikaner Andrew Talansky (im Juni Sieger im Dauphiné).

Prominent, aber wohl aussichtslos: Alberto Contador

Spanish cyclist Alberto Contador celebrates on the podium after winning the yellow jersey in the seventh stage (Ville-la-Grand - Finhaut-Emosson) of the 66th edition of the Dauphine Criterium cycling race on June 14, 2014 at Finhaut-Emosson. Spaniard Alberto Contador grabbed the lead in the Criterium du Dauphine on Saturday with a desperate attack on the final climb of stage seven that leaves Britain's Chris Froome trailing by eight seconds. AFP PHOTO / LIONEL BONAVENTURE

Bild: AFP

Er sei froh, überhaupt starten zu können, sagt der 31-jährige Spanier. Alberto Contador hatte sich an der Tour de France einen Schienbeinbruch und eine Knie-Verletzung zugezogen. Erst Anfang August ist er wieder ins Training eingestiegen, erst vor einer Woche konnte er erstmals wieder schmerzfrei einen Berg hochfahren. «Vielleicht liegt in der letzten Woche ein Etappensieg drin», hofft Contador, der Vuelta-Gesamtsieger der Jahre 2008 und 2012.

Nicht dabei: Der Titelverteidiger

BOURG-EN-BRESSE, FRANCE - JULY 17:  Chris Horner of the United States and Lampre-Merida leaves the team bus as he prepares for the twelfth stage of the 2014 Tour de France, a 186km stage between Bourg-en-Bresse and Saint-Etienne, on July 17, 2014 in Bourg-en-Bresse, France.  (Photo by Doug Pensinger/Getty Images)

Bild: Getty Images Europe

Chris Horner (42), der älteste Vuelta-Sieger aller Zeiten, ist am Freitag von seinem Team Lampre-Merida aus dem Aufgebot gestrichen worden. Grund sei ein zu niedriges Cortisol-Level bei Horner nach einer Bronchitis-Behandlung mit Cortison. Nach den Regeln des Radsportweltverbands UCI sei Horner zwar startberechtigt, da die Behandlung offiziell genehmigt war. Der Cortisol-Wert verstosse jedoch gegen die Prinzipien der «Bewegung für einen glaubwürdigen Radsport» (MPCC), zu der Horners Equipe gehört.

Auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela

Im Gegensatz zum Giro d'Italia und zur Tour de France rollt die diesjährige Vuelta nicht über ausländische Strassen. Und im Vergleich zur letzten Austragung findet auch der Süden Spaniens wieder Berücksichtigung.

Gestartet wird am Samstag mit einem Mannschafts-Zeitfahren in Jerez de la Frontera, das Ziel befindet sich nach insgesamt 3230 km in Santiago de Compostela im Nordwesten des Landes, wo die Rundfahrt mit einem kurzen Einzelzeitfahren über 9,7 km abgeschlossen wird. In der zweiten Rennhälfte folgt die Vuelta zumeist dem Jakobsweg. (si)

Die Schweizer: Cancellara im Fokus

Trek Factory team rider Fabian Cancellara of Switzerland is seen before a training session for the Tour de France cycling race near Leeds, July 4, 2014. The Tour de France cycling race will start on July 5.            REUTERS/Christian Hartmann (BRITAIN  - Tags: SPORT CYCLING)

Bild: CHRISTIAN HARTMANN/REUTERS

Unter den 198 Fahrern befinden sich acht Schweizer. Fabian Cancellara (Bild) will sich den letzten Schliff für die WM von Ende September holen, die ebenfalls in Spanien, in Ponferrada, stattfinden wird. Der 33-jährige Berner sollte sich zumindest bis zur 10. Etappe im Rennen halten. Dann steht das Einzelzeitfahren über 36,7 km auf dem Programm. Letztes Jahr hatte Cancellara in Tarazona im Kampf gegen die Uhr einen Etappensieg verbuchen können.

Oliver Zaugg startet als Helfer im Team von Contador, derweil bei BMC Steve Morabito und Danilo Wyss ihrem Leader Cadel Evans assistieren. Die Westschweizer Equipe IAM Cycling bestreitet nach der Tour de France ihre zweite grosse Rundfahrt. Mit Marcel Aregger, Pirmin Lang, Johann Tschopp und Jonathan Fumeaux schickt sie vier Schweizer ins Rennen. (ram/si)

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