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Rang 2 für Ramon Zenhäusern in Schladming, Meillard Fünfter – Noël siegt

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Das Podest mit Ramon Zenhäusern (links), Clément Noël (Mitte) und Lucas Braathen. Bild: keystone

Zenhäusern in Schladming seit fast zwei Jahren wieder auf dem Podest – Noël gewinnt

Ramon Zenhäusern ist nach fast zweijähriger Durststrecke zurück auf dem Podest. Der grossgewachsene Walliser wird beim Nachtslalom in Schladming Zweiter hinter dem im Weltcup zum 10. Mal siegreichen Franzosen Clément Noël.
24.01.2023, 21:3824.01.2023, 23:21

Zu Slalom-Olympiasieger Noël fehlten Zenhäusern, zur Halbzeit als Fünfter in Lauerposition, am Ende nur sieben Hundertstel. Letztmals hatte sich der 30-jährige Walliser im März 2021 als Dritter in Kranjska Gora in den Top 3 eingereiht.

Im Folgewinter jedoch erlebte Zenhäusern eine grösstenteils frustrierende Saison. Aufgrund einer im November 2021 erlittenen Schulterverletzung trat er nie gesundheitlich völlig fit an. In der Weltcup-Startliste fiel er deshalb vom 4. auf den 25. Platz zurück.

Schritt für Schritt zurück

Vor dieser Saison fühlte sich Zenhäusern körperlich endlich wieder besser. In der Vorbereitung legte er den Fokus lange auf die Technik, erst spät begann er Zeitläufe zu fahren. Noch vor dem Slalom-Auftakt Mitte Dezember in Val d'Isère, wo für ihn der 14. Rang resultierte, sprach er davon, dass er im Moment nicht starte, um das Rennen zu gewinnen, «das wäre vermessen». Vielmehr seien seine Ziele vorerst anders gelagert. Er müsse «Schritt für Schritt nehmen, um in der Startliste wieder nach vorne zu kommen».

Dieses Unterfangen gelang Zenhäusern schon vor dem Flutlicht-Rennen in Schladming mit Bravour: In sechs Slaloms klassierte er sich sechsmal in den Punkten, zuletzt in Adelboden (8.), Wengen (9.) und Kitzbühel (7.) - wo ihm weniger als zwei Zehntel zu Platz 3 fehlten – dreimal in den Top 10. Der Doppelmeter zeigte, dass er bereit ist für den nächsten Schritt.

epa10427004 Henrik Kristoffersen of Norway in action during the first run of the Men's Slalom Night race of the FIS Alpine Skiing World Cup in Schladming, Austria, 24 January 2023. EPA/CHRISTIAN  ...
Henrik Kristoffersen war im ersten Lauf der Schnellste, fiel aber deutlich zurück. Bild: keystone

Danach sagte Zenhäusern im SRF-Interview, dass der elfte Podestplatz im Weltcup «definitiv» zu einem seiner schönsten zähle, schliesslich habe es schon Stimmen gegeben, «dass ich den Anschluss verpasst habe. Da kommt man dann auch selber schon fast ein bisschen ins Zweifeln. Dass ich mich so zurückkämpfen konnte, ist ganz einfach wunderschön.»

Meillard Fünfter, Yule out

Zweitbester Schweizer war in Schladming der nach halbem Pensum an dritter Stelle liegende Loïc Meillard, der mit sechs Zehnteln Rückstand auf Noël Fünfter wurde. Weltcup-Punkte gab es aus Schweizer Sicht zudem auch für Luca Aerni (17.) und Marc Rochat (24.).

Hingegen Daniel Yule, zwei Tage zuvor in Kitzbühel sowie vor Weihnachten in Madonna di Campiglio der umjubelte Sieger, schied auf der Planai als Halbzeit-Achter im zweiten Lauf aus. Auch Tanguy Nef blieb abermals ohne Punkte.

Rang 3 sicherte sich vor 40'000 Zuschauern in Schladming der Norweger Lucas Braathen (0,38 Sekunden zurück). Sein nach dem ersten Lauf führender Landsmann Henrik Kristoffersen fiel nach fehlerhaftem Finaldurchgang auf den 11. Platz zurück.

Riesenslalom am Mittwoch

Am Mittwoch steht in Schladming für die Männer noch ein weiteres Rennen unter Flutlicht an. Um 17.45 Uhr beginnt der erste Lauf des Riesenslaloms. Ob Marco Odermatt am Start stehen wird, entscheidet sich kurzfristig. Der Nidwaldner vermied letzten Freitag in der ersten Abfahrt in Kitzbühel einen Sturz nur knapp, er verspürte danach aber Schmerzen im linken Knie und verzichtete auf die zweite Abfahrt auf der Streif. (rst/sda)

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