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Nairo Quintana trotzt den garstigen Bedingungen am besten und ist neuer Giro-Leader

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Bild: Fabio Ferrari/AP/KEYSTONE
Giro d'Italia

Nairo Quintana trotzt den garstigen Bedingungen am besten und ist neuer Giro-Leader

In der Königsetappe des Giro d'Italia holt Nairo Quintana zum grossen Schlag aus. Der Kolumbianer gewinnt das 16. Teilstück solo und übernimmt von Landsmann Rigoberto Uran die Maglia rosa. Das Rennen fand unter heftigen Wetterkapriolen statt.
27.05.2014, 17:5528.05.2014, 09:52

Lediglich 139 km war der Abschnitt lang, der die Fahrer von Ponte di Legno ins Martelltal führte. Doch zwischen Start und Ziel lagen der gefürchtete Gavia-Pass und das Stilfserjoch, bevor es in die 22,4 km lange Schlusssteigung ging. 

Nicht weniger als 4387 Höhenmeter galt es zu erklimmen. Hinzu kamen erschwerend die extremen äusseren Bedingungen hinzu. 

Sieger Quintana trotzte dem garstigen Wetter. 
Sieger Quintana trotzte dem garstigen Wetter. Bild: AFP

Kälte, Regen und teils gar Schneefall begleiteten die Fahrer über die einzigen drei Berge an diesem Giro, die über 2000 m über Meer lagen. Im letzten Jahr war die genau gleich angesetzte Etappe bei noch widrigerem Wetter abgesagt worden, diesmal aber musste der Tross in die Rennhosen.

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Ein Terrain wie geschaffen für Nairo Quintana, den Super-Kletterer aus Südamerika, Zweiter der letztjährigen Tour de France

Quintana gewann letztlich acht Sekunden vor dem Kanadier Ryder Hesjedal, dem Giro-Gesamtsieger von 2012, der allerdings in der aktuellen Gesamtwertung keine Rolle mehr spielt. Viel bedeutender war, dass Quintana seinen unmittelbaren Gegnern dreieinhalb Minuten und mehr abnahm. 

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Rigoberto Uran verlor gar über 4 Minuten und damit auch sein Leadertrikot. Quintana war als Fünfter – mit 2:40 Minuten Rückstand auf Uran – zu dieser Etappe gestartet, nun aber liegt er 1:41 Minuten vor seinem Landsmann.

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In der Abfahrt der Überraschungsangriff

Ungewöhnlich war, wie Quintana zu seinem Coup ansetzte. Der erst 24-jährige Mann aus dem spanischen Movistar-Team griff in der Abfahrt vom Stelvio an. Mit knapp zwei Minuten Vorsprung auf die Gruppe mit Uran nahm er die Schlusssteigung in Angriff, und auf seinem bevorzugten Gelände baute er die Reserve noch aus.

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Nach dieser Vorstellung dürfte Quintana nur noch schwer von der Spitze zu verdrängen sein. Die Etappe vom Mittwoch führt über einen welligen und nicht allzu schweren Parcours, dann aber finden die Berg-Spezialisten gleich dreimal ihr bevorzugtes Terrain vor. Zwei schwere Schlusssteigungen stehen am Donnerstag und am Samstag auf dem Programm, dazwischen gibt es am Freitag ein 26,85 km langen Berg-Zeitfahren. (si/syl)

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Giro d'Italia, 16. Etappe
1. Nairo Quintana (Kol).
2. Ryder Hesjedal (Ka) 0:08 zurück. 
3. Pierre Rolland (Fr) 1:13.
4. Wilco Kelderman (Ho) 3:32. 
5. Domenico Pozzovivo (It) 3:37. 
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